„Das Orchester“ – die Zeitschrift mit dem größten Stellenmarkt für OrchestermusikerInnen weltweit
das Orchester 11/2026
Neue Säle
Die Bauzäune sind weg. Der Raum ist da: ein weiter Platz und ein hohes Haus mit offenen Türen und kurzen Wegen in die Nachbarschaft – hinüber zum Schauspielhaus, zum Kleinen Haus mit Restaurant, hinein in die Wunderwelt der Kinderoper, aber auch um die Ecke ins Getümmel der Stadt. Die Oper Köln ist zurück am Offenbachplatz, nach 14 Jahren eines unentwegt verlängerten Interims, einer Zeitspanne, die sich auch auf der Kostenseite ernüchternd niederschlägt.
> weiterlesenDie Aufregung war groß, als im Oktober 2021 das Beethoven-Orchester in Bonn mit Dirk Kaftan am Pult Beethoven X aufführte. Rund um den 250. Geburtstag des Komponisten wurde dessen unvollendete Sinfonie Nr. 10 in einer vervollständigten Fassung gegeben, entworfen mit Künstlicher Intelligenz.
> weiterlesenAuch in anderen Berufen gibt es Klangkörper für Laien oder Semiprofis. Es gibt Juristen- und Anwaltsorchester, auch Polizei- oder Manager-Orchester, aber: Unter Mediziner:innen ist die Verbindung zur Klassik wie auch das aktive Musizieren auffallend stark ausgeprägt. Mehr noch: In den medizinischen Berufen ist der Anteil an Musiker:innen höher als in anderen Berufsgruppen. Einer niederländischen Studie von 2011 zufolge spielen knapp die Hälfte der Ärzt:innen selbst ein Musikinstrument oder singen.
> weiterlesenRichard Wagner wollte das ganz andere: gegen „Italianità“ und Kunstkommerz, denn deren „wirkliches Wesen ist die Industrie, ihr moralischer Zweck der Gelderwerb, ihr ästhetisches Vorgehen die Unterhaltung der Gelangweilten“. Also zunächst Brettertheater am Rhein, niederzubrennen nach den Vorstellungen. Dann deutlich später, auch durch das Ausnutzen von Mäzenen und Freunden: die Kleinstadt Bayreuth; grüner Hügel mit Auffahrt zu einem revolutionären Theaterbau
> weiterlesenDie ersten Laute, die ein Säugling produziert, sind musikalische emotionale Kommunikation. Der Säugling artikuliert seine Bedürfnisse, Hunger, Angst, Kälte, Übermüdung. Mutter oder Vater singen ein Wiegenlied und der Säugling beruhigt sich. Musik wirkt. Und wenn die Mutter die Brust gibt, dann enthält die Milch nach dem Wiegenlied mehr Bindungshormon, Oxytocin – das Neurohormon, das bedingungsloses Vertrauen und Entspannung programmiert. Ausgerechnet eine Studie einer Wissenschaftlerin aus dem Iran, einem Land, in dem Frauen in der Öffentlichkeit nicht singen dürfen, hat dies kürzlich bewiesen.1 Laura Cirelli hat darüber hinaus gezeigt, dass Mütter der ganzen Welt intuitiv wissen, wie sie mit leisen, langsamen Liedern ein zu aufgeregtes Baby beruhigen oder mit kräftigem, rhythmisch betontem Gesang ein zu passives aktivieren, um es zum Trinken zu ermuntern.
> weiterlesen





















