Werke von Joseph Jongen, Florent Schmitt, Léon Stekke, Henri Tomasi und Charles Koechlin

Héritage

Berner, Sebastian (Trompete), Frankfurt Radio Symphony, Ltg. Elias Grandy

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 9/2026

Mit Héritage legt Sebastian Berner ein programmatisches Debüt vor –eine musikalische Spurensuche nach den eigenen Wurzeln. Den Auftakt bildet das Trompetenkonzert von Henri Tomasi – jenes Werk, mit dem Berner 2022 beim Maurice-André-Wettbewerb in Paris den ersten Preis errang. Eine solche Ausgangslage schafft hohe Erwartungen, zumal Tomasis Konzert zu den bekanntesten Werken des Repertoires zählt. Read more about Héritage[…]

Frank Martin

Concerto pour 7 instruments à vent/Études/Polyptyque

Bartłomiej Nizioł (Violine), Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Ltg. Philippe Bach

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 77

Obwohl der Schweizer Frank Martin zu den bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts gehört, ist sein reichhaltiges Schaffen in den Konzertprogrammen nur zu einem recht überschaubaren Teil präsent. Dazu gehören das Oratorium Golgotha, die Sechs Monologe aus „Jedermann“ für Bariton und Orchester, das Violinkonzert und das Klaviertrio nach irischen Volksliedern. Diskografisch sieht es hingegen weitaus besser Read more about Concerto pour 7 instruments à vent/Études/Polyptyque[…]

Peter Eötvös

Echo für Piccolotrompete und Orgel

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 75

Mit Echo schrieb der erst 2024 verstorbene ungarische Komponist Peter Eötvös ein spätes Werk für die beliebte, allerdings oft etwas unterrepräsentierte Besetzung Piccolotrompete und Orgel. Die rund zehnminütige Komposition entstand 2022 im Auftrag der Kölner Philharmonie, der Philharmonie Essen sowie des Müpa Budapest und wurde am 25. September 2023 in der Kölner Philharmonie durch den Read more about Echo für Piccolotrompete und Orgel[…]

Leoš Janáček

Sonate für Violoncello und Klavier

(nach der Sonate für Violine und Klavier) Mit einem Kommentar zur Bearbeitung des Werks von Jiří Bárta (tsch./engl./dt.)

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 74

Nur bei wenigen Violinsonaten ist es gelungen, sie auch in eine überzeugende Cellosonate umzuwandeln. Die A-Dur-Sonate von César Franck, vom Komponisten selbst in der Fassung des Cellisten Delsart autorisiert, und die G-Dur-Sonate von Johannes Brahms, in einer August-Klengel-Version eine Quarte tiefer gesetzt, sind solche Beispiele. Mit Leoš Janáčeks einziger Violinsonate, 1914 in Zeiten der Weltkriegsunruhen Read more about Sonate für Violoncello und Klavier[…]

Alexander Glasunow

Saxophonquartett B-Dur op. 109

Stimmen, Urtextausgabe hg. von Arcis Saxophon Quartett

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 74

Der russische Komponist Alexander Glasunow ist einer der wenigen Komponisten, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts geboren sind und ein Solo-Konzert für das Saxofon geschrieben haben. Nur Claude Debussy oder Vincent d’Indy reihen sich in die Aufzählung mit ein. Lediglich in französischen Opern eines Ambroise Thomas oder Jules Massenet sind Saxofone vereinzelt besetzt. Read more about Saxophonquartett B-Dur op. 109[…]

Gastón Fournier-Facio (Hg.)

Zu Besuch bei Hans Werner Henze

Die Villa „La Leprara“ in den Castelli Romani aus dem Italienischen von Julia Elisabeth Hartmann, mit Fotografien von Anton Giulio Onofri

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 73

Eine vergangene Welt präsentiert der vorliegende Band zur Eröffnung der Reihe „Häuser großer Komponisten“. 1966 hatte Hans Werner Henze von dem Honorar für die Oper The Bassarids in der Nähe von Marino südlich von Rom eine Villa im lokaltypischen Stil bauen lassen, in der er komponierte, Künstler:innen, Musiker:innen und Prominente empfing und in der er Read more about Zu Besuch bei Hans Werner Henze[…]

Markus Poschner und Jan David Schmitz

Bruckner-Befragungen

Gespräche über die elf Sinfonien

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 72

Die Methodik wirkungsvoller Wissensvermittlung in Dialogform, in der mit Fragen und Antworten Problemfelder erläutert werden, existiert schon seit Platon. Im vorliegenden, liebevoll bereiteten Buch mit Gesprächen über Bruckners elf Sinfonien werden im Nachklang zum Bruckner-Jahr beinahe ungezwungen hauptsächlich biografische sowie musikhistorische Sachverhalte besprochen, geführt von zwei Spezialisten im weiten Umfeld des großen österreichischen Komponisten. Markus Read more about Bruckner-Befragungen[…]

Franz Willnauer (Hg.)

Gustav Mahler. Vom Elend eines Genies

Unbekannte Briefe, Dokumente, Erinnerungen

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 73

Franz Willnauer, der bereits mehrere Bücher über Mahler publizierte, hat nun ein weiteres Mahler-Buch vorgelegt, mit Dokumenten, Erinnerungen und Briefen von und über Mahler. Darin werden Zeitzeug:innen und Kollegen von Mahler befragt. Erwin Ratz etwa, der die Mahler-Renaissance Mitte der 50er Jahre in Gang setzte, würdigt Mahlers Ensemble von erlesenen Sänger:innen und vor allem seinen Read more about Gustav Mahler. Vom Elend eines Genies[…]

Kathrin Bellmann

Probespiel Journal

Tipps – positives Mindset – Vorbereitung

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 72

Probespiele für Orchesterstellen zählen vermutlich zu den herausforderndsten Situationen in der Musikwelt. Für den Erfolg ist dabei nicht nur das Üben am Instrument entscheidend, sondern viele andere Faktoren können ebenfalls dazu beitragen. Kathrin Bellmann regt in ihrem Probespiel Journal dazu an, sich dieser Faktoren bewusst zu werden und sie aus persönlicher Perspektive zu reflektieren. Mit Read more about Probespiel Journal[…]

Werke von E. T. A. Hoffmann

The Music of E. T. A. Hoffmann

Vocal and Instrumental Works (Jubiläumsausgabe zum 250. Geburtstag) Deutsche Kammerakademie Neuss, WDR Sinfonieorchester Köln, Parisii Quartet, Beethoven Trio Ravensburg, Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele, u. a. Ltg. Michael Alexander Willens, Johannes Goritzki, Wolfgang Brunner, Rupert Huber, Michael Hofstetter

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 76

Auffallend ist bei der Musik des „Gespenster-Hoffmanns“ die helle Leuchtkraft des Klangbilds. Unheimliche Passagen und dunkle Abgründe findet man als Hörer hier eher selten. Doch beim Miserere in b-Moll beeindrucken auch verhaltene Schattierungen und ergreifende Passagen. Der WDR Rundfunkchor Köln sowie das WDR Sinfonieorchester Köln unter Rupert Huber interpretieren dieses im Jahre 1809 in Würzburg Read more about The Music of E. T. A. Hoffmann[…]

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