Andreas Hauff
WIESBADEN: In der Welt der Geister
„Isithunzi“, südafrikanisches Musiktheater von Monthati Masebe am Staatstheater
Draußen auf dem Wiesbadener Bowling Green dröhnen die Techno-Beats eines Party-Events; die Vibrationen dringen bis ins Foyer des Wiesbadener Staatstheaters. Drinnen, auf der Studiobühne im Souterrain, geht es eher subtil zu. In Kooperation mit der Münchner Biennale präsentiert das Theater Isithunzi, ein Musiktheater der südafrikanischen Komponistin Monthati Masebe. Das Stück kommt mit drei Instrumentalist:innen aus: Beatrix Lindemann (Fagott) und Edzard Locher (Vibrafon), beide vom Hessischen Staatsorchester Wiesbaden, dazu die Komponistin selbst mit indigenen Instrumenten und elektronischen Klangerzeugern. Auch die Gesangspartien sind knapp besetzt: Die beiden Freundinnen, Thuna (Carla Nahadi Babelegoto) und Ndalo (Carmen Mičič), und Amu, ihr gleichaltriger Freund (Michael Bonganjalo Sattler). Weitere Rollen wie die übrigen Dorfbewohner, die Geister der Ahnen und später Ndalos Töchter werden flexibel von Masebe selbst und der Tänzerin Tumi Sharon Mkhondo übernommen. Sogar die Fagottistin trägt im dritten Akt eine Vogelmaske.
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