Jürgen Gahre
OSNABRÜCK: Im Schatten von Stars and Stripes
André Previns „Endstation Sehnsucht (A Streetcar Named Desire)" zeigt Parallelen zur Gegenwart auf
Es ist ja nicht nur eine literarische Vorlage, auf der das Libretto von Streetcar Named Desire basiert, sondern eben auch deren Verfilmung: Das 1947 in New York uraufgeführte Schauspiel von Tenessee Williams und der Film mit Vivien Leigh und Marlon Brando haben Streetcar (im Deutschsprachigen Raum als Endstation Sehnsucht bekannt) weltberühmt gemacht. Als der enorm vielseitige Jazzmusiker und Dirigent André Previn sich entschloss, 1998 im Alter von fast 70 Jahren seine erste Oper zu schreiben, wählte er dieses in New Orleans spielende Stück und konnte sicher sein, dass das Publikum mit der Thematik bestens vertraut war. Philip Littell, sein Librettist, brauchte deshalb nur wenig an dem Text zu verändern und sollte es wohl auch nicht.
Das Theater Osnabrück hat jetzt mit einer herausragenden Inszenierung von Ulrich Mokrusch der Previn-Oper abermals zu beachtlichem Erfolg verholfen.
Lesen Sie weiter in Ausgabe 7-8/2026.

