Claudia Irle-Utsch
WUPPERTAL: Spagat auf Messers Schneide
An der Oper Wuppertal kommt „The Lodger“ auf die Bühne
Die Szenerie ist statisch, die Bewegtheit spiegelt sich im Innenleben der Figuren und in der Musik. Ungemütlich ist es. Nasskalt auf den Straßen von London, frostig in der guten Stube. Den Buntings fehlen die Mittel zum Heizen; einzig die Tasse Tee wärmt den Leib, die Seele. Kommod ist auch die Möblierung nicht. Ein paar Stühle, ein Tischchen, die Anrichte – hier spielt das karge Leben von Emma und George. Beständig tickt die Standuhr, ihr Pendel schlägt hin und schlägt her. Graue Tristesse. Plötzlich keimt Hoffnung: Ein Fremder nimmt die Offerte an, das freie Zimmer im Obergeschoss als Untermieter zu nutzen. Das bringt einen seltsamen Schauder ins Haus. Denn die Buntings beherbergen einen vom Irrsinn getriebenen Killer.
Draußen bestimmt der „Ripper“ die Headlines, drinnen befindet sich das Paar in einer vertrackten Situation.
Lesen Sie weiter in Ausgabe 6/2026.

