Karsten Blüthgen

DRESDEN: Wenn sich Freiheitsträume in Todesangst wandeln

Im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus brachten die Dresdner Philharmonie und Schauspieler Ulrich Noethen das Melodram „Der Reisende“ bewegend zur Uraufführung

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 2/2026 , Seite 56

„Paris! Paris!!! Nach Paris!!! Freiheit!“ – Der Chor brauste unruhig, doch war das Begeisterung? Das Orchester mit grellen Streichern steigerte die Erregung zu einem Aufschrei, der kaum Gutes verhieß. Einen „dissonanten Urklang, eine Art Rammbock“ nennt der Komponist diesen Einstieg. Hier ging es um Flucht. Freiheitsträume wandelten sich in Todesangst.
Eine Angst, die am 9. November in Dresden intensiv nachzuempfinden war im Melodram Der Reisende von Jan Müller-Wieland. Die Uraufführung am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus (Leitung Gergely Madaras) fand im Rahmen der Sonderreihe „80 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges“ der Dresdner Philharmonie statt.

Lesen Sie weiter in Ausgabe 2/2026.

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