Claudia Irle-Utsch

BONNS MUSIKALISCHES WOHNZIMMER

Die Beethovenhalle wurde nach fast zehnjähriger ­kostenträchtiger Sanierung wiedereröffnet

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 2/2026 , Seite 26

Da steht sie nun. Trotz allem und weiter noch. Die Beethovenhalle in Bonn, fast ausgemustert, beinahe abgerissen, aber am Ende – koste es, was es wolle – erhalten, wurde im Dezember 2025 wiedereröffnet. Glanzvoll: mit einem Konzert, das Tradition (Beethoven) und Gegenwart (Sara Glojnarić) vereint und mit Mahlers Auferstehungssinfonie ein Ausrufezeichen setzt. Denn sie ist tatsächlich auferstanden, die gute alte Halle am Ufer des Rheins, die lange bewährte und dann doch zu sehr in die Jahre gekommene Heimat des Beethoven Orchesters Bonn und des Beethovenfests. Sie war regelmäßig Gastgeberin für Spitzenorchester und Top-Dirigenten aus aller Welt, galt als traditionelle Hochburg des Bonner Karnevals. Vier Bundespräsidentenwahlen fanden unter dem gemütlich gerundeten Kuppeldach statt: die von Walter Scheel (1974), Karl Carstens (1979) und Richard von Weizsäcker (1984 und 1989).
Nun präsentiert sich das multifunktionale Haus gründlich aufpoliert.

Lesen Sie weiter in Ausgabe 2/2026.

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