Bernd Aulich
DÜSSELDORF: Magie und Melancholie der Metropole
Astor Piazzollas Tango Operita „María de Buenos Aires“ flutet die Rheinoper mit einer profanen Passion
Heilige und Hure. Das ist die profane Umkehr einer Passionsgeschichte. María de Buenos Aires heißt Astor Piazzollas Tango Operita, sein 1968 unter extrem bescheidenen Umständen in der argentinischen Metropole uraufgeführtes, einziges Werk für die Opernbühne. Dafür verkaufte der Erfinder des Tango Nuevo seinen alten Fiat. Und er „gab auch noch den letzten Pfennig aus“, um diesem Werk den Weg zu ebnen.
Eine Traumkaskade ist dieses eigenwillige, heute landauf, landab gespielte Bühnenwerk im Gerüst einer überkommenen Nummernoper. Kaum ein Haus hat das so gut erkannt wie die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf.
Lesen Sie weiter in Ausgabe 4/2026.

