Andreas Hauff

FRANKFURT: Auf symphatische Weise gelassen

„Grand Vibes“ Warren Wolf und Darcy James Argue bei der hr-Bigband

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 4/2025 , Seite 62

„Grand Vibes“ hat die hr-Bigband das erste Großprojekt mit ihrem neuen Composer-in-Residence Darcy James Argue überschrieben. Das Motto verspricht „großartige Schwingungen“, viel Groove, eine tolle Atmosphäre. Zugleich ist es eine Verbeugung vor dem Gastsolisten Warren Wolf. Der im US-amerikanischen Baltimore aufgewachsene und in Boston ausgebildete Jazz-Musiker spielt zwar auch Klavier und Schlagzeug; sein solistischer Schwerpunkt Read more about FRANKFURT: Auf symphatische Weise gelassen[…]

Antje Rößler

BERLIN: Schreitend zwischen Monitaurus und Küken-Ballett

Das Konzerthausorchester widmet der Komponistin Lera Auerbach einen Saison-Schwerpunkt

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 4/2025 , Seite 61

Die 51-jährige Komponistin Lera Auerbach wird vom Konzerthaus Berlin in dieser Spielzeit mit einem sogenannten „Creative Portrait“ bedacht. Das umfasst eine Aufführung von Auerbachs sechster Sinfonie, einen Kammermusikabend sowie Mitte Februar die Uraufführung des 40-minütigen Orchesterstücks Labyrinth mit dem Konzerthausorchester und dessen Chefdirigentin Joana Mallwitz. Eigentlich handelt es sich um eine Klavierkomposition, die bereits 2018 Read more about BERLIN: Schreitend zwischen Monitaurus und Küken-Ballett[…]

Ute Grundmann

BÖHLEN: Romantisch verklärt

Das Leipziger Symphonieorchester zwischen Walzerseligkeit und Totentanz

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 4/2025 , Seite 60

So klingt „Pariser Romantik“ – sagt und spielt das Leipziger Symphonieorchester. Da folgt am Beginn der Ouvertüre zur Oper um Die Stumme von Portici (La muette de Portici) von Daniel François Esprit Auber dem Tusch ein forsches Bläsersignal, ehe die Streicher leise und lyrisch fortfahren. Die Hauptfigur Fenella in diesem kaum noch gespielten Werk ist Read more about BÖHLEN: Romantisch verklärt[…]

Kathrin Feldmann

MÜNCHEN: Zwei Seiten Amerika

Barbara Hannigan reist mit den Münchner Philharmonikern in berauschende Musikwelten

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 4/2025 , Seite 59

Seit Anfang des Jahres 2025 gestalten die Münchner Philharmoniker unter dem Titel „America“ in insgesamt 13 Konzertabenden Programme, die sich mit Komponist:innen und Dirigent:innen des „American Dream“ beschäftigen – ein mehr oder weniger brisantes wie mutiges Unterfangen im Hinblick auf die aktuelle politische Situation, die hier von einer ganz anderen Warte aus Einblicke in dieses Read more about MÜNCHEN: Zwei Seiten Amerika[…]

Ute Grundmann

LEIPZIG: Menschlich getanzt

Yura Yang gibt ihren Einstand beim Gewandhausorchester

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 4/2025 , Seite 58

Hier prallen Welten aufeinander: Clara Schumanns sanftes Klavierkonzert gegen Hanns Eislers dynamische Kammersinfonie – beide begleiten und figurieren menschliche Zustände und Ängste im Ballett Humans. Zu diesem Tanzabend bringen die Choreografen Sofia Nappi und Louis Stiens zwei sehr unterschiedliche Stücke auf die Bühne, in „abstrakter Erzählweise“, wie die Oper Leipzig ankündigt. Der Zusammenprall gelingt aber Read more about LEIPZIG: Menschlich getanzt[…]

Bernd Aulich

ESSEN: Eine Frau dreht durch

Mit „The Listeners“ stellt das Aalto-Theater erfolgreich eine ­zeitgenössische Oper vor

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 4/2025 , Seite 57

Zeitgenössische Opern sind immer noch ein Wagnis. Erst im vergangenen Herbst ist das Gelsenkirchener Musiktheater im Revier mit Kaija Saariahos Innocence, der Enthüllung eines Amoklaufs, dieses Risiko eingegangen. Mit sensationellem Erfolg. Nun folgte in der Nachbarstadt Essen das Aalto-Theater mit einer weiteren deutschen Erstaufführung: The Listeners entfachte stürmischen Jubel – dank starker Sänger:innen, einer stringenten Read more about ESSEN: Eine Frau dreht durch[…]

Christian Schütte

HANNOVER: Schwierige Erinnerung

Uraufführung von Michael Wertmüllers und Roland Schimmelpfennigs „Echo 72. Israel in München“

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 4/2025 , Seite 56

Was können, sollten, müssen wir aus der Geschichte für unsere Gegenwart lernen? Das ist die Kernfrage in Michael Wertmüllers Musiktheater Echo 72. Israel in München, ein Auftragswerk der Staatsoper Hannover mit einem Libretto von Roland Schimmelpfennig. Im Mittelpunkt des Bühnengeschehens steht die Ermordung elf israelischer Olympia-Teilnehmender während der Spiele in München 1972. Lesen Sie weiter Read more about HANNOVER: Schwierige Erinnerung[…]

Roland Dippel

COTTBUS: Sternstunde mit Zemlinsky

Die sehr ernste Frühfassung von „Kleider machen Leute“ am Staatstheater Cottbus

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 4/2025 , Seite 55

Seit der ersten Renaissance-Welle für Alexander Zemlinsky bereichern seit ca. 1980 dessen Opern Der Zwerg und Eine florentinische Tragödie das Repertoire. Auch Zemlinskys musikalische Komödie Kleider machen Leute nach Gottfried Kellers Novelle Die Leute von Seldwyla hat Erfolg, zuletzt in Wien und Prag. Meist spielt man die im Vergleich zur Erstfassung mehr schlagkräftig pointierte Fassung Read more about COTTBUS: Sternstunde mit Zemlinsky[…]

Jens Daniel Schubert

CHEMNITZ: Neue Wege für Louise

Bewegendes Musiktheater mit Charpentiers „Roman musical“ in Chemnitz

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 4/2025 , Seite 54

Gustave Charpentier hat in seinem langen Leben, 1860–1956, tatsächlich nur ein halbes Dutzend Opern begonnen und zwei davon vollendet. Louise, er nennt das Werk einen „Roman musical“, erzählt von einem Arbeitermädchen, das von der großen, bunten Stadt Paris und dem aufregenden Leben in Liebe, Leidenschaft und Freiheit verführt wird. Julien, ihr Liebhaber, ein Bohemien vom Read more about CHEMNITZ: Neue Wege für Louise[…]

Uwe Kraus

HALBERSTADT: Vereiste Seelen

„La Traviata“ – einer der schönsten Tode der Musikgeschichte ist am Harztheater zu erleben

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 4/2025 , Seite 53

Das Publikum erlebt im Halberstädter Harztheater mit „La Traviata“ einen großen Opernabend, an dessen Ende der Tod steht, der dank der Verdi-Noten wohl einer der schönsten der Musikgeschichte ist. „La Traviata“ gilt als die privateste unter den 28 Opern Verdis. Erstmals widmete er sich einem zeitgenössischen Stoff, der seiner eigenen Biografie gar nicht mal so Read more about HALBERSTADT: Vereiste Seelen[…]

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