Christoph Schulte im Walde

Münster: Lyrischer Schmelz, Rastlosigkeit und Eindrücke aus Amerika

Das Sinfonieorchester Münster begeistert beim 6. Sinfoniekonzert mit kontrastreichem Programm

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 6/2023 , Seite 57

Ein Konzert für Cembalo und Streichorchester in das Programm eines „ganz normalen“ Sinfoniekonzerts aufzunehmen, ist schon ziemlich mutig. Stellt sich doch die Frage: Kann sich das wahrlich zart besaitete Solo-Instrument in einem großen Theatersaal durchsetzen? Und gibt es überhaupt spannendes Repertoire? Beide Fragen kann man mit „Ja“ beantworten. Und Münsters Generalmusikdirektor Golo Berg hat gut daran getan, das Cembalokonzert von Hugo Distler zu dirigieren. Zumal mit Vital Julian Frey ein ganz fabelhafter Solist aus der Schweiz nach Münster gekommen war, um dieses 1935 entstandene Paradestück im Rahmen des 6. Sinfoniekonzerts im Feb­ruar aus der Versenkung zu heben. Die Streicher des Orchesters hatten hier alle Hände voll zu tun angesichts fast ununterbrochener Bewegung und rhythmischer Komplexität.

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