Johann Simon Mayr

Giuseppe (Pasticcio in 3 Akten)

Freya Apffelstaedt (Alt), Markus Schäfer, Philipp Polhardt (Tenor), Niklas Mallmann, Matthias Hoffmann (Bassbariton) u. a., Simon Mayr Chorus, Concerto de Bassus, Ltg. Franz Hauk

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 11/2026 , Seite 75

Wer war Johann Simon Mayr? Ein interessanter Komponist geistlicher Werke allemal. Diese Weltersteinspielung ist eine wahre Entdeckung! Im Jahre 1829 komponierte Mayr das Oratorium Giuseppe für die Abschlussakademie seiner Musikschule Lezione Caritatevoli in Bergamo, bei der Studenten des Instituts ihre Fähigkeiten vor einem breiten Publikum präsentieren konnten. Das Werk erklang erstmals am 11. September 1829 Read more about Giuseppe (Pasticcio in 3 Akten)[…]

Richard Strauss

Intermezzo

Philipp Jekal (Bariton), Maria Bengtsson (Sopran), Anna Schoeck (Sopran), Thomas Blondelle (Tenor) u. a., Orchester der Deutschen Oper Berlin, Ltg. Donald Runnicles

Rubrik: Rezensionen
erschienen in: das Orchester 11/2026 , Seite 74

Aus der Deutschen Oper Berlin stammt diese erfrischende Einspie­lung der Bürgerlichen Komödie In­termezzo von Richard Strauss, die im Jahre 1924 in Dresden uraufge­führt wurde. Die Handlung: Der Kapellmeister Robert Storch ge­rät durch einen fehlgeleiteten Brief seiner Frau Christine in den Verdacht der Untreue, worauf sie die Scheidung fordert und die Ehe in eine schwere Krise Read more about Intermezzo[…]

Joachim Raff

Dame Kobold (Komische Oper)

Lara Rieken, Julia Surushkina (Sopran), Matthias Lika (Bariton), Gustav Wenzel Most (Tenor), Lukas Krimmel (Bass), Choir of the Theatre of the City of Ústí nad Labem, West Bohemian Symphony Orchestra, Ltg. Jan Snítil, Dario Salvi

Rubrik: Rezensionen
erschienen in: das Orchester 11/2026 , Seite 74

Der Komponist Joachim Raff hat einen ambitionierten Anhänger­kreis. Die Weltersteinspielung seiner Komischen Oper Dame Kobold op. 154 entstand mit dem Notenmaterial der Edition Nordstern, bei der Vol­ker Tosta alle Bühnenwerke Raffs in­klusive der letzten Wiederentdeckungen Die Eifersüchtigen und der vom Na­tionaltheater Weimar in der Regie von Calixto Bieito mit großem Erfolg he­rausgebrachten Bibeloper Samson verfügbar Read more about Dame Kobold (Komische Oper)[…]

Kirsten Liese

BREGENZ: Auf dem Wasser und zu Lande

Bregenzer Festspiele: Differenzierte Leistung auf Seebühne und Festspielhaus – „La Traviata" und „Die Ausflüge des Herrn Brouček"

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 11/2026 , Seite 65

Eine intime Liebesoper ist keine ideale Wahl für eine Freilichtbühne, noch dazu für eine so riesige. Allerdings muss sie nicht unweigerlich derart unterkühlt ausfallen wie die erste La Traviata in der Geschichte der Bregenzer Festspiele, die in diesem Sommer ihr 80-jähriges Bestehen feierten. Ein zersplitterter Spiegel dominiert Paolo Fantins Bühne, sinnbildlich für das zerbrochene Leben Read more about BREGENZ: Auf dem Wasser und zu Lande[…]

Marco Frei

SALZBURG: Ein starker Abgang

Die letzten Salzburger Festspiele von Markus Hinterhäuser

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 11/2026 , Seite 64

Eine Traumauslastung von rund 99 Prozent und künstlerisch insgesamt bleibende Ergebnisse: Nach seinem spektakulären Rauswurf im Frühjahr hat Markus Hinterhäuser noch einmal gezeigt, was er als Intendant der Salzburger Festspiele kann und wofür er steht. Das begann schon mit der „Ouverture spirituelle“, traditionell das Vor-Festival. Unter dem Motto „Misere“ wurde der aktuelle Weltgeschehen subtil reflektiert. Read more about SALZBURG: Ein starker Abgang[…]

Michael Pitz-Grewenig

BREMEN: Neue Denkräume

Kaija Saariahos’ „Innocence" liefert am Theater Bremen keine fertigen Sichtweisen

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 11/2026 , Seite 56

Mit Kaija Saariahos Oper Innocence eröffnet Marco Štorman die neue Spielzeit am Theater Bremen. Man muss sich seiner Sache schon sehr sicher sein, um einen solchen sperrigen Stoff zu inszenieren, der die Unfähigkeit, sich angemessen mit den Ursachen und den Auswirkungen eines tödlichen Amoklaufs an einer Schule auseinanderzusetzen, behandelt. Und, um es gleich vorwegzusagen, am Read more about BREMEN: Neue Denkräume[…]

Gerhard Dietel

REGENSBURG: Psychischer Verfall

„The Shining“ setzt den modernen Kurs des Staatstheaters fort

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 59

Spannende Tage hat man beim Regensburger Theater hinter sich: Wurde die Institution vor Kurzem wegen ihrer wagemutig dem Heute zugewandten Programmgestaltung zum „Besten Opernhaus des Jahres 2025“ gekürt, so folgte nun, Anfang Mai, die Erhebung zum bayerischen Staatstheater. Die erste Premiere nach dieser Nobilitierung setzte den auf Novitäten gerichteten Kurs der Theaterleitung fort: Im Haus Read more about REGENSBURG: Psychischer Verfall[…]

Uwe Roßner

STRALSUND: Des Knaben Wunderstimme

Mit „The Shining“ schlägt das Theater Vorpommern das Kapitel der Literaturoper auf

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 58

Stephen King ist eine Klasse für sich. In der Popularkultur ist der Meister des Horrors seit Jahrzehnten felsenfest verankert. Nicht allein die Auflagen seiner Bücher zeugen davon. Die Adaption seiner schaurig-schönen Geschichten ergibt mittlerweile eine stattliche Liste an erfolgreichen Verfilmungen. Mit The Long Walk und einem Neuaufguss von The Running Man gelangten im vergangenen Jahr Read more about STRALSUND: Des Knaben Wunderstimme[…]

Jürgen Gahre

BRAUNSCHWEIG: Schuldbekenntnisse

Kaija Saariahos „Innocence“ mit scharfen, dramatischen Akzenten

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 57

Innocence ist eine Oper über den (fiktiven) Amoklauf eines minderjährigen Schülers an einer internationalen Schule in Helsinki. Die finnische Komponistin Kaija Saariaho und ihre Librettistin Sofi Oksanen lassen den Täter nicht auftreten und zeigen auch nicht das Massaker, dem zehn Schüler und eine Lehrerin zum Opfer fallen, denn es geht ihnen nicht um Sensationslust, sondern Read more about BRAUNSCHWEIG: Schuldbekenntnisse[…]

Steffen Reinhold

PFORZHEIM: Triumph der Moderne

Außergewöhnlicher Doppelabend: Zemlinskys „Der Zwerg“ und Strawinskys Ballett „Le Sacre du Printemps“

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 56

Zwei Werke aus fast demselben Jahrzehnt der Moderne: Alexander von Zemlinskys Oper Der Zwerg (1922) und Igor Strawinskys Ballett Le Sacre du Printemps (1913). Beide sind durch ein Geflecht gemeinsamer Themen untrennbar verbunden: Ausgrenzung, Opfer, gesellschaftliche Grausamkeit. Beide Partituren gehören zu den kühnsten Schöpfungen des frühen 20. Jahrhunderts – Zemlinskys als späte Blüte der Spätromantik, Read more about PFORZHEIM: Triumph der Moderne[…]

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