Bernd Aulich

Essen: Suche nach Nähe

Das Ensemble Ruhr mit einem eindringlichen Projekt

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 02/2022 , Seite 57

Was wurde Musik­ern zuge­mutet, als eine lavierende Poli­tik auf die erste Coro­na-Welle im Früh­jahr 2020 mit einem rig­orosen Still­stand reagierte? Die Freis­chaf­fend­en unter ihnen traf es dop­pelt hart. Der Lock­down erschüt­terte ihre Existenzgrundlage.
Mit einem faszinieren­den Pro­jekt hat das Ensem­ble Ruhr, ein 2012 gegrün­detes Kam­merorch­ester ohne Diri­gent, auf die ver­störende Her­aus­forderung reagiert. „Sehn­sucht und Ahnung“ heißt – nach einem Zitat der Roman­tik­erin Bet­ti­na von Arn­im – die szenis­che Schu­bert-Instal­la­tion, mit der das Ensem­ble den Kul­tur-Lock­down voller Scharf­sinn reflektiert.
Schu­bert, der Kom­pon­ist frag­iler Gemüt­sla­gen, als Nothelfer in der größten Exis­tenzbedro­hung? Ja, wer denn son­st? Die geplante Pre­miere im April 2021 hat­te in der drit­ten Coro­na-Welle keine Chance. Nun wurde sie mit­ten in der vierten Welle im Maschi­nen­haus Essen der still­gelegten Zeche Carl nachgeholt.

 

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