Andreas Hauff

MAINZ: Ab in die Vergangenheit

Nach 93 Jahren endlich auf der Bühne: Julia Kerrs Science-Fiction-Oper „Der Chronoplan“ am Mainzer Staatstheater

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 53

Albert Einstein, der berühmte Physiker, trat 1915/16 in Berlin mit seiner Allgemeinen Relativitätstheorie an die Öffentlichkeit. Seine Kontakte zu Luftverkehrsunternehmen beflügelten die Fantasie der Zeitgenossen. Ende der 1920er Jahre schrieb der renommierte Theaterkritiker und Literat Alfred Kerr ein Opernlibretto für seine Frau, die Komponistin Julia Kerr (geb. Weismann, 1898–1965). Darin hat Einstein eine Zeitmaschine, den Read more about MAINZ: Ab in die Vergangenheit[…]

Antje Rößler

BERLIN: Hundert Jahre „Wozzeck“

Die Berliner Staatsoper feiert das Jubiläum von Alban Bergs Meisterwerk mit der Wiederaufnahme einer zeitlosen Inszenierung von Andrea Breth

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 52

1921 setzte Alban Berg den Schlussstrich unter seinen Wozzeck. Die erste atonale Oper galt zunächst als unspielbar. Zudem war die finanzielle Lage nach Krieg und Inflation schwierig, sodass die Partitur schließlich nur mit Unterstützung von Alma Mahler-Werfel gedruckt werden konnte. Erst am 14. Dezember 1925 ging die Uraufführung unter Erich Kleiber in der Staatsoper Unter Read more about BERLIN: Hundert Jahre „Wozzeck“[…]

Gerald Mertens

VOLLER KLANG

Ohne Orgel, aber mit besserer Akustik: Das runderneuerte Konzerthaus am Kieler Schloss ist eröffnet

Rubrik: Zwischentöne
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 48

Mit einem gewissen Stolz öffnet der Orchestervorstand des Philharmonischen Orchesters Kiel die Glastür zum Backstagebereich im „Konzerthaus am Schloss“. Es riecht nach frischer Farbe, ein paar Lampen fehlen noch, aber Flure, Treppenhäuser und Räume strahlen ganz in Weiß. Wie in der Berliner Philharmonie gibt es einen Green Room, auch weiß gestrichen, aber mit Förde­blick. Für Read more about VOLLER KLANG[…]

Frauke Adrians

UNTERRICHTEN ALS PLAN B

„MiKADO-Musik“-Studie sagt massiven ­Mangel an Musikschullehrkräften voraus

Rubrik: Zwischentöne
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 46

Der Deutsche Musikrat und seine Partner schlagen Alarm: „500.000 Schüler:innen verlieren ihren Musikschulunterricht!“, betitelten sie gegen Jahresende eine Pressemitteilung, die zur Novemberstimmung passte. Anlass war die Veröffentlichung der Studie MiKADO-Musik, wobei „Mikado“ eine sehr gewollte Abkürzung für „Mangel an Nachwuchs im Künstlerisch-Pädagogischen Bereich an Ausbildungsinstituten in Deutschland und Oesterreich“ darstellt. „Alarmierend und erschreckend“ nannte die Read more about UNTERRICHTEN ALS PLAN B[…]

Gerald Mertens

SIE IST WIEDER DA

Beethovenhalle Bonn nach fast zehn Jahren ­Renovierung feierlich eröffnet

Rubrik: Zwischentöne
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 44

„Danke, Bonn!“, so der erleichterte Ausruf des Bonner GMD Dirk Kaftan zu Beginn seiner kurzen, emphatischen Rede an das Publikum. Er sprach damit vielen Menschen in der restlos ausverkauften Beethovenhalle aus der Seele. Sehr lange haben die Beteiligten auf diesen Tag hingearbeitet und das Beethoven Orchester mit seinem Publikum entsprechend sehnsüchtig gewartet. Man schaue nun Read more about SIE IST WIEDER DA[…]

Andreas Graf

IM PROBEJAHR

Ein satirischer Blick aus dem Orchesteralltag

Rubrik: Takt & Tücke
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 36

Frisch in einem Unternehmen zu sein, ist so eine Sache. Zuerst profitiert man vom Neuheitseffekt: Alle begegnen einem mit Neugier und wohlwollender Freundlichkeit. Doch schon nach wenigen Wochen, im grauen Berufsalltag, kann sich das Blatt wenden: Neid, Missgunst sowie politisch motiviertes Gerüchte- und Diffamierungsgeplänkel sind im sensiblen Machtgefüge einer Belegschaft keine Seltenheit. Ruckli kennt das Read more about IM PROBEJAHR[…]

Frauke Adrians

ZURÜCK AUF DIE BÜHNE

Symposium der Musikermediziner rückte die ­Rehabilitation in den Mittelpunkt

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2022 , Seite 32

Die Bühne ist voller Gerümpel. Möbel stapeln sich, Regalbretter liegen herum, Stuhlbeine ragen in die Luft, Tischplatten bilden schräge Ebenen. Aus Sicht des Arbeits- und Gesundheitsschutzes ein Alptraum von einem Bühnenbild – erst recht, wenn die Regie möchte, dass der Opernchor während der Aufführung von Queen Mary of Scots darin herumklettert. Verletzungsgefahr! Stolper- und Sturzrisiko! Read more about ZURÜCK AUF DIE BÜHNE[…]

Jan Kutscher

WIENERISCH IN TEL AVIV

Wie Robert Stolz die Israelis wieder mit der deutschen ­Sprache in der Musik versöhnte

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 28

Vor gut 50 Jahren, am 27. Juni 1975, starb in Berlin der am 25. August 1880 in Graz geborene Komponist und Dirigent Robert Stolz. Die längste Zeit seines Lebens lebte und wirkte er in Wien. Seine erfolgreichste Zeit hatte er – nicht zuletzt aufgrund des gegen Ende der 1920er Jahre aufkommenden Tonfilms – in Berlin. Read more about WIENERISCH IN TEL AVIV[…]

Marco Frei

WERKSTATT DES HUMORS

Der Palazzetto Bru Zane feierte in Paris den 200. ­Geburtstag von Hervé und lud zu Musiktheater-­Wiederentdeckungen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 24

Über Humor lässt sich bekanntlich streiten. Worüber gelacht wird, ist ein weites Feld. Vieles kommt da zusammen, nicht nur die jeweilige Persönlichkeitsstruktur, sondern bisweilen auch eine Art nationale Kollektiv-Mentalität. Wer sich mit der französischen Musik der Romantik beschäftigt, sollte grundsätzlich Humor haben – französisch gefärbten. Für den Palazzetto Bru Zane gilt das ganz besonders, denn: Read more about WERKSTATT DES HUMORS[…]

Marco Frei

DIE KUNST DES SPAGATS

Tobias Niederschlag leitet das Gewandhaus-Konzertbüro in Leipzig

Rubrik: Über die Schulter
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 22

Als wir zuletzt vor zehn Jahren für diese Porträt-Reihe miteinander sprachen, war die Welt noch eine andere – auch für ihn persönlich. Damals wirkte Tobias Niederschlag als Konzertdramaturg in Dresden bei der Sächsischen Staatskapelle. Niederschlag erlebte die Ära Christian Thielemann und initiierte die Schostakowitsch-Tage in Gohrisch, die er weiterhin künstlerisch leitet. Inzwischen arbeitet der gebürtige Read more about DIE KUNST DES SPAGATS[…]

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