Otto Paul Burkhardt

REUTLINGEN: Funkelnd, brodelnd, urgewaltig

Sayguns Fünfte: Die Württembergische Philharmonie Reutlingen traut sich was

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 4/2026 , Seite 62

Alle kennen das – Sandwich-Konzerte, bei denen das einzige zeitgenössische Werk des Programms schamhaft zwischen zwei geläufigen Klassikern versteckt wird. Die Württembergische Philharmonie Reutlingen ging da mutiger vor – und präsentierte als Hauptwerk eines Abo-Abends die selten gespielte 5. Sinfonie (1986) von Ahmet Adnan Saygun, dem wohl bekanntesten, in Paris ausgebildeten und von Bartók inspirierten Vertreter der „Türkischen Fünf“, jener Komponistengruppe, die eine Synthese eines regionalen Idioms mit westlicher Moderne anstrebte. Als Gegengewicht bot das Programm zwei skandinavische Werke des Fin de Siècle: die Helios-Ouvertüre (1903) von Carl Nielsen und das populäre Violinkonzert d-Moll (1904) von Jean Sibelius.

Lesen Sie weiter in Ausgabe 4/2026.

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