Kathrin Feldmann

MÜNCHEN: Eng gezurrtes Rollenverhalten

Giuseppe Verdis "Luisa Miller" am Gärtnerplatztheater überzeugt auch in der Aussage

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 9/2023 , Seite 48

Liebe überdauert den Tod, überwindet Hass und Verrat und ebnet den Weg für Verzeihen und Reue. Diese Thematik ist ebenso zeitlos wie das Erschleichen von Macht durch Mord und Intrige oder die Erkenntis, dass das Verharren im Kriegszustand niemals eine Lösung sein kann. Genau hier treffen Verdi, Schiller, Torsten Fischer und das Ensemble des Münchner Gärtnerplatztheaters aufeinander, um die mit wenig Hits punktende Oper Luisa Miller in aktuellem Licht erscheinen zu lassen. So liegt die Vermutung nahe, wo sich Regisseur Torsten Fischer bediente, wenn er Verdis Handlung, die auf Schillers Drama Kabale und Liebe beruht, ins Militärmilieu versetzt.

Lesen Sie weiter in der Ausgabe 9/2023.