Christoph Schulte im Walde
BIELEFELD: Es geht auch klein
Gelungenes Experiment: Ligetis „Le Grand Macabre“ als halbszenische Aufführung
Der Tod erwacht zu neuem Leben und entsteigt seinem finsteren Grab. Seine brutale Mission: die restlose Zerstörung der Welt! Vollmundig annonciert er die Kollision des Planeten mit einem wuchtigen Kometen, danach sei dann Schluss mit der Menschheit. – Dies der Ausgangspunkt der durch und durch skurrilen, grotesken Geschichte, die György Ligeti in seiner Oper Le Grand Macabre entfaltet. Der „Macabre“, das ist der Sensenmann, der hier den Namen Nekrotzar trägt und zur Erfüllung seines Plans als Kompagnon den versoffenen Piet vom Fass einspannt. Zuerst geht’s in das Haus des Hofastrologen Astradamors, anschließend zum Fürsten Go-Go, Oberhaupt von Breughelland mit seinen Ministern und dem gemeinen Volk.
Lesen Sie weiter in Ausgabe 5/2026.

