Bernd Aulich
ESSEN: Die Alpensinfonie als Gipfelpunkt
Die Essener Philharmoniker polieren ihren Ruf als Strauss-Orchester allererster Güte auf
Dieses Werk ist monströs. Schon in der Besetzung setzt die Alpensinfonie unerhörte Maßstäbe. Ein Sinfonieorchester mit 125 Musikern hat sich Richard Strauss 1915 zur Uraufführung der Dresdner Hofkapelle in der Berliner Philharmonie ausbedungen. Typisch wilhelminischer Größenwahn, könnte man meinen; und der Komponist – ein Kind seiner Zeit – schuf diese achte und letzte sinfonische Dichtung im ersten Kriegswinter des Ersten Weltkriegs fernab vom Schlachtenlärm der Front in seiner behaglichen Villa in Garmisch. Die Alpen vor der Haustür immer im Blick.
Aber abgeschmackt wirkt dieses Jahrhundertwerk trotz seiner bombastischen Besetzung heute mitnichten.
Lesen Sie weiter in Ausgabe 3/2026.

