Roland Dippel

LEIPZIG: Mendelssohn mit pluralistischen Rändern

Die Mendelssohn-Festtage 2023 der Musikstadt Leipzig

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 54

Wer „Mendelssohn“ sagt, muss in der Musikstadt Leipzig auch „Bach“ und „Schumann“ sagen. Das Eröffnungskonzert der Mendelssohn-Festtage mit dem Pianisten András Schiff spiegelte dies wider. Ein „Großes Concert“ mit der europäischen Erstaufführung eines Auftragswerks des Gewandhausorchesters und des mit diesem kooperierenden Boston Symphony Orchestra sowie mehrere Kammerkonzerte und Angebote der Kulturvermittlung schlossen sich an. Den Read more about LEIPZIG: Mendelssohn mit pluralistischen Rändern[…]

Lars-Erik Gerth

MANNHEIM: Musik im Liegen genießen

Kurpfälzisches Kammerorchester begeistert mit ungewöhnlicher ­Konzertreihe im Rittersaal des Barockschlosses

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 53

Dass Musik zum Träumen anregt, haben die meisten von uns sicherlich schon einmal erfahren. Weniger bekannt dürfte hingegen sein, dass es eine Konzertreihe gibt, bei der die Zuhörenden die Interpretationen der Künstler:innen nicht wie üblich im Sitzen, sondern liegend verfolgen. So lädt das Kurpfälzische Kammerorchester bereits seit Frühjahr 2015 regelmäßig zu seinen Traumkonzerten in den Read more about MANNHEIM: Musik im Liegen genießen[…]

Sven Scherz-Schade

BADEN-BADEN/PRAG: Klassik im Science-Fiction-Format

Das Stuttgarter Kammerorchester tauchte mit dem Tschechischen Nationalballett und „Holo Harmonies" in neue digitale Konzertwelten

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 52

Wie Kometen fliegen rote Leuchtspuren über den großen Gaze-Vorhang, der den gesamten Bühnenraum ausfüllt. Er reichert sich mit organischen und geometrischen Figuren an. Könnten Keimzellen oder auch Planeten sein. So genau weiß man das nicht. In jedem Fall assoziiert man Gigantisches jenseits unserer wahrnehmbaren Welten und genauso war diese Videoprojektion beim Ballettkonzert wohl auch gemeint. Read more about BADEN-BADEN/PRAG: Klassik im Science-Fiction-Format[…]

Sascha Jouini

GIESSEN: Leicht zugänglich präsentiert

Unter Leitung von Andreas Schüller macht das Philharmonische Orchester Gießen das 2. Sinfoniekonzert per Preview zu einem intensiveren Erlebnis

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 51

Das in der vergangenen Saison eingeführte Angebot, das Sinfoniekonzert-Programm am Vorabend in gekürzter Form präsentiert und erläutert zu bekommen, wurde am Stadttheater Gießen im November rege wahrgenommen. So war die Preview gut besucht und beim 2. Sinfoniekonzert füllte sich das Große Haus noch mehr. Zu diesem Erfolg trug Generalmusikdirektor Andreas Schüller mit seiner Begeisterungsfähigkeit bei. Read more about GIESSEN: Leicht zugänglich präsentiert[…]

Karsten Blüthgen

DRESDEN: Eindringliches Flüstern

Dresdner Philharmonie, Prager Philharmonischem Chor und Solist:innen gelang bewegende deutsche Erstaufführung von Lera Auerbachs sechster Sinfonie „Vessels of Light"

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 50

Verstreute Stimmen flüstern rätselhaft und hoffnungsvoll. Röhrenglocken mahnen, ein Vogel frohlockt, geisterhaft fährt ein Geigenbogen über Klangstäbe. Als Kontrast raffen sich Soli, Chor und Orchester zu romantischen Gesten auf. Um alles kreist liebkosend ein Violoncello. Mystische Schönheit und Mut will Lera Auerbach in ihrer sechsten Sinfonie feiern – beides war bei der deutschen Erstaufführung am Read more about DRESDEN: Eindringliches Flüstern[…]

Roland Dippel

HOF: Impressionismus und Klarinette

Die Hofer Symphoniker brillierten mit Kinam Azmeh

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 49

Früher gab es in Bayern in Sachen Subven­tionstheater und Orchester ein klares Gefälle von Süden nach Norden. Das hat sich in den vergangenen Jahren geändert. Das Theater Regensburg wird siebtes bayerisches Staatstheater und auch die Hofer Symphoniker, „in Bayern ganz oben“, starten durch – (noch) nicht mit institutioneller Stärkung, wohl aber initiativ und kreativ. Wenn Read more about HOF: Impressionismus und Klarinette[…]

Christian Henrich

PFORZHEIM: Das virtuose Saxofon

Das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim konzertiert mit Gästen

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 48

Ein Wiedersehen mit alten Bekannten brachte das zweite Abonnementkonzert im gut besuchten Großen Saal des CongressCentrums Pforzheim. Nach dem etwas überraschenden Abgang von Geschäftsführer Andreas Herrmann begrüßte sein Vorgänger Stephan Popp, der diese Position jetzt wieder interimsweise ausübt, das Publikum und die beiden Gäste, den Solisten des Abends und die japanische Dirigentin Nodoka Okisawa, Gewinnerin Read more about PFORZHEIM: Das virtuose Saxofon[…]

Antje Rößler

BERLIN: Mahler, Robotertanz und ein Nachtstück

Robin Ticciati dirigiert das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 47

Viele Konzertbesucher kommen auf den letzten Drücker angerannt. Der türkische Staatspräsident weilt in Berlin; Straßensperrungen reichen bis nah an die Philharmonie, wo das Deutsche Symphonie-Orchester unter seinem Chefdirigenten Robin Ticciati auftritt. Zuspätkommer verpassen das fünfminütige Eröffnungsstück Ringing the Quiet, das von der 1989 geborenen Amerikanerin Elizabeth Ogonek stammt. Mit 22 Jahren schrieb Ogonek dieses Werk Read more about BERLIN: Mahler, Robotertanz und ein Nachtstück[…]

Johannes Killyen

HALLE: Feine Blickwechsel

Neuinterpretation des „Nussknackers" am Opernhaus Halle

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 46

Weihnachten ist Nussknacker-Zeit: Schnee­flocken und chinesische Akrobaten wirbeln, Mäuse und Zinnsoldaten treten zum nächtlichen Kampf an – und die Theater sind viele Wochen im Voraus ausverkauft beim bekanntesten aller Ballette. Gerade weil Peter Tschaikowskys drittes und letztes Tanzstück so populär ist, sind damit an jedem Opernhaus hohe Erwartungen verknüpft. Ist doch anzunehmen, dass eine Inszenierung Read more about HALLE: Feine Blickwechsel[…]

Jens Daniel Schubert

CHEMNITZ: Das Ding mit den Wünschen

Chemnitzer Oper zeigt „Die drei Wünsche" oder „Die Launen des Lebens", ein selten gespieltes Werk in anregender Interpretation

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 45

Noten von Bohuslav Martinů liegen nur selten auf den Pulten deutscher Orchester. Von seinen Opern kennt man bestenfalls die Griechische Passion. Die drei Wünsche oder Die Launen des Lebens komponierte Martinů bereits Ende der 1920er Jahre, allerdings war die Realisation des als Filmoper angelegten Werks damals zu aufwändig und fand erst post mortem 1971 statt. Read more about CHEMNITZ: Das Ding mit den Wünschen[…]

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