Scherz-Schade, Sven

Die Besten hinter dem Röstigraben

Klassik in der französischsprachigen Schweiz

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 17

Fährt man mit der Bahn von Bern kom­mend nach Lau­sanne, muss man nach dem großen Tun­nel den Blick in Fahrtrich­tung links hal­ten: Die Wein­berg-Ter­rassen von Lavaux geben ein malerisches Panora­ma! Wein­reben, der Gen­fer See (der bitteschön Lac Léman heißt!) und dahin­ter schneebe­deck­te Alpen. So über­wälti­gend wie liebreizend die Land­schaft hier ist, so beein­druck­end sind die bei­den wichtig­sten Orch­ester der Region. Das Orchestre de la Suisse Romande (OSR) spielt auf höch­stem Niveau – ein Hör­genuss. Und das Orchestre de Cham­bre de Lau­sanne (OCL) liefert Kam­mer­musik vom Fein­sten.

Hanssen, Frederik

Kein Phönix ohne Asche

Vom Berliner Senat wurden die Berliner Symphoniker konsequent ins Aus geführt. Doch das Orchester macht weiter, erfolgreich

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 12/2009 , Seite 30

Seit 2004 erhal­ten die Berlin­er Sym­phoniker keine staatliche Unter­stützung mehr, den­noch sind sie weit­er in aller Welt präsent. Ein­blicke in den harten All­t­ag eines Orch­esters im Über­leben­skampf.

Mertens, Gerald

Der Faktor 7

Herausforderungen für die deutschen Orchester 20 Jahre nach der "Wende"

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 09/2009 , Seite 38

Am Abend des 9. Novem­ber 1989 öffnete sich am Gren­züber­gang Born­holmer Straße in Berlin ein Schleusen­tor: Die DDR-Gren­z­er hiel­ten dem Druck der nach der Frei­heit drän­gen­den Bürg­er ihres Lan­des nicht mehr stand. Ein poli­tis­ches Sys­tem löste sich auf. Viele wer­den sich noch genau daran erin­nern, wo sie sich am Abend des 9. Novem­ber 1989 aufge­hal­ten und was sie an diesem Abend gemacht haben. Die his­torischen Entwick­lun­gen des Novem­ber 1989 bis hin zur Wiedervere­ini­gung im Okto­ber 1990 haben unser aller Leben nach­haltig verän­dert. Hätte es diese Ereignisse nicht gegeben, wären unsere indi­vidu­ellen Lebens­bah­nen anders ver­laufen.

Kolbe, Corina

Von Vorteil?

Drei Stiftungen, drei unterschiedliche Erfahrungen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2009 , Seite 14

Anders als pri­vate Stiftun­gen ver­fü­gen öffentlich-rechtliche Stiftun­gen zumeist über kein oder nur ein geringes Grund­kap­i­tal. Sie sind somit auf regelmäßige Zuschüsse der öffentlichen Hand angewiesen, um ihren Betrieb finanzieren zu kön­nen. Wie eigen­ständig kön­nen solche Stiftun­gen agieren? Wie ste­ht es, zumal in Zeit­en finanzieller Krisen, um ihre Pla­nungssicher­heit? Und welche Anreize bietet die Rechts­form Stiftung pri­vat­en Geldge­bern, die sich als Spon­soren engagieren wollen? Wie unter­schiedlich die Erfahrun­gen mit dem Mod­ell in der Prax­is sind, zeigen die Beispiele der Stiftung Berlin­er Phil­har­moniker, der Stiftung Oper in Berlin und der Stiftung Würt­tem­ber­gis­che Phil­har­monie Reut­lin­gen, let­ztere eine öffentliche Stiftung bürg­er­lichen Rechts.

Scherz-Schade, Sven

Klassische Kapitalerhaltung

Stiftungen zur Förderung von Orchestern und Musiktheatern

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2009 , Seite 19

Förder­s­tiftun­gen sind in den ver­gan­genen Jahren ver­mehrt auch für Orch­ester und Musik­the­ater gegrün­det wor­den, zum Teil aus ganz unter­schiedlichen Beweg­grün­den her­aus, aber immer mit dem Ziel, ein bes­timmtes Orch­ester oder Musik­the­ater zu fördern. Ist das Mod­ell erfol­gre­ich oder bloß die Weg­bere­itung für einen sukzes­siv­en Rück­zug der öffentlichen Hand aus der Finanzierung? Sven Scherz-Schade hat sich in Her­ford, Siegen, Han­nover und Gelsenkirchen umge­se­hen.

Scherz-Schade, Sven

Ideeller Mehrwert

Was sich durch Stiftungsgründungen für Orchestermusiker ändert

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2009 , Seite 22

Hör­bar ist der Unter­schied nicht, aber fühlbar. Mal mehr, mal weniger. So in etwa empfind­en es die Musik­er, die in einem Orch­ester spie­len, das durch eine Stiftung mit unter­stützt und gefördert wird. In ihrem eigentlichen Beruf­sall­t­ag ändert sich durch die Stiftung nichts Konkretes oder Arbeit­stech­nis­ches, wohl aber wird das Selb­stver­ständ­nis des Orch­esters ins­ge­samt und die Gefühlslage des einzel­nen Musik­ers mitunter pos­i­tiv bee­in­flusst.

Frucht, Stephan

Dauerhaft und stabil?

Förderprogramme in Zeiten der Finanzkrise

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2009 , Seite 24

Die deutsche Stiftungs­land­schaft blüht. Immer mehr Stiftun­gen wer­den gegrün­det, auch für die Förderung von Orch­estern und Profimusik­ern. Aber: Wie dauer­haft ist das Engage­ment? Und vor allem: Wie sta­bil sind Förder­pro­gramme in der Finanzkrise? Die deutsche Kul­tur­förderung ist sta­bil­er als manche Ein­schätzun­gen zurzeit glauben machen wollen.

Scherz-Schade, Sven

Den Gürtel enger schnallen

Stiftungen in Amerika und die Auswirkungen der Finanzkrise

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2009 , Seite 26

Die USA sind das Muster­land für eine Kul­tur­förderung durch Stiftun­gen, Spender und Spon­soren. Kein Orch­ester kön­nte dort ohne deren Unter­stützung über­leben. Die Finanzkrise hat dem Sys­tem nun ordentlich zuge­set­zt, doch Amerikan­er wären nicht Amerikan­er, wenn sie nicht trotz­dem opti­mistisch blieben.

Frei, Marco

Italienische Abendröte

Auf der Apenninhalbinsel wird vorgemacht, wie man das Opern- und Orchesterleben kaputt spart

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2009 , Seite 28

Was in den ver­gan­genen Wochen und Monat­en in den Feuil­letons über das Musik­leben in Ital­ien zu lesen war, stimmt nach­den­klich. Opern­häuser und Orch­ester kämpfen um die Exis­tenz, eifrig wird ges­part und gekürzt. Der ein­sti­gen Wiege der Musik dro­ht der totale Nieder­gang. Indessen: Das Prob­lem ist nicht neu, zudem lassen sich ähn­liche Ten­den­zen auch außer­halb Ital­iens fest­stellen.

Siebenhaar, Klaus

Zukunftsmodell?

Stiftungen für Orchester und Opernhäuser

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2009 , Seite 10

Alle Wege der Phil­an­thropie, des mäzenatis­chen Denkens und Han­delns führen zurück zum Akt des Stiftens und zur Organ­i­sa­tions­form der Stiftung. Die Stiftung als Auf­gabe und Insti­tu­tion kann auf eine über tausend­jährige Geschichte blick­en und erfreut sich auch heute großer Beliebtheit. Doch Stiftung ist nicht gle­ich Stiftung und ger­ade bei den Stiftun­gen in öffentlich­er Träger­schaft im Kul­turbere­ich stellt sich die Frage nach dem Nutzen.