Antje Rößler

BERLIN: Mahler, Robotertanz und ein Nachtstück

Robin Ticciati dirigiert das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 47

Viele Konzertbesucher kommen auf den letzten Drücker angerannt. Der türkische Staatspräsident weilt in Berlin; Straßensperrungen reichen bis nah an die Philharmonie, wo das Deutsche Symphonie-Orchester unter seinem Chefdirigenten Robin Ticciati auftritt. Zuspätkommer verpassen das fünfminütige Eröffnungsstück Ringing the Quiet, das von der 1989 geborenen Amerikanerin Elizabeth Ogonek stammt. Mit 22 Jahren schrieb Ogonek dieses Werk Read more about BERLIN: Mahler, Robotertanz und ein Nachtstück[…]

Johannes Killyen

HALLE: Feine Blickwechsel

Neuinterpretation des „Nussknackers" am Opernhaus Halle

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 46

Weihnachten ist Nussknacker-Zeit: Schnee­flocken und chinesische Akrobaten wirbeln, Mäuse und Zinnsoldaten treten zum nächtlichen Kampf an – und die Theater sind viele Wochen im Voraus ausverkauft beim bekanntesten aller Ballette. Gerade weil Peter Tschaikowskys drittes und letztes Tanzstück so populär ist, sind damit an jedem Opernhaus hohe Erwartungen verknüpft. Ist doch anzunehmen, dass eine Inszenierung Read more about HALLE: Feine Blickwechsel[…]

Jens Daniel Schubert

CHEMNITZ: Das Ding mit den Wünschen

Chemnitzer Oper zeigt „Die drei Wünsche" oder „Die Launen des Lebens", ein selten gespieltes Werk in anregender Interpretation

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 45

Noten von Bohuslav Martinů liegen nur selten auf den Pulten deutscher Orchester. Von seinen Opern kennt man bestenfalls die Griechische Passion. Die drei Wünsche oder Die Launen des Lebens komponierte Martinů bereits Ende der 1920er Jahre, allerdings war die Realisation des als Filmoper angelegten Werks damals zu aufwändig und fand erst post mortem 1971 statt. Read more about CHEMNITZ: Das Ding mit den Wünschen[…]

Matthias Roth

SCHWETZINGEN: Ein Königshof in Partylaune

Reinhard Keisers Oper „Nebucadnezar" beim „Winter in Schwetzingen“

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 44

Im Alten Testament wird der babylonische Herrscher Nebucadnezar II. fast hundert Mal erwähnt – nicht ohne Grund. Er raubte den Tempelschatz und verschleppte die Israeliten an die Ufer des Euphrat: Man muss schon sehr gezielt vorbeischauen, um keine Bezüge zur Gegenwart zu erkennen. Doch schon der Komponist Reinhard Keiser und sein Librettist Christian Friedrich Hunold Read more about SCHWETZINGEN: Ein Königshof in Partylaune[…]

Werke von Leoš Janáček, Aaron Copland und Paul Hindemith

1923 – 100 Years of Radio

Schumann Quartett

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 71

Die Besetzung des Ruhrgebiets, der Hitler-Ludendorff-Putsch, Hyperinflation und die erste Rundfunksendung – das Jahr 1923 war in Deutschland ein äußerst turbulentes. Und dennoch scheint sich in jenem Sommer und Herbst vor einhundert Jahren künstlerisch Außerordentliches getan zu haben, wie man dem vom Schumann Quartett auf dieser CD zusammengestellten Programm entnehmen kann. Alle hier versammelten Werke Read more about 1923 – 100 Years of Radio[…]

Werke von Franz Anton Hoffmeister, Henry Purcell, Carl Stamitz u. a.

Quartette für Violine, zwei Violen und Violoncello

Quatuor Avium: Akiko Sato (Viola), Sibylle Langmaack (Viola), Norbert Ginthör (Violoncello), Felix Treiber (Violine)

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 71

Bereits Franz Anton Hoffmeisters dreisätziges Streichquartett Es-Dur op. 20 Nr. 5, mit dem die Produktion anhebt, macht den besonderen Reiz der hier zu hörenden Besetzung deutlich: Die Betonung der Mittellage, die sich durch häufige Parallelführung beider auch thematisch zentral eingesetzten Violen ergibt, wird durch eine oft in tieferen oder mittleren Registern eingesetzte Violine nach oben Read more about Quartette für Violine, zwei Violen und Violoncello[…]

Hans Christian Lumbye

Champagne! The Sound of Lumbye and his Idols

Concerto Copenhagen, Ltg. Lars Ulrik Mortensen

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 70

Wer kennt eigentlich hierzulande den dänischen Musiker und Komponisten Hans Christian Lumbye? Diese bislang weitgehend fehlende Bekanntschaft nachhaltig zu vermitteln, ist das große Verdienst dieser Veröffentlichung. Und die Art und Weise, wie die dänischen Musiker des Concerto Copenhagen diese Aufgabe lösen, ist ein zusätzliches Argument für die Auseinandersetzung mit dieser musikgeschichtlichen Nische. Lumbye (1810–1874) war Read more about Champagne! The Sound of Lumbye and his Idols[…]

Max Reger

Eine romantische Suite/Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart

Georg Fritzsch (Ltg.), Badische Staatskapelle

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 70

Auch im Max-Reger-Jahr, der Komponist wurde vor 150 Jahren geboren und starb schon früh 1916 mit 43 Jahren, sind neue Einspielungen seines sinfonischen Schaffens eher dünn gesät. Schon deshalb ist die Neueinspielung von Regers Romantischer Suite und den Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart durch die Badische Staatskapelle unter Leitung ihres Chefdirigenten Georg Read more about Eine romantische Suite/Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart[…]

Franz Schubert

Symphony in B Minor D 759 „Unfinished“/ Symphony in C Major D 944 „The Great”

Dresdner Philharmonie, Ltg. Marek Janowski

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 69

Mit 84 Jahren erfreut sich Marek Janowski einer intensiven Alterskarriere mit abgewogenen Eroberungen eines für ihn neuen und Wiederholungen seines bekannten Repertoires. So versetzt es in Erstaunen, dass Janowski erst nach dem konzertanten Ring des Nibelungen mit der Dresdner Philharmonie zu Tomasz Koniecznys neuem Festival in der Waldoper Sopot 2023 seinen allerersten Fliegenden Holländer dirigierte. Read more about Symphony in B Minor D 759 „Unfinished“/ Symphony in C Major D 944 „The Great”[…]

Jules Massenet

Ariane

Münchner Rundfunkorchester, Chor des Bayerischen Rundfunks, Ltg. Laurent Campellone

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 02/2024 , Seite 69

Mit seinem Textdichter, dem renommierten Autor Catulle Mendès, ließ Jules Massenet auf die Uraufführung von Ariane am 31. Oktober 1906 im Pariser Palais Garnier später Bacchus (1909) folgen. Wie in Strauss’ Ariadne auf Naxos wird Ariadne zur Geliebten des Gottes Dionysios. Doch am Ende von Massenets Ariane folgt diese nach dem Verlust ihres Liebhabers Theseus Read more about Ariane[…]

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