Werke von Wagner, Haydn, Berlioz und Britten

The Unreleased Masters

Jessye Norman (Gesang), Thomas Moser (Gesang), Ian Bostridge (Gesang), Gewandhausorchester Leipzig, Ltg. Kurt Masur, Berliner Philharmoniker, Ltg. James Levine, Boston Symphony Orchestra, Ltg. Seiji Ozawa

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 68

Der 30. September 2019 war kein schöner Tag für die Opernwelt. An ihm starb die berühmte Opernsängerin Jessye Norman. Als sie von uns ging, hinterließ sie eine umfangreiche Diskografie. Nicht alle Aufnahmen, die sie machte, wurden allerdings zu ihren Lebzeiten veröffentlicht. Einige hielt die ausgesprochen selbstkritische Sopranistin zurück. Ein paar dieser Einspielungen sind jetzt von Read more about The Unreleased Masters[…]

Johann Sebastian Bach

Messe in h-Moll, BWV 232

Thomanerchor Leipzig, Miriam Feuersinger (Gesang), Marie Henriette Reinhold (Gesang), Claude Eichenberger (Gesang), Georg Poplutz (Gesang), Henryk Böhm (Gesang), Gewandhausorchester, Ltg. Andreas Reize

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 68

Während der nach dem Tode Augusts des Starken 1733 verordneten Landestrauer schwieg in Sachsen die figurale Kirchenmusik. In dieser Zeit verfasste Bach eine groß angelegte Kyrie-Gloria-Messe und bewarb sich in Dresden hiermit um einen Hoftitel. Ob die hierzu eingereichten Stimmen für eine Aufführung genutzt wurden, ist ungeklärt. Später hat Bach drei Sätze des Gloria wohl Read more about Messe in h-Moll, BWV 232[…]

Johann Sebastian Bach

Sechs Suiten für Violoncello solo BWV 1007–1012

Quellenkritische Edition in drei Bänden von Jonas Seeberg, Spielpartituren I & II sowie Textband und Kritische Partitur

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 67

Ist zu den Cello-Suiten Johann Sebastian Bachs editorisch nicht ­„alles gesagt“? 1824 erschien in Paris die erste Druckausgabe, seither wurde den Werken viel herausgeberische Aufmerksamkeit zuteil. Nach manch romantisierendem Wildwuchs gab in den vergangenen Jahrzehnten das Bemühen um einen von Fehlern und Willkürlichkeiten bereinigten Urtext den Aktivitäten zusätzlichen Schub. Das Hauptproblem: Anders als im Fall Read more about Sechs Suiten für Violoncello solo BWV 1007–1012[…]

hg. von Markus Eberhardt

Mensa Sonora

für Violine, 2 Violen und Basso continuo, Partiten I und II, Urtext, Paritur und Stimmen

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 66

Die um 1674 entstandenen Mysteriensonaten oder besser bekannt als Rosenkranzsonaten von Heinrich Ignaz Franz Biber (1644–1704) zählen zum Virtuosesten und Eindrucksvollsten, was die Literatur für Violine im 17. Jahrhundert zu bieten hat. Anspruchsvolle Doppelgriffe für Akkordspiel und die Verwendung verschiedener Stimmungen ermöglichten eine neue Facette der Virtuosität. Bibers in mehreren Ensemblemusik-Sammlungen gedruckte Kammermusik steht seiner Read more about Mensa Sonora[…]

Hans-Werner Henze

Konzertmusik

für Violine solo und kleines Kammerorchester, Klavierauszug

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 66

Ein wenig still ist es geworden um Hans Werner Henze, einen der ganz großen deutschen Komponisten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gut zehn Jahre nach seinem Tode sind Aufführungen seiner Werke rar. Es ist ein eigentümliches Phänomen, dass Komponisten, Dichter, Maler, sobald sie nach ihrem Tode die Tagesaktualität einbüßen, häufig als überholt, ja verstaubt Read more about Konzertmusik[…]

Robert Sollich

Die Kunst des Skandals

Eine deutsche Operngeschichte seit 1945

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 65

„Eine deutsche Operngeschichte seit 1945“ nennt sich das 600-seitige Buch von Robert Sollich, Theaterwissenschaftler an der Freien Universität Berlin und freier Dramaturg. Der Haupttitel lautet Die Kunst des Skandals. Es ist die Rede von der Geschichte der Opernskandale, um nicht zu sagen von Geschichten um Opernskandale. Der Autor selbst bekennt in seiner Dissertationsschrift, seine Studie Read more about Die Kunst des Skandals[…]

Constantin Floros

Wolfgang Amadé Mozart

Ein großes Geschenk an die Menschheit

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 65

Die Beschäftigung mit dem Salzburger Komponisten habe sein ganzes Leben durchzogen, bekennt der Musikforscher Constantin Floros zu Beginn des Buchs Wolfgang Amadé Mozart. Ein großes Geschenk an die Menschheit. „Sie begann in meinen Wiener Stu­dien­jahren und endete vor meinem 90. Geburtstag.“ Dem Kernstück in seinem neuen Mozart-Buch, dem Text „Das ,Programm‘ in den Meisterouvertüren“ – Read more about Wolfgang Amadé Mozart[…]

Georg Holzer, Jörg Kramer, Martin Rempe

Staatsphilharmonie Nürnberg

100 Jahre Kulturgeschichte eines Orchesters

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 63

Die Lektüre dieses Bands zum 100-Jahre-Jubiläum der Staatsphilharmonie Nürnberg ist nicht ganz einfach, dafür aber äußerst lohnend: Keine lockere Broschüre mit Image-, Souvenir- und Promotion-Funktion liegt vor, sondern eine detailreiche Geschichte, eine Standortbestimmung in der sozialen Topografie der Metropolregion Nürnberg und Empfehlungen für die Orchester-Navigation Richtung Zukunft. Das Spannende dabei: Sensible Punkte wie der immer Read more about Staatsphilharmonie Nürnberg[…]

Barrie Kosky mit Rainer Simon

„Und Vorhang auf, hallo!“

Ein Leben mit Salome, Mariza, Miss Piggy & Co.

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 64

Natürlich erfährt man aus der gemeinsam mit Rainer Simon verfassten Autobiografie des 1967 in Melbourne geborenen deutsch-australischen Opern- und Theaterregisseurs Barrie Kosky, der in Berlin lebt und arbeitet, viel über seinen Stil, seine Ästhetik und seine Machart von Theater, auch über seine Vorlieben für Travestie, Queeres, Strass und Talmi, grelle Settings und Revue. Kosky bekennt Read more about „Und Vorhang auf, hallo!“[…]

Christine Cerletti/Thomas Voigt (Hg.)

Voices

Prägende Musik- und Theatererlebnisse

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 63

Zwar wird mit 70 lebenden Bühnenkünstlern und ihrem „Wie es begann …“ geworben, doch dann sind Silja, Callas, Bernstein, Toscanini und Carlos Kleiber mit jeweils zwei Seiten und Zitaten vertreten. Müssten dann nicht auch Abbado, Solti, Giulini, Kubelík, Reiner oder der „Alle-Erzieher“ Swarowsky folgen? Unter den Ausgewählten fehlt prompt der Anti-PR-Mensch Kirill Petrenko, während der Read more about Voices[…]

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