Mäkelä, Tomi

Nach dem Fest oder vor dem Fest??

Was die gegenwärtige Sibelius-Jubiläums-Saison bewirkt hat und was uns 2017 erwartet

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2016 , Seite 30

Das Jahr 2016 liegt zwis­chen den Sibelius-Jubel­jahren 2015 (150. Geburt­stag) und 2017 (60. Todestag). Zeit zum Luft­holen – und für eine Zwis­chen­bi­lanz. Eine umfassende Sibelius-Schau gibt es auch in dieser Sai­son nicht. Und auf die Frage “Mögen Sie Sibelius?” lässt sich tre­f­flich kon­tern: “Welchen denn?”

Frei, Marco

50 plus

Die vernachlässigte Generation?

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 01/2009 , Seite 10

Obwohl die Men­schen immer älter wer­den und unsere Gesellschaft altert, wird die “Gen­er­a­tion 50 plus” im Musik­leben bis­lang ver­nach­läs­sigt. Deswe­gen wur­den in den ver­gan­genen Jahren Ini­tia­tiv­en ges­tartet, schon wer­den konkrete Forderun­gen erhoben – Grund genug für eine kri­tis­che Bestand­sauf­nahme.

Keuchel, Susanne

Heterogen

Generation 50+: Die Zuschauer

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 01/2009 , Seite 13

Jugendliche gehen zum Rock­event, Großel­tern ins Klas­sikkonz­ert. Diese gängige, nahezu idyl­lis­che Vorstel­lung arbeit­steili­gen Kul­turver­hal­tens hat das Zen­trum für Kul­tur­forschung (ZfKf) im Auf­trag des Bun­desmin­is­teri­ums für Bil­dung und Forschung (BMBF) erst­mals im Detail empirisch über­prüft. Das Kul­tur­Barom­e­ter 50+ ist eine bun­desweite, repräsen­ta­tive Bevölkerung­sum­frage. Zweitausend Bun­des­bürg­er ab 50 Jahren wur­den zu ihrem aktuellen Kul­turver­hal­ten und ihren Ein­stel­lun­gen befragt, ana­log zum vor zwei Jahren pub­lizierten Jugend-Kul­tur­Barom­e­ter. Dabei zeigte sich, dass die Gruppe 50+ viel het­ero­gen­er ist als angenom­men.

Nebauer, Flavia

Homogen

Generation 50+: Das Angebot

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 01/2009 , Seite 19

Die Gen­er­a­tion 50+ umfasst mehr als 30 Jahrgänge – die 50- bis über 80-Jähri­gen – und ist keineswegs eine homo­gene Gruppe. Jed­er hat einen anderen (Bildungs-)Hintergrund, andere Motive der Kul­tur­nutzung, andere finanzielle, gesund­heitliche und logis­tis­che Möglichkeit­en. Von einem all­ge­meinen, unspez­i­fis­chen Ange­bot für “die Alten”, wie es heute auch bei den Orch­estern fast auss­chließlich Stan­dard ist, fühlen sich viele aus der Gen­er­a­tion 50+ jedoch nicht aus­re­ichend ange­sprochen und bleiben der Kul­turein­rich­tung fern. Ein großes Besucher­poten­zial bleibt ungenutzt und ein dif­feren­ziertes Ange­bot für die Gen­er­a­tion 50+ tut Not.

Sinsch, Sandra

Mangelndes Angebot

Bundesweite Umfrage zu alterspezifischen Angeboten für die Generation 50+ und drei besonders gelungene Beispiele

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 01/2009 , Seite 24

Der Rück­lauf zu unser­er Umfrage bei allen deutschen Opern- und Konz­er­torch­estern nach dif­feren­zierten Ange­boten für die Gen­er­a­tion 50+ war ernüchternd. Nicht ein­mal ein halbes Dutzend Klangkör­p­er bietet altersspez­i­fizierte Ver­anstal­tun­gen, die über die etablierten For­mate wie z. B. Son­nta­gnach­mit­tags-Vorstel­lung, Mati­nee und Operetten­gala hin­aus­ge­ht. Drei Ange­bote erschienen uns – zumin­d­est gemessen am gegen­wär­ti­gen Stan­dard – als beson­ders gelun­gen, auch wenn nicht immer das klar for­mulierte Ziel dahin­ter stand, eine ganz bes­timmte Gruppe der großen Gruppe “Gen­er­a­tion 50+” zu erre­ichen und damit für das Orch­ester und seine Ange­bote zu inter­essieren.

Scherz-Schade, Sven

… da fängt das Leben an

Besucherorganisationen und die Publikumszielgruppe 50+

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 01/2009 , Seite 29

Die Geschäfts­führer von Besucheror­gan­i­sa­tio­nen kla­gen über die Über­al­terung ihrer Mit­glieder und Kun­den genau­so wie ihre Kol­le­gen von Kul­turein­rich­tun­gen. Ver­jün­gung des Pub­likums ist auch hier das Schlag­wort. Der Gedanke, dass die Gen­er­a­tion 50+ eine große Ziel­gruppe ist, die man noch bess­er erschließen und für sich gewin­nen kön­nte, ist auch hier noch nicht ganz angekom­men.

Richter, Christoph

Begeistern statt informieren

Ein Musikvermittlungskonzept für Erwachsene

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 01/2009 , Seite 31

Musikver­mit­tlung für Erwach­sene tritt erst allmäh­lich aus dem Schat­ten der Kinderkonz­erte. Es gibt für sie bish­er kaum durch­dachte Konzepte, sie lebt in einem indi­vidu­ellen Wild­wuchs. Zugle­ich nehmen das Bedürf­nis und das Inter­esse von Erwach­se­nen, Hil­fen und Anre­gun­gen für das Erleben, Hören und Ver­ste­hen von Musik zu bekom­men, deut­lich zu. An den Ange­boten beteili­gen sich die Orch­ester, die Musik­the­ater, die Volk­shochschulen, Uni­ver­sitäten, Rund­funk und Fernse­hen sowie die Print- und Audiome­di­en.

Vogt, Annemarie

Vom Potpourri zur Dramaturgie

Über die Entwicklung der Konzertprogramme

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 12/2008 , Seite 30

Was lockt die Besuch­er ins Konz­ert? Der Inter­pret, der Konz­ert­saal, das Ambi­ente oder – die Musik? Clara Schu­mann wurde von ihrem Vater zur Vir­tu­osin “hochgezüchtet”, da Wun­derkinder – inte­gri­ert in Orch­esterkonz­erte – in der ersten Hälfte des 19. Jahrhun­derts als beste Pub­likums­mag­neten gal­ten. Tech­nis­che Akro­baten­stücke von zier­lichen Hän­den ließen die Zuschauer jubeln. Der musikalis­che Gehalt der darge­bote­nen Kom­po­si­tio­nen war zweitrangig. In Konz­erten, bei denen gegessen, herumge­laufen und sich unter­hal­ten wurde, dien­ten solche Solis­ten als Hin­guck­er. Von Pro­gram­mgestal­tung, wie sich Dra­matur­gen heutzu­tage darüber Gedanken machen, kon­nte kaum die Rede sein.

Scherz-Schade, Sven

Glück?

Programmplanung bei Orchestern

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 12/2008 , Seite 10

Eine Konz­ert­sai­son wird Jahre im Voraus geplant. Wer Abon­nemen­trei­hen, Gast­spiele oder Fes­ti­vals organ­isiert, will nichts dem Zufall über­lassen. Inhalte müssen stim­men, Kün­st­ler­ga­gen und Verkauf­sein­nah­men müssen sich rech­nen. Auch jen­seits von Dra­maturgie und Inten­danz bes­tim­men viele Fak­toren die Pro­gram­mgestal­tung.