Uwe Mitsching

NÜRNBERG: Leibesübungen, Schenkelklopfen und Beatboxing

Die Nürnberger Symphoniker präsentieren ihr neues Festival-Format „U-Turn“

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 7-8/2023 , Seite 53

Wo ist das junge Publikum, nach dem die deutschen Orchester lechzen wie nach Wasser in der Wüste? Auch die Nürnberger Symphoniker wollen etwas abhaben von der „Klassik-Revolution“, wo sie doch sonst gut beschäftigt sind mit zwei vergleichsweise erfolgreichen Abonnementsreihen in der Meistersingerhalle und mit einer Menge weiterer Angebote für Stummfilm, Kammermusik, Musik im Museum und in ihrem romantischen Kongresshallen-Serenadenhof. „U-Turn“ nennen sie diese Zeitenwende, sie beschwören sie nicht in Nürnbergs „Zukunftsmuseum“, sondern in der Kia Metropol Arena. Dort wollen sie zeigen, wie Klassik mit zusätzlichen Komponenten wie Videokunst, Lichtinstallationen und Mitmachelementen demnächst aussehen soll: wie ein „Orchestival“ – mit dem Populärsten von Mozart (KV 550) und Beethoven (Symphonie Nr. 5) im Mittelpunkt, aber auch mit der Uraufführung des Schlagzeugkonzerts hip, trash & hop von Enjott Schneider. Zu der soll das Publikum allen geräuschfähigen Müll von zu Hause mitbringen – aber bitte auch wieder mit heimnehmen.

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