Michael Pitz-Grewenig
BREMERHAVEN: Im Labyrinth der Erinnerung
Neu gehört: Korngolds „“Die tote Stadt“ zwischen Illusion und Realität
Wie kann man einer Oper gerecht werden, deren Handlungsstrang so allgemein konstruiert ist wie Erich Wolfgang Korngolds Oper Die tote Stadt? Ein Werk über die Macht der Erinnerung, die Gefahren des Festhaltens an der Vergangenheit und die schwierige Suche nach einem Neuanfang.
Über die psychologische Illumination, Stimmungszauberei und Gefühlsverdeutlichung der Musik hinaus – hat sie kaum etwas zu erzählen. Das zu inszenieren, ist alles andere als einfach.
Johannes Pölzgutter hat bei seiner Inszenierung am Stadttheater Bremerhaven eine überzeugende Antwort darauf gefunden. Er konzentriert sich auf die Handlung und sucht nicht nach eindeutigen Antworten. Er geht aber mit einer bemerkenswert analytischen Sensibilität an den Stoff heran, dessen Inhalt schnell erzählt ist: …
Lesen Sie weiter in Ausgabe 7-8/2026.

