Kirsten Liese
BREGENZ: Auf dem Wasser und zu Lande
Bregenzer Festspiele: Differenzierte Leistung auf Seebühne und Festspielhaus – „La Traviata" und „Die Ausflüge des Herrn Brouček"
Eine intime Liebesoper ist keine ideale Wahl für eine Freilichtbühne, noch dazu für eine so riesige. Allerdings muss sie nicht unweigerlich derart unterkühlt ausfallen wie die erste La Traviata in der Geschichte der Bregenzer Festspiele, die in diesem Sommer ihr 80-jähriges Bestehen feierten.
Ein zersplitterter Spiegel dominiert Paolo Fantins Bühne, sinnbildlich für das zerbrochene Leben Violettas, die, von Krankheit gezeichnet, jenseits der großen Feste einsam dem Tod entgegengeht. Doch tut es dem Drama nicht gut, dass Regisseur Damiano Michieletto die Protagonist:innen auf große Distanz hält, liegen doch große Gefühle und Leidenschaften, die es durchdringen, auf Eis.
Lesen Sie weiter in Ausgabe 11/2026.

