Uwe Roßner

STRALSUND: Des Knaben Wunderstimme

Mit „The Shining“ schlägt das Theater Vorpommern das Kapitel der Literaturoper auf

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 58

Stephen King ist eine Klasse für sich. In der Popularkultur ist der Meister des Horrors seit Jahrzehnten felsenfest verankert. Nicht allein die Auflagen seiner Bücher zeugen davon. Die Adaption seiner schaurig-schönen Geschichten ergibt mittlerweile eine stattliche Liste an erfolgreichen Verfilmungen. Mit The Long Walk und einem Neuaufguss von The Running Man gelangten im vergangenen Jahr Read more about STRALSUND: Des Knaben Wunderstimme[…]

Jürgen Gahre

BRAUNSCHWEIG: Schuldbekenntnisse

Kaija Saariahos „Innocence“ mit scharfen, dramatischen Akzenten

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 57

Innocence ist eine Oper über den (fiktiven) Amoklauf eines minderjährigen Schülers an einer internationalen Schule in Helsinki. Die finnische Komponistin Kaija Saariaho und ihre Librettistin Sofi Oksanen lassen den Täter nicht auftreten und zeigen auch nicht das Massaker, dem zehn Schüler und eine Lehrerin zum Opfer fallen, denn es geht ihnen nicht um Sensationslust, sondern Read more about BRAUNSCHWEIG: Schuldbekenntnisse[…]

Steffen Reinhold

PFORZHEIM: Triumph der Moderne

Außergewöhnlicher Doppelabend: Zemlinskys „Der Zwerg“ und Strawinskys Ballett „Le Sacre du Printemps“

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 56

Zwei Werke aus fast demselben Jahrzehnt der Moderne: Alexander von Zemlinskys Oper Der Zwerg (1922) und Igor Strawinskys Ballett Le Sacre du Printemps (1913). Beide sind durch ein Geflecht gemeinsamer Themen untrennbar verbunden: Ausgrenzung, Opfer, gesellschaftliche Grausamkeit. Beide Partituren gehören zu den kühnsten Schöpfungen des frühen 20. Jahrhunderts – Zemlinskys als späte Blüte der Spätromantik, Read more about PFORZHEIM: Triumph der Moderne[…]

Bernd Aulich

GELSENKIRCHEN: Aufgemotzte Cyberflöte

Am Musiktheater im Revier scheitert MiR.LAB-Leiterin Nora Krahl krachend an Mozarts Meisterwerk

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 55

Keine Frage, Mozarts Zauberflöte, das unmögliche Kunstwerk, profitierte schon bei der Uraufführung 1791 als Wiener Vorstadtposse von einer effektvollen Bühnenmaschinerie. Was spricht dagegen, die damals auf der Höhe der Zeit arrangierte rätselhafte Maschinenoper, die das Publikum staunen ließ, mit den Hightech-Möglichkeiten unserer Gegenwart zu inszenieren? Nichts, schier gar nichts. Es sei denn, die technischen Möglichkeiten Read more about GELSENKIRCHEN: Aufgemotzte Cyberflöte[…]

Claudia Irle-Utsch

GÖTTINGEN: Verbindende Kraft des Menschseins

Bei den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen begeistert die Oper „Deidamia“ auf allen Ebenen: inszenatorisch, musikalisch und mit aktuellen Bezügen

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 54

Achille ist zu allem bereit. Vorbei das Versteckspiel, die Tändelei im Glitzerkleid. Jetzt wird der Mann ein Mann. Hoch reckt er den Arm mit dem Schwert, entschlossen hebt er den Kopf, mit lauter Stimme besingt er den Untergang Trojas. Die Stadt fällt nur, wenn er in die Schlacht zieht und im sicheren Tod unsterblich wird. Read more about GÖTTINGEN: Verbindende Kraft des Menschseins[…]

Claudia Irle-Utsch

MOZART VERPFLICHTET

Der Fagottist Elias Neuwirth ist einer der Stipendiaten der Mozart Gesellschaft Dortmund

Rubrik: Zwischentöne
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 48

Es ist der Abschluss der Saison. Mit „Fagott vom Feinsten“ krönt die Mozart Gesellschaft Dortmund die Feierlichkeiten zu ihrem 70. Geburtstag. Die für 2025/26 letzte „Young Artist Matinee“ im Konzerthaus Dortmund rollt den roten Teppich für einen jungen Holzbläser aus: Der Fagottist Elias Neuwirth konzertiert gemeinsam mit der Philharmonie Pilsen und verzaubert das Publikum mit Read more about MOZART VERPFLICHTET[…]

Interview: Angelika Dietrich

AUF EINER WELLENLÄNGE

Im Gespräch mit dem Biologen Viktor Müller, der erforscht, wie sich die Gehirne von Musikern aufeinander abstimmen

Rubrik: Zwischentöne
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 46

Herr Müller, seit Sie vor 20 Jahren begannen, zur Synchronität zu forschen, haben Sie einen Schwerpunkt Ihrer Studien auf Musikerinnen und Musiker gelegt. Warum auf diese Berufsgruppe? Viktor Müller: Die Ausgangsfrage war, wie es Musikerinnen und Musikern gelingt, so perfekt miteinander zu musizieren. Wir vermuteten, dass man gerade bei ihnen die Inter-Brain-Synchronisation gut untersuchen kann Read more about AUF EINER WELLENLÄNGE[…]

Andreas Graf

TAKT & TÜCKE: DER INNOVATOR

Ein satirischer Blick aus dem Orchesteralltag

Rubrik: Takt & Tücke
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 26

„Der Abstand deines Saitenhalters zum Steg ist viel zu kurz und dämpft deinen Klang“, lässt sich Schertenleib eines Morgens in einer Probe belehren. Die Worte kommen von Gutenberg, seinem Pultnachbarn. Bis zum Ende der Probe kann Schertenleib an nichts anderes mehr denken, als an seinen Saitenhalter. Ängstlich hört er auf seinen Ton. Stimmt etwas nicht Read more about TAKT & TÜCKE: DER INNOVATOR[…]

Gerald Mertens

VON JAPAN BIS NEUSEELAND

Der Orchestergipfel der Asien-Pazifik-Region tagte im japanischen Kawasaki

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 34

Acht Jahre sind nicht nur im internationalen Klassikbetrieb eine große Zeitspanne. So lange hatten sich die Orchestervertreter aus Asien und dem Pazifikraum nicht mehr getroffen. Die eigentlich für das Jahr 2020 geplante Veranstaltung fiel der Pandemie zum Opfer, die auch bei den Orchestern in diesem Teil der Welt Spuren hinterlassen hat. Das wurde deutlich beim Read more about VON JAPAN BIS NEUSEELAND[…]

Antje Rößler

HOFFNUNG TROTZ FINANZLOCH

Der Deutsche Orchestertag 2026 ruft den Mut zum Träumen als Überlebensstrategie aus

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 9/2026 , Seite 32

Die Pinguine sind wieder da: Zwei Pinguine, standesgemäß im „Frack“, bilden das Logo des Deutschen Orchestertags. Hunderte Teilnehmer – Intendanten, Geschäftsführerinnen, Kulturmanager, Dramaturginnen oder Musikvermittler – trafen sich Mitte Mai zum 23. Deutschen Orchestertag (DOT) in Berlin. Die Veranstaltung ging im Tagungshotel Aquino über die Bühne, aus dessen Fenstern man auf den Dorotheenstädtischen Friedhof blickt. Read more about HOFFNUNG TROTZ FINANZLOCH[…]

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