Scherz-Schade, Sven

Jubeltöne fürs Private?

Zur Studie der Managementberatung A.T. Kearney "Zukunft von Kultureinrichtungen"

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2011 , Seite 24

Bei der Suche nach ein­er zukun­fts­fähi­gen Kul­tur­fi­nanzierung wer­den nicht sel­ten pri­vatwirtschaftliche Gesellschaftsmod­elle als beson­ders aus­sicht­sre­ich gelobt. Vergessen wird dabei häu­fig, dass die meis­ten pri­vat finanzierten Klassik­anbieter nur deshalb ihren Erfolg ent­fal­ten kon­nten und kön­nen, weil sie bei Pla­nung und Pro­gram­mierung auf ein großes Ange­bot öffentlich finanziert­er Ensem­bles zurück­greifen kön­nen. Pri­vate und öffentliche Kul­tur­fi­nanzierung sind aufeinan­der angewiesen. Die Man­age­ment­ber­ater von A.T. Kear­ney haben eine Studie über die “Zukun­ft von Kul­turein­rich­tun­gen! erstellt. Sie gibt gute Anre­gun­gen fürs Man­age­ment, ver­nach­läs­sigt aber, dass das Bemühen um staatliche Kul­tur­fi­nanzierung – zumal in Län­dern ohne die aus­geprägte Tra­di­tion der pri­vat­en Kul­tur­fi­nanzierung – Vor­rang haben muss.

Großkreutz, Verena

Wir sitzen alle im selben Boot”

In der Freiburger Kultur setzt man auf Kommunikation, Vernetzung und Bürgerbeteiligung

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2011 , Seite 27

Nach schwieri­gen Jahren geht es mit der Kul­turszene in Freiburg wieder aufwärts. Die Bewer­bung zur Kul­turhaupt­stadt 2020 läuft, das Ensem­ble­haus, die kün­ftige gemein­same Heim­statt des Freiburg­er Barock­o­rch­esters und des Ensem­bles Recherche, wird gebaut und eine Zielvere­in­barung mit der Stadt garantiert dem The­ater Freiburg seit 2009 ein festes Bud­get und Pla­nungssicher­heit bis 2013. Darüber hin­aus sorgt die Excel­lence-Ini­tia­tive des Fördervere­ins “The­ater­Fre­unde Freiburg” für finanzielle Unter­stützung: Auf jeden gespende­ten Euro legt die Stadt einen hal­ben Euro drauf. Ein Porträt von Ver­e­na Großkreutz.

Keuchel, Susanne

Klangkörper oder Vermittlungskünstler?

Eine Infrastrukturerhebung in Orchestern und Musiktheatern

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 03/2011 , Seite 13

Das Zen­trum für Kul­tur­forschung (ZfKf) führte 2009 für das Bun­desmin­is­teri­um für Bil­dung und Forschung (BMBF) eine Infra­struk­tur­erhe­bung zu Bil­dungsange­boten in klas­sis­chen Kul­turein­rich­tun­gen, The­atern, Orch­estern, Mehrsparten­häusern (Voller­he­bung), Bib­lio­theken und Museen (Teil­er­he­bung) durch. Im Fokus standen Son­der­führun­gen, Ein­führun­gen, Jugendthe­ater­clubs, mod­erierte Kinderkonz­erte, The­men­work­shops und viele andere kün­st­lerisch-kreative Bil­dungsange­bote.

Haselbach, Dieter

Hat Kultur einen wirtschaftlichen Nutzen?

Umwegrentabilität und andere kulturpolitische Hilfsargumente

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 03/2011 , Seite 16

Öffentliche Baut­en, Bil­dungsaus­gaben oder auch die Sport­förderung wer­den oft damit begrün­det, dass Infra­struk­tur, Bil­dungszuwachs oder Volks­ge­sund­heit einen wirtschaftlichen Wert haben, der größer ist als der öffentliche Aufwand, um sie herzustellen. Das glauben nicht immer alle. Das Argu­ment ist in ein­er ökonomisch ges­teuerten Gesellschaft gle­ich­wohl hil­fre­ich, auch bezo­gen auf Kul­tur­förderung.

Falck, Oliver/Michael Fritsch/Stephan Heblich

Nach uns die Sintflut?

Wie die Prunksucht barocker Fürsten noch bis heute für blühende Landschaften sorgt. Ergebnisse der Studie einer Forschergruppe um den Wirtschaftswissenschaftler Stephan Heblich vom Jenaer Max-Planck-Institut für Ökonomik

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 03/2011 , Seite 19

Inwieweit trägt eine gezielte Kul­tur­förderung zu regionalem Wirtschaftswach­s­tum bei? Diese Frage beschäftigt sowohl kom­mu­nale Entschei­dungsträger, die im Zuge zunehmender kom­mu­naler Ver­schul­dung über Einspar­poten­ziale zu befind­en haben, als auch Kul­turschaf­fende, die von diesen Kürzun­gen maßge­blich betrof­fen sind.

Scherz-Schade, Sven

Raffiniert disponiert

Intendanten nutzen "Optimierungspotenziale" der Orchester

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 03/2011 , Seite 21

Kun­st kostet Geld. Im Fall der öffentlich finanzierten Kul­turbe­triebe das der All­ge­mein­heit. Angesichts des seit Jahren anhal­tenden Spardrucks der öffentlichen Haushalte, haben zahlre­iche Klangkör­p­er und Musik­the­ater ihre Wirtschaftlichkeit und Effizienz bere­its wesentlich verbessert. Sind da über­haupt noch Opti­mierungspoten­ziale vorhan­den? Ein Erfahrungs­bericht in Einzel­beispie­len.

Sinsch, Sandra

Fußball contra Sinfonieorchester

Wenn das Volk im Internet mitregiert

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 03/2011 , Seite 24

Die Zeit­en, in denen Poli­tik­er alles im Allein­gang entschei­den, scheinen passé zu sein. Immer öfter wird das Volk im Inter­net aufge­fordert, sich aktiv am poli­tis­chen Entschei­dung­sprozess zu beteili­gen. Dabei wird natür­lich auch eifrig über Kosten und Nutzen von Kul­tur­ange­boten disku­tiert.

Lesle, Lutz

Volle Fahrt – ins Verderben?

GDM Mihkel Kütson befürchtet Insolvenz des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 01/2011 , Seite 36

Jet­zt erst recht!” – mit diesem Schlachtruf und einem vollem Pro­gramm trotzt die Spielzeit-Vorschau 2010/11 des Schleswig-Hol­steinis­chen Lan­desthe­aters den widri­gen Winden aus Kiel. Der Musik­the­ater-Sparte dro­ht ab der näch­sten Sai­son das Aus. Gen­eral­musikdi­rek­tor Mihkel Küt­son gibt sich kämpferisch.

Scherz-Schade, Sven

Kulturpolitik auf Weltniveau?

Offene Fragen zum UNESCO-Weißbuch "Kulturelle Vielfalt gestalten"

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 06/2010 , Seite 32

Wis­sen Sie, was es mit der UNESCO-Kon­ven­tion zur “Kul­turellen Vielfalt” auf sich hat? Nein? Macht nichts. Viele Opern­in­ten­dan­ten wis­sen es auch nicht. Dabei wer­den ger­ade ihre Kul­turein­rich­tun­gen von den völk­er­rechtlichen Bemühun­gen betrof­fen sein. 2007 hat die Bun­desre­pub­lik das Übereinkom­men zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kul­tureller Aus­drucks­for­men der UNESCO rat­i­fiziert. Seit­dem hat Deutsch­land aber nichts Konkretes zur Umset­zung der Kon­ven­tion getan. Deshalb hat die Deutsche UNESCO-Kom­mis­sion ein Weißbuch mit poli­tis­chen Hand­lungsempfehlun­gen aufgelegt. Da ste­ht allerd­ings auch eher Abstrak­tes denn Konkretes drin. Jeden­falls weiß bis dato nie­mand, wie sich die Kon­ven­tion für Musik­the­ater, Orch­ester und Chöre auswirken wird.

Scherz-Schade, Sven

Zwischen Casino und Orchestergraben

Neuorientierung statt Fusion beim Berner Symphonieorchester

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 34

Bern ist die Bun­desstadt der Schweiz. Seit 1877 musiziert hier das Bern­er Sym­phonieorch­ester (BSO). Es hat eine große Ver­gan­gen­heit. Was die Zukun­ft brin­gen kann, wird momen­tan aus­ge­han­delt. Seine Konz­erte gibt das BSO im Konz­ert­saal Kul­tur-Casi­no; im Stadtthe­ater Bern tritt es als Opern­klangkör­p­er auf. Und genau dort würde es gerne mehr Ver­ant­wor­tung übernehmen.