Andreas Graf
MISSION IMPOSSIBLE
Ein satirischer Blick aus dem Orchesteralltag
Bernardi sitzt ganz hinten im Operngraben und wartet an der Tuba auf seinen nächsten Einsatz, der in etwa 25 Minuten erfolgen dürfte. Die Luft ist stickig, die Musik plätschert vor sich hin, und ein Ende der Oper ist noch lange nicht in Sicht. Der Dirigent gilt als ziemliche Schlafmütze und auch die übrigen Musiker:innen spielen heute ohne besonderen Elan. Stoisch folgen sie dem Notentext, wie Maultiere vor den Karren gespannt, auf einer unaufhaltsamen Geraden, die sich am Horizont verliert. Hin und wieder gähnt jemand – entweder des Sauerstoffmangels wegen oder schlicht aus Langeweile. Courant normal.
Lesen Sie weiter in Ausgabe 4/2026.

