Matthias Roth

SCHWETZINGEN: Whirlpool in Raum und Zeit, Blut und Feuer

Bachmann-Oper „Malina“ bei den Schwetzinger Festspielen uraufgeführt

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 6/2026 , Seite 65

Schwer zu sagen, was in diesem „Ich“ vorgeht, das am Ende behauptet: „Es war Mord.“ In Ingeborg Bachmanns Malina geht es um Erinnerung, genauer: die Erinnerung einer Frau, die zwischen zwei Männern steht, besser: einer Frau in einer von Männern dominierten Welt. Doch je weiter sich dieses Ich in sein komplexes Selbst hineingräbt, umso undeutlicher werden die Konturen. Der Roman wird ein halbes Jahrhundert nach seinem Erscheinen meist als Manifest weiblicher Emanzipation gelesen und zum 100. Geburtstag der österreichischen Autorin gab es nun bei den Schwetzinger Festspielen ein Auftragswerk in Kooperation mit dem Theater Aachen, das die Komplexität des Buchs erstmals als Musiktheater auf die Bühne bringt.

Lesen Sie weiter in Ausgabe 6/2026.

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