Gustav Mahler

Symphonie No. 3 in D Minor

Bettina Ranch (Alt), Essener Philharmoniker, Ltg. Tomáš Netopil

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 04/2024 , Seite 72

Nach der neunten, sechsten und zweiten Sinfonie ist nun auch die dritte Sinfonie von Gustav Mahler mit den Essener Philharmonikern als Live-Mitschnitt aus der Philharmonie in Essen unter der Leitung von Tomáš Netopil auf CD erschienen. Auch sie belegt die Qualität dieses Zyklus mit dem tschechischen Dirigenten, der von 2013 bis 2023 Generalmusikdirektor des Orchesters Read more about Symphonie No. 3 in D Minor[…]

Werke von Johannes Brahms, Giovanni Battista Viotti und Antonín Dvořák

Double Concerto op. 102/Violin Concerto No. 22/Silent Woods

Christian Tetzlaff, Tanja Tetzlaff, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Ltg. Paavo Järvi

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 04/2024 , Seite 72

Johannes Brahms komponierte 1887 sein Konzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102 als tönendes Versöhnungsangebot an seinen sehr guten Freund Joseph Joachim. Der Komponist hatte nämlich beim Scheidungsprozess des Geigers dessen Frau Amalie unterstützt. Im Kopfsatz hören wir zunächst eine wütende Auseinandersetzung; die erste Kadenz des Cellos wirkt dann, als würde Brahms hier Read more about Double Concerto op. 102/Violin Concerto No. 22/Silent Woods[…]

Ludwig van Beethoven

Symphonies 5/6

Kammerakademie Potsdam, Ltg. Antonello Manacorda

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 04/2024 , Seite 71

Ludwig van Beethovens neun Sinfonien sind das Kernrepertoire eines jeden Sinfonieorchesters und liegen entsprechend in wohl kaum mehr zu beziffernden Einspielungen vor, einzeln sowieso, aber auch in Gesamtaufnahmen. Mittlerweile lassen sich diese wohl in drei oder vier Gruppen einteilen: Die erste betrifft Interpretationen großer Orchester, einmal im Sinne der Aufführungstradition, ein anderes Mal die Erkenntnisse Read more about Symphonies 5/6[…]

Nikolay Rimsky-Korsakov

Christmas Eve

Georgy Vasiliev, Julia Muzychenko, Enkelejda Shkoza, Alexey Tikhomirov, Andrei Popov, Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Chor der Oper Frankfurt, Ltg. Sebastian Weigle

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 04/2024 , Seite 71

Vor einigen Jahren ging an der Oper Frankfurt a. M. mit enormem Erfolg Rimsky-Korsakovs Oper Die Nacht vor Weihnachten (Christmas Eve) über die Bühne. Bei dem Label Naxos ist nun ein Audio-Mitschnitt dieser bemerkenswerten Aufführung auf CD erschienen. Der Oper, für die der Komponist selbst das Libretto verfasste, liegt eine Geschichte von Nikolai W. Gogol Read more about Christmas Eve[…]

Eugen Engel

Grete Minde. Oper in drei Akten

Libretto von Hans Bodenstedt nach Theodor Fontanes gleichnamiger Novelle. Opernchor des Theaters Magdeburg, Magdeburgische Philharmonie, Ltg. Anna Skryleva

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 04/2024 , Seite 70

Der Fund des Notenmaterials durch die Nachfahren des 1943 im Vernichtungslager Sobibor umgebrachten Autodidakten Eugen Engel (1875–1943) bescherte dem Opernhaus Magdeburg im Februar 2022 eine international gefeierte Sensation: die posthume Uraufführung der Oper Grete Minde nach der Novelle Theodor Fontanes (1879). Engel tastete sich nicht zu Kurt Weills Frechheiten und zur Zwölftönigkeit vor wie Paul Read more about Grete Minde. Oper in drei Akten[…]

Giuseppe Verdi

I Lombardi alla prima crociata

Chor des Bayerischen Rundfunks, Ltg. Stellario Fagone, Münchner Rundfunkorchester, Ltg. Ivan Repušić BR Klassik 900351 (2 CDs)

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 04/2024 , Seite 70

Das Münchner Rundfunkorchester und die Cappella Aquileia Marcus Bosch sind im deutschen Sprachraum derzeit für frühe Opern Giuseppe Verdis führend. Bei den Opernfestspielen Heidenheim entstehen Einspielungen in szenischen Aufführungen, beim Münchner Rundfunkorchester in Sonntagskonzerten. Mit Die Lombarden auf dem ersten Kreuzzug, 1843 an der Mailänder Scala uraufgeführt und später für Paris zu Jérusalem umgearbeitet, folgte Read more about I Lombardi alla prima crociata[…]

Jan Freidlin

Lyrical Sonata

für Viola und Klavier

Rubrik:
erschienen in: das Orchester 04/2024 , Seite 69

Jan Freidlin ist einer der fruchtbarsten Komponisten unserer Zeit. Er studierte in Odessa, leitete dort ein Jazzorchester und unterrichtete Komposition und Musiktheorie. 1990 emigrierte er nach Israel, wo er seitdem in Tel Aviv Komposition lehrt. Sein Schaffen umfasst viele Stücke für Soloinstrumente, Kammermusik und Orchester, aber er schrieb ebenso Musik für Film, Fernsehen und Theater. Read more about Lyrical Sonata[…]

Joachim Raff

Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 d-Moll op. 193

Partitur, hg. von Andreas Wiesli und Jonas Kreienbühl

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 04/2024 , Seite 68

Friedrich Grützmacher, königlich Dresdner Kammervirtuose und einer der großen Cellisten seiner Zeit, schreckte nicht vor drastischen Worten zurück, um dem befreundeten Komponisten Joachim Raff im April 1873 seine Notsituation zu verdeutlichen: „Der langgehegte Wunsch besteht in nichts Geringerem, als Sie nach besten Kräften zu ersuchen, uns arme Violoncellisten doch durch ein Concert für unser Instrument Read more about Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 d-Moll op. 193[…]

Gustav Mahler

Symphonie Nr. 4

nach dem Text der Neuen Kritischen Gesamtausgabe (2021), hg. von Renate Stark-Voit, Studienpartitur/Klavierauszug

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 04/2024 , Seite 68

Sie ist diejenige Sinfonie von Gustav Mahler mit der kleinsten Besetzung und (zusammen mit der ersten Sinfonie) kürzesten Dauer von knapp einer Stunde, aber sie ist deshalb gerade nicht die am leichtesten verständliche. Ist sie nur ein Als-ob, wie Adorno meinte, gar der Gegenentwurf einer Metaphysik, die etwa in der Zweiten zum Tragen kommt? Und Read more about Symphonie Nr. 4[…]

Stefan Weiss

Musikgeschichte – Moderne und Postmoderne

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 04/2024 , Seite 67

Welche Datengrenzen die Moderne in Relation zur Romantik als Vorgänger- und als Folgeepoche die Postmoderne haben, ist nicht eindeutig bestimmbar. Zwar ist das 20. und nun begonnene 21. Jahrhundert retrospektiv ein Zeitrahmen, aber kein qualitativ einheitliches Spekt-rum. Eher, so Stefan Weiss in seiner Monografie, sei die Anerkennung des Disparaten konsensfähig, um die Mannigfaltigkeit der Musikphänomene Read more about Musikgeschichte – Moderne und Postmoderne[…]

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