Ingo Hoddick
DUISBURG: Charismatischer Gastkünstler
Im zweiten Philharmonischen Konzert stellte sich der Star-Mandolinist Avi Avital als Duisburgs aktueller Artist in Residence vor
Die Mandoline entstand im 17. Jahrhundert in Italien, dort entwickelte sich vor allem Neapel zu einem Mandolinen-Hotspot. Die klassische Mandoline wird deshalb auch als neapolitanische Mandoline bezeichnet. Das etwa 60 Zentimeter lange Instrument hat einen birnenförmigen Korpus mit einer flachen Decke mit einem Schallloch und einem runden Boden. Der Hals ist wie bei der Gitarre mit Bünden versehen und die vier Doppelsaiten sind wie bei der Violine gestimmt. Die Mandoline zählt zu den Sopraninstrumenten, ihr Klang ist zart, hell und obertonreich. Seit einigen Jahren kehrt sie in den klassischen Konzertbetrieb zurück, auch dank einiger charismatischer Menschen, die sie immer beliebter machen. Darunter ist der 1978 in Israel geborene Avi Avital, Duisburgs aktueller Artist in Residence, der sich im Oktober im zweiten Philharmonischen Konzert vorstellte. Er spielt auf einer Mandoline, die er selbst für seine Zwecke in Zusammenarbeit mit dem israelischen Geigenbauer Arik Kerman entwickelt hat.
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