Teresa Pieschacón Raphael

MÜNCHEN: Der Klang Münchens

Zum Jubiläumskonzert ein Blick in die bewegte Geschichte der Münchner Symphonik

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 1/2026 , Seite 63

Etwas flotter hätte man sich die Ansprachen zum Achtzigsten der Münchner Symphoniker gewünscht. Stattdessen biedere Dankadressen und Allgemeinplätze über ein Orchester, das viel erlebt hat. Was nur wenige wissen: Sie waren schon da, als der Bayerische Rundfunk noch kein eigenes Orchester hatte. Am 25. September 1945 traten sie zum ersten Mal im Prinzregentensaal auf, mit einem Benefizkonzert für das Rote Kreuz – noch unter dem Namen ihres Gründers Kurt Graunke. „Ein Orchestererzieher – comme il faut!“, lobte Der Spiegel seinerzeit den Stettiner Geiger, Komponisten und passionierten Radfahrer, der sich – kaum war der Krieg vorbei – mit dem Fahrrad von Würzburg aus ins damals zerbombte München aufgemacht hatte. Nur, um ein Orchester zu gründen! Zunächst mit sieben Mann aus dem Deutschen Theater, die noch mit Zigarettenkippe im Mundwinkel zum Tanz aufspielten. Bald waren es neun, dann über zwanzig. Die amerikanischen Clubs klopften an, doch Graunke hatte Höheres im Sinn.

Lesen Sie weiter in Ausgabe 1/2026.

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