Claudia Irle-Utsch
KEINE “OPER DER ZUKUNFT”
Die Pläne zum Neubau der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf wurden gestoppt – nun soll der Altbau saniert werden
Die Nachricht vom sofortigen Stopp sämtlicher Planungen für ein neues Opernhaus in Düsseldorf kommt überraschend. Am Morgen des 5. Juni informiert der Oberbürgermeister der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt die Führungskräfte der Deutschen Oper am Rhein. Mittags um 12 Uhr bekommen die Mitarbeitenden Bescheid, eine Stunde später gibt es eine Pressekonferenz. Die Botschaft: Das „Opernhaus der Zukunft“ hat keine Zukunft; die finanziellen Mittel der Stadt am Rhein reichen nicht aus. Der OB, lange Zeit ein Motor des Projekts, spricht von einer schmerzhaften Entscheidung, von einem Herzensprojekt, aber auch von seiner Pflicht, „die finanzielle Autonomie der Landeshauptstadt sicherzustellen“. Stephan Keller (CDU) zeigt an diesem Freitagmittag im Düsseldorfer Rathaus vor den eilig zusammengerufenen Medienvertretern „das weitere Vorgehen“ auf: „Der Standort an der Heinrich-Heine-Allee wird ertüchtigt.“ Der Verwaltungschef unterstreicht, dass diese Maßnahmen ohnehin vorgesehen gewesen seien, „um den Betrieb bis zu einer möglichen Neueröffnung sicherzustellen“. Der Spielbetrieb bleibe gewährleistet.
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