Johannes Killyen

HALLE: Im Rausch des Spielwerks

Schrekers „Das Spielwerk und die Prinzessin“ als Gesamtkunstwerk

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 6/2026 , Seite 57

Man beachte die Reihenfolge: Franz Schrekers 1913 uraufgeführte Oper heißt Das Spielwerk und die Prinzessin, nicht umgekehrt. Im Zentrum des tiefenpsychologischen Musikdramas, das Mitte April an der Oper Halle aus der Vergessenheit geholt wurde, steht eine geheimnisvolle Maschine, von menschlicher Künstlerhand geschaffen, die ein Eigenleben entwickelt und Menschen zu verzaubern, zu lenken, zu manipulieren vermag. Read more about HALLE: Im Rausch des Spielwerks[…]

Karl Georg Berg

KAISERSLAUTERN: Theaterzauber im Doppelpack

Ravels Operneinakter „L’heure espagnole“ und „L’enfant et les sortilèges“ am Pfalztheater

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 6/2026 , Seite 56

Im vergangenen Jahr feierte die Musikwelt den 150. Geburtstag des französischen Komponisten Maurice Ravel, der mit dem Bolero einen der größten Klassik-Hits geschaffen hat. Aber natürlich viel, viel mehr. Sein Schaffen ist dabei ausgesprochen vielfältig. Auch Tanz- und Musiktheater gehören dazu, wobei neben seinem Ballett Daphnis et Chloé natürlich auch seine Orchesterwerke oft vertanzt wurden Read more about KAISERSLAUTERN: Theaterzauber im Doppelpack[…]

Marco Frei

STRAUBING: Ausklang mit Happy End

Ein „Parsifal“ von Stefan Tilch und Basil H. E. Coleman des Landestheaters Niederbayern

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 6/2026 , Seite 55

Was Stadt- und Landestheater leisten, lässt sich nicht genug würdigen. Sie wirken tief in die jeweiligen Regionen und in die Breite der Gesellschaft, leisten flächendeckend kulturelle Bildung, wirken identitätsstiftend, steigern die Attraktivität ganzer Landstriche für Wirtschaft und potenzielle Investoren. Die Bedingungen sind dabei allzu oft wenig rosig. Umso erfreulicher, dass es für das Landestheater Niederbayern Read more about STRAUBING: Ausklang mit Happy End[…]

Sascha Jouini

GIESSEN: Unterschätzte Oper ausgefeilt in Szene gesetzt

Mozarts „Die Gärtnerin aus Liebe“ am Stadttheater

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 6/2026 , Seite 54

251 Jahre nach der Uraufführung gelangt Wolfgang Amadeus Mozarts Oper Die Gärtnerin aus Liebe erstmals in Gießen auf die Bühne. Die Premiere am Stadttheater unter Leitung des Kapellmeisters Vladimir Yaskorski verdeutlicht, in welchem Maße das Dramma giocoso unterschätzt wird. Zwar zählt Musikforscher Stefan Kunze die Oper nicht zu Mozarts vollgültigen Werken, basiere sie nämlich auf Read more about GIESSEN: Unterschätzte Oper ausgefeilt in Szene gesetzt[…]

Frederik Hanssen

AUS LIEBERMANNS ZEIT

Das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt mit Strauss und mehr zu Gast in Potsdam

Rubrik: Zwischentöne
erschienen in: das Orchester 6/2026 , Seite 50

Dieser Abend in Potsdam erzählt davon, dass nicht nur die Zwanzigerjahre golden waren, sondern auch die Nuller- und die Zehnerjahre des 20. Jahrhunderts – zumindest in den Künsten. Die rasante technische Entwicklung zerstörte alte Gewissheiten und überforderte viele Menschen, Millionen lebten in Elend und Armut, der Erste Weltkrieg brachte unsägliches Leid über Europa. Aber Literatur, Read more about AUS LIEBERMANNS ZEIT[…]

Corina Kolbe

AUFRÜTTELNDE KLÄNGE

Unter Leitung von Vladimir Jurowski hat das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin Eduard Resatschs Werk „Premonition“ uraufgeführt

Rubrik: Zwischentöne
erschienen in: das Orchester 6/2026 , Seite 48

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs setzt Eduard Resatsch alles daran, dass das Schicksal der Menschen in der Ukraine nicht in Vergessenheit gerät. In mehreren Werken thematisiert der Komponist das Leid seiner Landsleute, ohne jedoch die Hoffnung auf Frieden zu begraben. Das Stück Premonition, das nun im Konzerthaus Berlin uraufgeführt wurde, hat keinen explizit politischen Hintergrund, Read more about AUFRÜTTELNDE KLÄNGE[…]

Gerald Mertens

AUSSER KONTROLLE?

Resonanz- und Diskursräume öffnen: die Tagung „The Art of Music Education“ in Hamburg

Rubrik: Zwischentöne
erschienen in: das Orchester 6/2026 , Seite 46

Welche Rolle spielen Kulturinstitutionen in einer Gesellschaft, wenn sicher geglaubte Wertegerüste ins Wanken geraten? „Out of control – (Mit-)Verantwortung“, das war das zentrale Motto des 10. Symposiums von TAoME (The Art of Music Education) im März in Hamburg. Drei intensive Tage spannender Keynotes, Kurz-Präsentationen, Workshops und Diskussionen der über 150 Teilnehmenden aus ganz Europa, erneut Read more about AUSSER KONTROLLE?[…]

Georg Rudiger

NACHHALTIG STUDIEREN

Musikhochschulen in Baden-Württemberg setzen sich nach dem „Klima Plän“ für Energieeffizienz ein

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 6/2026 , Seite 32

Der Blick aus der Vogelperspektive geht ins Grüne, die parkartige Umgebung gleicht einem Naherholungsgebiet. Am Teich vor der Cafeteria sitzen Studierende in der Sonne. Klimaschutzmanager ­Jesus Salazar da Costa Fernandes führt über das Dach der Freiburger Musikhochschule und zeigt auf die Photovoltaikanlage, die auf dem Konzertsaal installiert ist. Er schwärmt von der natürlichen Beschattung des Read more about NACHHALTIG STUDIEREN[…]

Interview: Kai Luehrs-Kaiser

“ROUTINE IST DAS ENDE DER SENDUNG”

Antonio Pappano über sein neues Leben beim London Symphony Orchestra – und die Frage, was einen guten Dirigenten ausmacht

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 6/2026 , Seite 28

Herr Pappano, zum ersten Mal in Ihrer Karriere stehen Sie ohne Opernhaus da. Gefällt Ihnen das? Antonio Pappano: Das ist schon ein komisches Gefühl, muss ich zugeben. Ich bin es gewohnt, und zwar richtiggehend physisch, jeden Tag in ein Opernhaus zu gehen und dort zu arbeiten. Mein Rhythmus ist jetzt total anders. Ohne Opernhaus, und stattdessen Read more about “ROUTINE IST DAS ENDE DER SENDUNG”[…]

Andreas Graf

TAKT & TÜCKE – METAMORPHOSEN

Ein satirischer Blick aus dem Orchesteralltag

Rubrik: Takt & Tücke
erschienen in: das Orchester 6/2026 , Seite 27

Ein trüber Dienstagmorgen. Eichenberger betritt als einer der ersten den Orchestergraben und entdeckt an der Stelle der Kontrabässe eine junge Frau, die er noch nie gesehen hat. Sie spielt sich emsig ein. Als er an seinem Platz für die zweite Klarinette ankommt und seinen Bleistift ablegt, lächelt sie ihm charmant zu, ohne sich in ihren Read more about TAKT & TÜCKE – METAMORPHOSEN[…]

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