Wolfgang Amadeus Mozart

Requiem d-Moll

In der Bearbeitung von Heinrich Ritter von Spengel für Solostimmen, Chor, Streicher und Orgel (1852), hg. von Johannes Schachtner, Partitur

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2022 , Seite 65

An Notenausgaben von Mozarts Requiem herrscht heutzutage kein Mangel, und selbst Ausgaben aus dem späteren 19. und frühen 20. Jahrhundert sind leicht zugänglich. Nun erfolgte also eine Neuausgabe jener 1852 in Augsburg bei der B. Schmid’schen Buchhandlung veröffentlichten Fassung für Soli, Chor, Streicher und Orgel von Heinrich Ritter von Spengel. Die Edition bietet neben dem Read more about Requiem d-Moll[…]

Wolfgang Amadeus Mozart

Streichquartette Bd. 1: Salzburger Divertimenti/Italienische Quartette

Urtext, hg. von Wolf-Dieter Seiffert, Studienpartitur/Stimmen

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2022 , Seite 65

Natürlich fragt man sich, wozu eine neue Urtext-Ausgabe zu Mozarts Streichquartetten nötig ist. Längst liegen doch Urtext-Ausgaben zu allen Werken Mozarts vor. Ist „Urtext“ nicht gleich Ur-Text und im Sinn des Wortes die unveränderliche, weil gegebene Ur-Fassung einer Partitur? Ist es nicht. Denn auch Genies irren sich, machen Flüchtigkeitsfehler, vergessen etwas oder schreiben unleserlich. Und Read more about Streichquartette Bd. 1: Salzburger Divertimenti/Italienische Quartette[…]

Johannes Brahms

Nänie op. 82

Hg. von Rainer Boss, Urtext, Partitur

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2022 , Seite 66

Sie ist ein Abschiedsgesang, eine Totenklage und ein Requiem zugleich. Die Nänie, die Johannes Brahms auf den Tod Anselm Feuerbachs, einem der großen Maler seiner Zeit, geschrieben hatte, entstand neben dem Gesang der Parzen (1882) in der Phase, in der sich Brahms bereits auf seine Erfahrungen mit sinfonischer Musik beziehen konnte. Tatsächlich hatte sich Brahms Read more about Nänie op. 82[…]

Antonín Dvorák

Bläserserenade d-Moll op. 44

Urtext, hg. von Dominik Rahmer, Studienpartitur/Stimmen

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2022 , Seite 66

Spekulationen ranken sich um die Entstehungsgeschichte der Serenade für 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 3 Hörner, Violoncello, Kontrabass und Kontrafagott ad libitum von Antonín Dvořák, die er 1878 innerhalb von zwei Wochen komponiert hat. Wie kommt es, dass der Komponist sich dieser hauptsächlich in der Klassik geschätzten Gattung gewidmet hat? Hat er ein Konzert Read more about Bläserserenade d-Moll op. 44[…]

Peter Eötvös

Adventures of the Dominant Seventh Chord

For violin solo

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2022 , Seite 67

Der Dominantseptakkord, in Peter Eötvös’ Violinstück repräsentiert durch die über alle vier Saiten reichende Tonfolge g–e’–c”–b”, gehört zu den charakteristischsten harmonischen Gebilden der abendländischen klassischen Musik. Sein häufiges Auftreten ist gewöhnlich bedingt durch seine Funktion, auf einen Abschluss zu verweisen und durch Einführung der dissonanten Spannung einer kleinen Septime das Ende vorzubereiten. Was passiert aber, Read more about Adventures of the Dominant Seventh Chord[…]

Eva Batt

Frieden finden – irgendwo?

Für Kontrabass solo

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2022 , Seite 67

Wie das vor einiger Zeit veröffentlichte Duett Wind strich eine Schattenmelodie für Violine und Kontrabass ist auch das Kontrabass-Solostück Frieden finden – irgendwo? von Eva Batt (*1965) von einem Gedicht der Autorin Christiane Schwarze inspiriert. Dabei ist, wie die Komponistin im Vorwort erläutert, die Musik nicht im Sinne einer Vertonung des lyrischen Gebildes zu verstehen, Read more about Frieden finden – irgendwo?[…]

Werke von Heinichen, Zelenka, Telemann und anderen

Per l’orchestra di Dresda, Vol. 1 Ouverture

Les Ambassadeurs, La Grande Écurie, Ltg. Alexis Kossenko

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2022 , Seite 68

Eine solche Aufnahme mit einem Barockorchester kann vermutlich dieser Tage überhaupt nur in Frankreich entstehen: einem Land, in dem nicht nur herkömmliche Symphonieorchester, sondern auch Formationen auf historischem Instrumentarium, besetzt mit freien Musikern, großzügig subventioniert und somit zu Projekten befähigt werden, die für die meisten Barockorchester in anderen Ländern heute kaum denkbar wären. Und die Read more about Per l’orchestra di Dresda, Vol. 1 Ouverture[…]

Cellokonzerte von C. P. E. Bach und Joseph Haydn

Times of Transition

Andreas Brantelid (Violoncello), Concerto Copenhagen, Ltg. Lars Ulrik Mortensen

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2022 , Seite 68

So vertraut uns die drei Werke als „Individuen“ sind: In direkter Aufeinanderfolge erscheinen sie als Stationen einer „Transition“, die sich über die Mitte des 18. Jahrhunderts erstreckt und spürbar macht, mit welcher Folgerichtigkeit sich ästhetische Entwicklungen vollziehen können. Die Vorstellung, eine „Wasserscheide“ trenne die barocke Epoche vom nachfolgenden, klassisch-aufgeklärten Zeitalter, ist längst ad absurdum geführt Read more about Times of Transition[…]

Johannes Brahms

Piano Concerto No. 1/Tragic Overture/Éliza Overture

Alexander Melnikov (Klavier), Sinfonieorchester Basel, Ltg. Ivor Bolton

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2022 , Seite 69

Rekonstruierte Konzertprogramme sind im erweiterten Kreis um das Ehepaar Schumann nicht ganz selten: Beim Schumann-Fest Zwickau erklangen mehrfach Konzertwiederholungen, wie sie Clara Schumann in London oder in der Geburtsstadt ihres Mannes Robert gespielt hatte. Etwas ungewöhnlicher ist, dass ziemlich weit vom Aufführungsort ein am 27. Januar 1859 im Gewandhaus zu Leipzig erklungenes Großes Concert für Read more about Piano Concerto No. 1/Tragic Overture/Éliza Overture[…]

Werke von Saint-Saëns, Fauré, Honegger und Lalo

Four Visions of France

French Cello Concertos. Daniel Müller-Schott (Violoncello), Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Ltg. Alexandre Bloch

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2022 , Seite 70

Die fünf hier versammelten Werke für Cello und Orchester bieten tatsächlich „Vier Visionen von Frankreich“. Interessant ist bei der Werkfolge auf diesem Album, dass nicht etwa eine konsequente Chronologie der Lebenszeiten von Camille Saint-Saëns, Gabriel Fauré, Arthur Honegger und Édouard Lalo eingehalten wird, sondern dass gemäß der Entstehungszeit zwischen dem 19. und dem 20. Jahr-hundert Read more about Four Visions of France[…]

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