Christina Schimmer
GIGANT MIT GESCHICHTE
Deutschlands größtes Akkordeon steht im Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen und war Teil einer weltweit tourenden Revue
Das Riesenakkordeon, das im Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen steht, hat einen Namen: Es heißt Doorlay und ist nach seinem Auftraggeber Curt William Doorlay benannt. Der wurde 1891 als Kurt Wilhelm Disselbach in Königsberg geboren und war Manager einer weltweit tourenden Revue, des sogenannten „Tropen-Expreß“. Zur Revue gehörten 150 Künstlerinnen und Künstler, Tänzerinnen, Artisten, ein Orchester und exotische Tiere wie Elefanten, Raubkatzen und Schlangen. Eine neue Attraktion sollte das überdimensional große Akkordeon werden. Disselbach, der sich aus Gründen der Internationalität in Doorlay umbenannt hatte, gab den Auftrag im Jahre 1937 an die Firma Glaß-Magister in Klingenthal/Zwota. Das Riesenakkordeon wurde gebaut und war damals das größte spielbare Akkordeon der Welt – mit Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde. Es war zwei Meter hoch und ausgezogen zwei Meter breit.
Lesen Sie weiter in Ausgabe 5/2026.

