Claudia Irle-Utsch

SIEGEN: Kein Elfenbeinturm

Philharmonie Südwestfalen sucht mit dem Format „Hintergründe“ das Gespräch mit dem Publikum

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 03/2024 , Seite 54

Nur hören, nur sehen, nur mittelbar beteiligt sein – das ist kaum möglich bei dem neuen Format „Hintergründe“, das die Philharmonie Südwestfalen in ihrem neuen Probenhaus in Siegen, dem Haus der Musik, etablieren möchte. Mit einem ersten Gesprächskonzert hat die Philharmonie im Dezember einen Anfang gemacht. Auf dem Programm stand die Bühnenmusik Egmont op. 84 Read more about SIEGEN: Kein Elfenbeinturm[…]

Otto Paul Burkhardt

HEILBRONN: „Küssen will ich, ich will küssen“

„I love you“: Das Württembergische Kammerorchester verbindet Musik und Literatur zum Thema Liebe

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 03/2024 , Seite 53

Immer wieder neue Wege gehen: Auch beim Württembergischen Kammerorchester ist Aufbruch eine Art Dauerzustand. Das rund 20-köpfige Ensemble, geprägt von Dirigenten wie Jörg Faerber (1960–2002), Ruben Gazarian (bis 2018) und derzeit Case Scaglione, steht bald erneut an einem Wendepunkt. Scaglione und Intendant Rainer Neumann hören zu Saisonende auf. Die beiden haben viel frischen Wind reingebracht: Read more about HEILBRONN: „Küssen will ich, ich will küssen“[…]

Claudia Irle-Utsch

STUTTGART: Mit besonderer Expertise

Die Internationale Bachakademie Stuttgart geht mit VISION.BACH dem ersten Leipziger Kantatenjahrgang von Johann Sebastian Bach nach

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 03/2024 , Seite 52

Es spannt sich ein Bogen: über ein Jahr, von Mai zu Mai, 1723/24 und 2023/24 – in Leipzig, in Stuttgart. Vor 300 Jahren trat der Köthener Kapellmeister Johann Sebastian Bach in der sächsischen Handels- und Messestadt sein Amt als Thomaskantor an. Sonntag für Sonntag ließ er dort eine fast immer neu komponierte Kantate aufführen. Diesem Read more about STUTTGART: Mit besonderer Expertise[…]

Michael Pitz-Grewenig

HANNOVER: Vielschichtiges Mitgefühl

Ödön von Horváths „Kasimir und Karoline" auf der Opernbühne

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 03/2024 , Seite 51

„Und die Liebe höret nimmer auf“ hat Ödön von Horváth seinem Volksstück Kasimir und Karoline als Motto vorangestellt. 1932 wurde das Stück mit dem Untertitel „Ein Abend auf dem Oktoberfest“ in Leipzig erfolgreich uraufgeführt und zog auch einige filmische Adaptionen nach sich. „Siebzehn Szenen von der Liebe, Not und Leid, und unserer schlechten Zeit“ nannte Read more about HANNOVER: Vielschichtiges Mitgefühl[…]

Roland Dippel

REGENSBURG: Volltreffer mit Operetten-Entdeckung

Joseph Beers „Der Prinz von Schiras" am Theater Regensburg

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 03/2024 , Seite 50

Eigentlich wollte der vor den Nationalsozialisten nach Frankreich geflohene und nach dem Zweiten Weltkrieg in Nizza lebende Joseph Beer (1908–1987) keine Wiederaufführung seiner bis zum Zweiten Weltkrieg entstandenen Werke. Zum Glück hielt sich weder Beers Tochter Susanne an dieses Verdikt noch Sebastian Ritschel, Intendant des Staatstheaters Regensburg. Der Verlust für die aktuelle Operetten-Renaissance wäre bei Read more about REGENSBURG: Volltreffer mit Operetten-Entdeckung[…]

Marco Frei

MÜNCHEN: Atmosphärisch dicht mit schriller Gruselhexe

„Hänsel und Gretel" mit dem „Attacca“-Jugendorchester des Bayerischen Staatsorchesters

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 03/2024 , Seite 49

Als vor siebzehn Jahren der Startschuss für diese Initiative fiel, war das in der Orchesterwelt eine kleine Sensation. Mit „Attacca“, dem Jugendorchester des Bayerischen Staatsorchesters an der Bayerischen Staatsoper in München, sollen Kinder und Jugendliche musikalische Erfahrungen sammeln. Die Betreuung durch die Staatsorchester-Profis ist hochprofessionell, aber: Es sollen nicht mögliche Musikkarrieren entwickelt und potenzieller Nachwuchs Read more about MÜNCHEN: Atmosphärisch dicht mit schriller Gruselhexe[…]

Karl Georg Berg

KAISERSLAUTERN: Auf der Suche nach Wahrheit

Das Pfalztheater liefert musikalisch überzeugende „Zauberflöte"

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 03/2024 , Seite 47

Das Pfalztheater Kaiserslautern kann seit Beginn der laufenden Spielzeit wieder im Großen Haus spielen, das eines fatalen Wasserschadens wegen einige Zeit nicht verfügbar war. Die erste große Opernneuinszenierung an der gewohnten Spielstätte galt Mozarts Zauberflöte, ziemlich genau 20 Jahre nach der Premiere der vormaligen Produktion, die Urs Häberli, bis 2022 Intendant des Hauses, inszeniert hatte.  Read more about KAISERSLAUTERN: Auf der Suche nach Wahrheit[…]

Bernd Aulich

DÜSSELDORF: Tod und Erklärung

In seiner stürmisch gefeierten „Septembersonate" geht Manfred Trojahn auf die Suche nach dem anderen Leben

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 03/2024 , Seite 48

Sprunghaft klingt diese Musik. Mäandernd in einem Labyrinth verschränkter Zeitebenen. In Manfred Trojahns Septembersonate, seiner achten Oper, sind Künstler- und Altersdrama um Lebenslüge und Selbstbetrug zu einem Kammerspiel von erlesener Klangraffinesse verwoben. „Herbstsonate“ hätte sie heißen sollen, wenn nicht Ingmar Bergman diesen Titel für seinen Film über den Herbst des Lebens schon verwendet hätte Die Read more about DÜSSELDORF: Tod und Erklärung[…]

Karl Georg Berg

KARLSRUHE: Oper in der Oper

Badisches Staatstheater knüpft mit „Die schweigsame Frau" an Strauss-Tradition an

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 03/2024 , Seite 46

Mit der Neuinszenierung der Oper Die schweigsame Frau von Richard Strauss mit dem Libretto von Stefan Zweig knüpft das Badische Staatstheater in Karlsruhe an seine große Strauss-Tradition an. Ende der 1980er Jahre wurde die zu Unrecht eher selten gespielte Richard-Strauss-Oper am Karlsruher Haus neu erarbeitet. Diese Produktion war dann 1992 Teil eines achtteiligen Strauss-Zyklus unter Read more about KARLSRUHE: Oper in der Oper[…]

Claudia Irle-Utsch

GROSSE LIEBE

Regisseurin Anna Schmidt porträtiert in ­„Living Bach“ Menschen mit besonderer Nähe zu ­Johann Sebastian Bach

Rubrik: Zwischentöne
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 40

Da steht er: „Mr. Bach“, wie Lee Hai Lin sagt. Mitten in Leipzig, vor der Thomaskirche, am Fuß des Denkmals für den großen Johann Sebastian Bach. „Wow!“, bekräftigt das Kind auf dem Arm die Freude der Mutter. Die beiden kommen aus Malaysia und sind „a little bit jet-lagged“. Lee Hai Lin, studierte Architektin und Kaffeehaus-Betreiberin Read more about GROSSE LIEBE[…]

Page Reader Press Enter to Read Page Content Out Loud Press Enter to Pause or Restart Reading Page Content Out Loud Press Enter to Stop Reading Page Content Out Loud Screen Reader Support