Ludwig van Beethoven

Trios für Klavier, Violine und Violoncello op. 1

Urtext, hg. von Jonathan Del Mar, Partitur und Stimmen

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 68

Kaum ein anderer Komponist hat seine künstlerische und speziell seine kompositorische Karriere so minutiös geplant wie Ludwig van Beethoven. Wesentlich am Klavier sozialisiert, hat er sich den anderen, größeren Werkgattungen sehr behutsam und mit kluger Überlegung genähert. Betrachtet man zudem die Zusammenstellung der Werke zu einzelnen Gruppen, etwa in den noch zu Bonner Zeiten entstandenen Read more about Trios für Klavier, Violine und Violoncello op. 1[…]

Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 3

Einrichtung für Klavierquartett von Ferdinand Ries und einem anonymen Bearbeiter, hg. von Guido Johannes Joerg, Partitur

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 67

Die erste Schallplattenaufnahme einer Sinfonie ist die von Beethovens fünfter durch Arthur Nikisch und die Berliner Philharmoniker 1913. Das war mehr als 100 Jahre nach der Entstehung des Werks. Die klingende Begegnung mit Beethovens Sinfonien war also ein gutes Jahrhundert nur durch den Konzertbesuch mit der Originalfassung oder das häusliche Spielen oder Hören von Bearbeitungen Read more about Sinfonie Nr. 3[…]

Otto Dessoff

Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello E-Dur op. 11

Hg. von Joachim Draheim

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 67

Es gibt inzwischen kaum ein Bundesland, das seine Komponis- tinnen und Komponisten nicht dadurch ehrt, dass landesinterne Gesellschaften mit ihren zahlreichen Publikationsreihen deren Werke einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Und so gab erst jüngst die Gesellschaft für Musikgeschichte in Baden-Württemberg das Streichquartett E-Dur op. 11 von Otto Dessoff heraus. 1835 in Leipzig geboren, ist er Read more about Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello E-Dur op. 11[…]

Joseph Haas

Streichquartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello g-Moll op. 8

Hg. von Norbert Florian Schuck, Partitur und Stimmen

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 66

Noch vor 70 Jahren war Joseph Haas eine zentrale Figur des deutschen Musiklebens und ein vielgespielter Komponist an den Opernhäusern der Nachkriegszeit in West- und Ostdeutschland. Als Schüler von Max Reger und Mitinitiator der Donaueschinger Musiktage scheint Joseph Haas damals das Kunststück gelungen zu sein, zeitgleich als „fortschrittlich“ und breitenwirksam zu gelten. Als Komponist und Read more about Streichquartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello g-Moll op. 8[…]

Stefan Heucke

Quintett op. 25

für Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass und Klavier, Partitur und Stimmen

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 66

Die Werke Stefan Heuckes werden von ihm selbst in einem Raum des „Dazwischen“ verortet, zwischen Traditionsbezug und zeitgenössischer Moderne. Das Denken in musikalischen Gattungen ist für ihn konstitutiv. In seinem Verfahren einer „synthetischen Tonalität“ sind tonale Klangeigenschaften und Aspekte der Reihentechnik ineinander aufgehoben. Heuckes Komponieren findet in permanenter Auseinandersetzung mit der Kompositionsgeschichte statt. Er beschränkt Read more about Quintett op. 25[…]

Ofer Waldman

Singularkollektiv

Erzählungen

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 65

Der eigentlich paradoxe Titel Singularkollektiv umbeschreibt den Beruf des Orchestermusikers ziemlich zutreffend. Man spielt als einzelnes Individuum ein Orchester- instrument, aber ohne seine Mitmusiker:innen kann man als großes Kollektiv, als Orchester nicht in Erscheinung treten. Und so muss sich jeder Einzelne im Kollektiv eines Orchesters stets bewähren, anpassen und sich dabei immer auch ein wenig Read more about Singularkollektiv[…]

Caroline Wiese

Musiktheater im Legitimationsdiskurs

Strategien und Strukturen in Musiktheaterkritiken zwischen 1987 und 2007

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 65

„Legitimationsstrategien im Musiktheater erweisen sich als widersprüchlich, gattungsübergreifend und universell“ ist die Quintessenz von Caroline Wiese über ihr Thema. Bei den von Wiese analysierten und verglichenen Texte fällt die große Breite der Auswahl aus regionalen und überregionalen Tageszeitungen auf. Wieses Suche nach etwas, was man als „genre-immanente Methode zur Aufgabenbewältigung“ bezeichnen kann, liefert ihrer umfangreichen Read more about Musiktheater im Legitimationsdiskurs[…]

Arno Lücker

250 Komponistinnen

Frauen schreiben Musikgeschichte

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 64

Die Welt der Klassischen Musik entfernt sich vom Althergebrachten. Neben Beethoven oder Verdi tauchen immer mehr Komponistinnen in den Programmen der Konzert- und Opernhäuser auf. Was lange nur ein Anliegen der feministischen Musikwissenschaft war, kommt nun im Mainstream an. Emsig werden die Archive durchforstet, um Partituren von Frauen dem Staub der Vergangenheit zu entreißen. Welche Read more about 250 Komponistinnen[…]

Florian Amort (Hg.)

500 Jahre gelebte Tradition

Das Bayerische Staatsorchester

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 64

500 Jahre Bayerisches Staatsorchester: Die aktuelle Spielzeit der Bayerischen Staatsoper steht ganz im Zeichen dieses großen Jubiläums. Aus diesem Anlass hat nicht nur der aktuelle General-Musikdirektor Vladimir Jurowski Festkonzerte dirigiert, sondern es wurden auch alle lebenden Vorgänger in dieser Position eingeladen. Doch da gibt es ein Problem: Die runde Jubelzahl ist ziemlich willkürlich gewählt. Sie Read more about 500 Jahre gelebte Tradition[…]

Christian Schütte

HANNOVER: Leidenschaft für Raritäten

Überzeugender Einstand von Stanislav Kochanovsky bei der NDR Radiophilharmonie

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2024 , Seite 61

Stanislav Kochanovsky übernimmt zur kommenden Saison die Position des Chefdirigenten der NDR Radiophilharmonie in Hannover. Noch vor Antritt seines neuen Amtes dirigierte er sein künftiges Orchester in einem Programm, das in mehrfacher Hinsicht eine Visitenkarte seiner Vorlieben und Leidenschaften darstellte. Kochanovskys Einstand im Großen Sendesaal in Hannover bestand aus drei selten zu hörenden Kompositionen. Zwischen Read more about HANNOVER: Leidenschaft für Raritäten[…]