Antje Rößler

BERLIN: Krieg, Reue udn Erlösung

Der Rundfunkchor Berlin singt a cappella im Zeichen der Hoffnung

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 7-8/2026 , Seite 65

Der Schwerpunkt des Rundfunkchors Berlin liegt eigentlich auf chorsinfonischem Repertoire. Mitte Mai lud das Ensemble jedoch zu einem seiner raren A-cappella-Auftritte ein. Das Programm umfasste katholisch konnotierte Chormusik aus den vergangenen hundert Jahren. Man setzte auch bei den Solist:innen auf Kräfte aus den eigenen Reihen. Am Pult stand Benjamin Goodson, der die Sänger:innen schon aus Read more about BERLIN: Krieg, Reue udn Erlösung[…]

Corina Kolbe

BERLIN: Inspiriert von Vokalkünstlern der Lüfte

Der Rias Kammerchor singt mit den Vögeln

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 7-8/2026 , Seite 64

Wie kaum ein anderes Lebewesen ist der Vogel mit den menschlichen Vorstellungen von Gesang verbunden. Komponisten aller Epochen haben sich durch Zwitschern, Flöten und Tirilieren zu eigenen Schöpfungen anregen lassen. In Beethovens Pastorale kann man etwa dem Kuckuck, der Wachtel und der Nachtigall lauschen, und Olivier Messiaen setzte nicht nur heimischen, sondern auch exotischen Piepmätzen Read more about BERLIN: Inspiriert von Vokalkünstlern der Lüfte[…]

Claudia Irle-Utsch

BOCHUM: Im Namen des Guten

Bei Grossmans „Leben und Schicksal“ kooperieren die Bochumer Symphoniker mit dem Schauspielhaus: auf ein Kammerspiel des Grauens folgt Schostakowitschs 10. Sinfonie

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 7-8/2026 , Seite 63

Was ist der Mensch? Und was macht es mit ihm, wenn die Mächtigen ihn zur Ohnmacht verdammen? Hält er fest am Guten, Schönen, Wahren oder verliert er Rückgrat und Mitgefühl, um die eigene Haut zu retten? Wo zeigt sich das Menschliche im Menschen und wo wird er zum Wolf? – Es sind universelle Fragen, auf Read more about BOCHUM: Im Namen des Guten[…]

Johannes Mundry

KASSEL: Im ewig deutschen Wald

Eine Opernuraufführung, die nicht wehtut: Zornfried von Philipp Krebs und Jörg-Uwe Albig

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 7-8/2026 , Seite 62

Mit großem Spektakel wurde am 31. Oktober 2025 das „Interim“ eröffnet, die Ersatzspielstätte für das Kasseler Opernhaus, das für Jahre wegen Renovierung geschlossen bleiben muss. Der kubische Bau in der Nähe des Auestadions bietet vielfältige Möglichkeiten der Bespielung, ganz nach dem Geschmack der Theaterleitung, die ein sehr weites Verständnis von Oper hat – in ihr Read more about KASSEL: Im ewig deutschen Wald[…]

Wolf-Dieter Peter

EINMAL WAGNER – IMMER WAGNER?

Ein Kommentar von Wolf-Dieter Peter

Rubrik: Thema
erschienen in: das Orchester 7-8/2026 , Seite 16

Sie suchen das originale No¯-Theater? Da gibt es in Japan mehrere, aber nur eine höchst traditionsreiche Institution, im 14.Jahrhundert von einem Meister gegründet, derzeit in der 26. Generation von seinen Nachkommen geleitet. Und jetzt spiegelbildlich: Wagner am Originalort? Da ist Bayreuth unumgänglich und jetzt sind dort „150 Jahre“ zu feiern. Also: Wagner forever? Zwar gibt Read more about EINMAL WAGNER – IMMER WAGNER?[…]

Verena Großkreutz

STUTTGART: Zwischen zwei Welten, das Herz geteilt

An der Stuttgarter Staatsoper wurde die Oper „Station Paradiso“ von Sara Glojnarić uraufgeführt

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 7-8/2026 , Seite 61

Eruptive, pulsierende, brodelnde, explosive Klänge, glitzernd, knisternd, quirlig, hämmernd, schreiend, schillernd; sich ständig verwandelnd, plötzlich schnell geschnitten; mal gleichzeitig, mal nacheinander. Die Partitur ist komplex: für Orchester, drei Synthesizer, dazu Tonbänder, Samples, Elektronik. Eingebettet darin Sprechgesang, operesker Gesang, Lieder, Chorisches (musikalische Leitung: Peter Rundel). Ein unruhiger Klangstrom, in den man in der Staatsoper Stuttgart, wo Read more about STUTTGART: Zwischen zwei Welten, das Herz geteilt[…]

Wolf-Dieter Peter

MÜNCHEN: Moderne Szene für Altes

Elisabeth I. und Mary Stuart in der Uraufführung von Brett Deans „Of one Blood“ an der Bayerischen Staatsoper

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 7-8/2026 , Seite 60

Während andere Opernhäuser gegenwärtige Zeiterscheinungen auf den Spielplan bringen (z. B. Nürnberg mit der Uraufführung der Mafia-Oper Cosa Nostra oder Frankfurt mit der Uraufführung Battaglia – Die Frauen von Palermo für die Opfer der sizilianischen ‘Ndrangheta), wendet sich die Münchner Staatsoper dem 16. Jahrhundert mit Elisabeth I. und Mary Stuart zu. Wenn die beiden Rivalinnen Read more about MÜNCHEN: Moderne Szene für Altes[…]

Roland Dippel

HILDESHEIM: Bunt und frei auch im Orchester

Am Theater für Niedersachsen gelangte die Bearbeitung von Stewart Wallaces „Harvey Milk reimagined“ zur deutschen Erstaufführung

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 7-8/2026 , Seite 59

Der am 27. November 1978 zusammen mit dem Bürgermeister George Moscone in San Francisco ermordete Queer-Aktivist Harvey Milk gehört zu den schwulen Ikonen des 20. Jahrhunderts. Die biografische Oper Harvey Milk reimagined von Stewart Wallace mit Abstechern zur queeren Sozial- und Sittengeschichte wurde zum satten Ereignis. Ältere erinnern sich an die Dortmunder Europa-Premiere 1998. Der Read more about HILDESHEIM: Bunt und frei auch im Orchester[…]

Jürgen Gahre

OSNABRÜCK: Im Schatten von Stars and Stripes

André Previns „Endstation Sehnsucht (A Streetcar Named Desire)" zeigt Parallelen zur Gegenwart auf

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 7-8/2026 , Seite 58

Es ist ja nicht nur eine literarische Vorlage, auf der das Libretto von Streetcar Named Desire basiert, sondern eben auch deren Verfilmung: Das 1947 in New York uraufgeführte Schauspiel von Tenessee Williams und der Film mit Vivien Leigh und Marlon Brando haben Streetcar (im Deutschsprachigen Raum als Endstation Sehnsucht bekannt) weltberühmt gemacht. Als der enorm Read more about OSNABRÜCK: Im Schatten von Stars and Stripes[…]

Uwe Kraus

HALBERSTADT: Theaterwelt aus den Fugen

Anders als man es kennt: Das Harztheater bringt „Das Phantom“ auf die Bühne

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 7-8/2026 , Seite 57

Ein letzter Schuss fällt, den Vorhang ziert ein blutiger Fleck. Erik stirbt auf den Stufen der Pariser Oper. Nach wenigen Sekunden traurigen Innehaltens bricht sich der Beifall im Harztheater Bahn. Das Publikum feiert das Halberstäder Musiktheater-Ensemble für die Erstaufführung eines Musicals, das bisher auf keiner Bühne mit festem Ensemble im deutschen Sprachraum zu erleben ist: Read more about HALBERSTADT: Theaterwelt aus den Fugen[…]

Page Reader Press Enter to Read Page Content Out Loud Press Enter to Pause or Restart Reading Page Content Out Loud Press Enter to Stop Reading Page Content Out Loud Screen Reader Support