Bernd Alois Zimmermann

Orchesterwerke: Impromptu/Photoptosis/Stille und Umkehr

Partitur und Kritischer Bericht, Gesamtausgabe, hg. von Benjamin W. Bohl, Hemma Jäger, Felix Marzillier, Katharina Schlosser u. a.

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 70

Der Dirigent Kirill Petrenko gab auf die Frage, welchem verstorbenen Komponisten er gerne begegnen würde, die frappierende Antwort: „Bernd Alois Zimmermann […], ich hätte da noch ein paar Fragen“. Dem Manne kann geholfen werden: Jetzt ist der erste Band der historisch-kritischen Gesamtausgabe der Werke Bernd Alois Zimmermanns erschienen, die bisher unberücksichtigte Quellen sowie den aktuellen Read more about Orchesterwerke: Impromptu/Photoptosis/Stille und Umkehr[…]

Michael Wolfssohn

Genie und Gewissen

Herbert von Karajan zwischen Musik und Nationalsozialismus

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 69

Das „Wunder Karajan“ wurde vor allem von der NSDAP-treuen Presse erfunden und setzte sich als beispiellose Karriere auch nach 1945 fort. Karajan wurde zu einem der künstlerisch herausragenden, mit mehr als 300 Millionen zu Lebzeiten verkauften Tonträgern der kommerziell erfolgreichste Dirigent aller Zeiten. An (kontroverser) Karajan-Literatur ist indes kein Mangel. Der Historiker und Publizist Michael Read more about Genie und Gewissen[…]

Elena Yakovich

Zu zweit

Irina Antonowna Schostakowitsch – Mein Leben mit Dmitri Schostakowitsch; aus dem Russischen von Mark Heyer

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 69

Über 50 Jahre ist Dmitri Schostakowitsch nun nicht mehr unter uns. Seine Witwe Irina Antonowna Schostakowitsch jedoch lebt noch; sie ist 90 Jahre alt. Lange hatte sich die Kulturjournalistin Elena Yakovich gewünscht, mit Irina Antonowna zu sprechen und mit ihr einen Film über das Leben mit Schostakowitsch zu drehen, doch die Witwe war nicht daran Read more about Zu zweit[…]

Susan Youens

Der ganze Hugo Wolf

Herausgegeben von der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie für Gesang, Dichtung, Liedkunst e. V., Stuttgart

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 68

Grundlage dieser Veröffentlichung sind 16 Konzerte mit 316 Liedern in einem Zeitraum von sieben Jahren – ausschließlich Klavierlieder eines Komponisten. Das ist für sich genommen schon ein äußerst ambitioniertes Unterfangen: Es braucht Künstler:innen, die bereit sind, außerordentlich tief in das Werk des Komponisten einzutauchen, es braucht wissenschaftliche Begleitung, die sich nicht nur kurz Allgemeingedanken im Read more about Der ganze Hugo Wolf[…]

Irmlind Capelle

Albert Lortzing

Eine Annäherung in 77 biografischen Stationen

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 68

Auf heutigen Spielplänen tauchen die überwiegend heiteren Meisteropern von Albert Lortzing wie Zar und Zimmermann und vor allem Der Wildschütz leider kaum noch auf. Das ändert sich vielleicht wieder in diesem Jubiläums-Jahr 2026, denn am 21. Januar war Lortzings 175. Todestag und am 23. Oktober folgt sein 225. Geburtstag. Da kommt dieses neue Standardwerk von Read more about Albert Lortzing[…]

Frauke Adrians

BERLIN: Schwarz und Sacre

Das DSO Berlin nimmt mit einem Auftragswerk die Afrodiaspora in den Fokus

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 65

Uraufführungen sind Kassengift? Stimmt nicht. Jedenfalls dann nicht, wenn sie die Aura des Nochniedagewesenen, Klassik-Folk-Lounge-Grenzen-Sprengenden umweht. Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) präsentierte ein neues Werk der afroamerikanischen Komponistin Jessie Montgomery, eine Auftragskomposition, in zwei Konzerten in der Philharmonie und lud sich als Solisten den südafrikanischen Cellisten und Sänger Abel Selaocoe ein. Eingebettet war die Uraufführung Read more about BERLIN: Schwarz und Sacre[…]

Werner Kopfmüller

LEIPZIG: Beklemmend und bekenntnishaft

Dennis Russell Davies dirigiert beim MDR-Sinfonieorchester Werke von Angst und Tod

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 64

Das MDR-Sinfonieorchester stellt seine Konzerte gerne unter ein Motto. „Seelenleben“ ist das Programm am 1. März betitelt, womit die beiden sinfonischen Schwergewichte des Abends hinreichend vieldeutig beschrieben sind. Dass Peter Tschaikowsky mit der Komposition seiner 6. Sinfonie, der Pathétique, ein requiemhaft gestimmtes Zeugnis seines finalen Seelenzustands ablegte, ist von der Forschung längst widerlegt worden. Denn Read more about LEIPZIG: Beklemmend und bekenntnishaft[…]

Bernd Aulich

GELSENKIRCHEN: Musik beflügelt Zelluloid

Das Verhältnis von Orchester und Film beleuchtet Rasmus Baumann raffiniert mit der Neuen Philharmonie Westfalen

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 63

Filmmusik? Darüber ist schnell ein Urteil gefällt. Als trivial gilt sie gemeinhin. Als Erich Wolfgang Korngold im amerikanischen Exil den Soundtrack zu Hollywood-Streifen komponierte, sah er sich daheim in Österreich Schmähungen ausgesetzt. Bildungsbürgerliche Einfalt hat Rasmus Baumann, den Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen, nicht gehindert, der Filmmusik eine eigene Konzertreihe unter dem Motto „NPW goes Read more about GELSENKIRCHEN: Musik beflügelt Zelluloid[…]

Ralf-Thomas Lindner

HANNOVER: Begegnung

Die NDR Radiophilharmonie setzt Werke von Schumann und Tschaikowsky in Beziehung

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 62

St. Petersburg ist ein großes kulturhistorisches Museum, erinnert sich der Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie, Stanislav Kochanovsky, an seine dortige Studienzeit. Überall begegnen einem Statuen, Museen und ehemalige Herbergen so bedeutender Kulturschaffenden wie etwa Fjodor Dostojewski oder Pjotr Iljitsch Tschaikowsky. Tschaikowsky verehrt und bewundert seinen 30 Jahre älteren Komponistenkollegen Robert Schumann in einem Zeitungs-Feuilleton: „Man kann Read more about HANNOVER: Begegnung[…]

Claudia Irle-Utsch

STUTTGART: Das Vertraute im Fremden entdecken

Das Ensemble Constantinople verwob beim Bachfest Stuttgart die Werke von Johann Sebastian Bach und Omar Khayyam

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 61

Vier Zeilen genügen dem Dichter, um einen Kosmos zu öffnen. Sein Blick sucht nach dem, was hinter den Dingen liegt – in den Weiten des Universums und in dem Mysterium, dass „zwischen dir und mir“ alles, aber auch nichts möglich sein kann. Der persische Gelehrte Omar Khayyam (1048–1131) erforschte als Astronom, wie Himmelswelten das Erdenleben Read more about STUTTGART: Das Vertraute im Fremden entdecken[…]

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