Marco Frei

München: Starkes Debüt in unsicheren Zeiten

Simon Rattle konzertiert mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks erstmals in der Isarphilharmonie

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 02/2022 , Seite 49

Der Albtraum für die Kunst und Kultur in der Pandemie geht weiter. Beim Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (BR) in München platzte die Bombe kurz vor Konzertbeginn. Ein Corona-Fall unter den Mitwirkenden verhinderte, dass das Publikum Mitte November live im Herkulessaal die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach unter Simon Rattle erleben konnte. Es musste Read more about München: Starkes Debüt in unsicheren Zeiten[…]

Ingo Hoddick

Düsseldorf: Ein Solo für Plastikflasche

Die Düsseldorfer Symphoniker mit einem Konzert für ungewöhnliche Instrumente

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 02/2022 , Seite 48

Fünf Jahre lang war Alexandre Bloch Principal Guest Conductor (Erster Gastdirigent) der Düsseldorfer Symphoniker. Nachfolger des Franzosen wurde mit der neuen Saison 2021/22 Alpesh Chauhan, geboren 1990 als Kind afrikanischer Eltern mit indischen Wurzeln in Birmingham, der zweitgrößten Stadt Großbritanniens. Musikalisch geprägt wurde er von dem besonders lebendigen und vielfältigen Musikleben seiner Heimatstadt sowie der Read more about Düsseldorf: Ein Solo für Plastikflasche[…]

Uwe Kraus

Nordhausen: Unterwerfung, Emanzipation und Vergebung

Ein düsterer Doppelabend mit Oper und Ballett am Theater Nordhausen

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 02/2022 , Seite 47

Sie gilt als älteste Familiengeschichte überhaupt: jene von Kain und Abel. Die Oper von Christoph Ehrenfellner, die eigens für das Theater Nordhausen entstand und dort nun uraufgeführt wurde, geht jedoch weit über die Seiten der Bibel hinaus. Ehrenfellner gibt Eva eine Stimme, lässt sie über den Verlust beider Söhne klagen, sodass sie die archaische Handlung Read more about Nordhausen: Unterwerfung, Emanzipation und Vergebung[…]

Bernd Aulich

Dortmund: Aus tiefster Teufe ans Licht

Das Theater Dortmund zeigt mit Ernest Guirauds und Camille Saint-Saëns’ Oper „Frédégonde“ ein funkelndes Juwel der Belle Époque

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 02/2022 , Seite 46

Kohle aus tiefster Teufe wird in Dortmund schon lange nicht mehr gefördert. 1987 schloss die letzte Zeche der Westfalen-Metropole. Heute ist es dem Dortmunder Opernhaus vorbehalten, Preziosen ans Licht zu holen. Mit ihrem jüngsten Coup bewähren sich Intendant Heribert Germeshausen und Chefdramaturgin Merle Fahrholz, designierte neue Intendantin des benachbarten Essener Aalto-Theaters, mit Mut zum Besonderen Read more about Dortmund: Aus tiefster Teufe ans Licht[…]

Dieter David Scholz

Mannheim: Musikalisch überwältigend

Das Nationaltheater Mannheim präsentierte Wagners „Tristan und Isolde“

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 02/2022 , Seite 45

Das Grundproblem aller heutigen Wagneraufführungen ist die sängerische Besetzung. Wagners Ideal – und er hat sich dazu unmissverständlich geäußert – war so etwas wie ein „vaterländischer Belcanto“. Nichtsdestotrotz herrscht heute in den meisten Aufführungen „Wagnersche Liebesbrüllerei“ (Hugo von Hofmannsthal) vor. Auch bei der neuesten Inszenierung von Tristan und Isolde am Nationaltheater Mannheim durfte man sich Read more about Mannheim: Musikalisch überwältigend[…]

Antje Rößler

Berlin: Mord am Fjord

Umjubelte Uraufführung von Peter Eötvös’ „Sleepless“ an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 02/2022 , Seite 44

Ein riesiger gestrandeter Lachs liegt auf der Bühne, halb angenagt. An seiner schuppigen Haut und unter dem Dach seiner Gräten leben die Bewohner eines norwegischen Fischerdorfes. Ende November wurde an der Berliner Staatsoper Peter Eötvös’ Sleepless uraufgeführt. Der Budapester Komponist nennt seine Schöpfung eine „Opernballade“; er nutzte den Lockdown, um das Auftragswerk der Staatsoper Unter Read more about Berlin: Mord am Fjord[…]

Roland Dippel

Forschen und Finden

In Budapest wurde die Stiftung Haydneum gegründet

Rubrik: Zwischentöne
erschienen in: das Orchester 02/2022 , Seite 41

Auf die Frage, was sich durch die Errichtung der Stiftung Haydneum für ihn ändern werde, antwortete György Vashegyi: „Nichts.“ Dabei gehörte er als maßgebliche Persönlichkeit der Alte-Musik-Szene Ungarns zu den engagiertesten Drahtziehern des vom 3. bis 7. Oktober mit einer Konzertserie der Öffentlichkeit vorgestellten Forschungszentrums. Vashegyis häufigstes Wort in seinem Textbeitrag zur aufwändigen Imagebroschüre, die Read more about Forschen und Finden[…]

Frauke Adrians

Vernetzen, fortbilden, stärken

Die neue Plattform DYMENT® will Musiker in Verbindung bringen

Rubrik: Zwischentöne
erschienen in: das Orchester 02/2022 , Seite 40

Herbst 2021: Die vierte Corona-Welle baut sich auf. Es zeichnet sich ab, dass Musiker und andere Kreative ihr Publikum über längere Zeit wieder nur eingeschränkt oder gar nicht erreichen können – und dass auch die Kontaktaufnahme und -pflege untereinander leidet. Konzerte werden ersatzlos gestrichen, sofern sie nicht unter 3G- oder 2G-Regelung stattfinden können. Oder sie Read more about Vernetzen, fortbilden, stärken[…]

Roland Dippel

Sendedebüt im Morgengrauen

Das MDR-Sinfonieorchester im erfolgreichen Großeinsatz an ungewohnter Stelle

Rubrik: Zwischentöne
erschienen in: das Orchester 02/2022 , Seite 38

Ein Schritt zurück in die Aufführungsmuster der goldenen Tage des Radios! Dieser Schritt machte am Morgen des 28. Oktober 2021 die über 70 Mitglieder des MDR-Sinfonieorchesters leicht nervös – nicht wegen des frühen Arbeitsbeginns um 6 Uhr, sondern vor allem aufgrund der aus der Zeit gefallenen Präsentationsform in der MDR JUMP Morningshow. Insgesamt waren etwa Read more about Sendedebüt im Morgengrauen[…]

Interview: Antje Rößler

Komponieren ohne Ehefesseln

Barbara Beuys hat die Biografie der Komponistin Emilie Mayer recherchiert und aufgeschrieben

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2022 , Seite 29

Frau Beuys, war Emilie Mayer wirklich „Europas größte Komponistin“? Ein Buchtitel darf auch mal zuspitzen, aber im Fall von Emilie Mayer ist dieser Superlativ kaum übertrieben. Was die Quantität angeht, war sie mit Abstand die produktivste Komponistin des 19. Jahrhunderts: unter anderem mit acht Sinfonien, 15 Ouvertüren, zehn Streichquartetten. Ihr ungeheures Talent wurde von den Read more about Komponieren ohne Ehefesseln[…]

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