Georg Rudiger

Heidelberg: Evolution statt Effekthascherei

Das Musikfestival Heidelberger Frühling bietet unter dem Motto „Zusammen“ mitreißende Kammermusik

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 6/2023 , Seite 53

Es müssen nicht die großen Namen sein, die einem Festival ein besonderes Gesicht verleihen. Beim Eröffnungswochenende des Heidelberger Frühlings stehen junge Musikerinnen und Musiker im Zentrum, die im neu gegründeten Festivalcampus-Ensemble in verschiedenen Formationen auftreten und auch in kostenlosen Konzerten in Heidelberger Stadtteilen zu hören sind. Das Nerida Quartett ist Teil dieser 22-köpfigen Auswahl – und setzt beim morgendlichen Konzert in der prächtigen Aula der Alten Universität mit einer plastischen Interpretation von Béla Bartóks 3. Streichquartett die Messlatte hoch. Zwei Namen, die man sich merken sollte, sind Charlotte Thiele (Violine) und Hans Greve (Kontrabass). Im Duo concertante von Krzysztof Penderecki, das den Kontrabass in extreme Höhen treibt und auch von der Violine vertrackte Figuren fordert, begeistern die beiden mit Musikalität und Bühnenpräsenz. In Bohuslav Martinůs selten zu hörendem Nonett Nr. 2 vereinigen sich gleich neun Festivalcampus-Mitglieder zu einem hochkarätigen Ensemble.

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