Frauke Adrians
BERLIN: Schwarz und Sacre
Das DSO Berlin nimmt mit einem Auftragswerk die Afrodiaspora in den Fokus
Uraufführungen sind Kassengift? Stimmt nicht. Jedenfalls dann nicht, wenn sie die Aura des Nochniedagewesenen, Klassik-Folk-Lounge-Grenzen-Sprengenden umweht. Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) präsentierte ein neues Werk der afroamerikanischen Komponistin Jessie Montgomery, eine Auftragskomposition, in zwei Konzerten in der Philharmonie und lud sich als Solisten den südafrikanischen Cellisten und Sänger Abel Selaocoe ein.
Eingebettet war die Uraufführung – als Auftakt eines „Casual Concert“ am 20. und als Mittelstück eines Sinfoniekonzerts am 21. März – in den Afrodiaspora-Schwerpunkt der DSO-Saison 2025/26. Afrodiaspora meint: Hier geht es um Werke von und mit Komponistinnen und Musikern, die Wurzeln in Afrika haben, aber infolge von Sklaverei oder mehr oder minder freiwilliger Migration anderswo leben.
Lesen Sie weiter in Ausgabe 5/2026.

