Scherz-Schade, Sven

Kulturpolitik auf Weltniveau?

Offene Fragen zum UNESCO-Weißbuch "Kulturelle Vielfalt gestalten"

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 06/2010 , Seite 32

Wissen Sie, was es mit der UNESCO-Konvention zur “Kulturellen Vielfalt” auf sich hat? Nein? Macht nichts. Viele Opernintendanten wissen es auch nicht. Dabei werden gerade ihre Kultureinrichtungen von den völkerrechtlichen Bemühungen betroffen sein. 2007 hat die Bundesrepublik das Übereinkommen zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen der UNESCO ratifiziert. Seitdem hat Deutschland aber nichts Konkretes zur Umsetzung der Konvention getan. Deshalb hat die Deutsche UNESCO-Kommission ein Weißbuch mit politischen Handlungsempfehlungen aufgelegt. Da steht allerdings auch eher Abstraktes denn Konkretes drin. Jedenfalls weiß bis dato niemand, wie sich die Konvention für Musiktheater, Orchester und Chöre auswirken wird.

Scherz-Schade, Sven

Finanzkräftige Kulturlandschaft?

Wie sich Klassik-Sponsoren im Alpenland engagieren

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 26

Die Wirtschaft der Schweiz ist eine der stabilsten Volkswirtschaften weltweit. Als Handels- und Finanzplatz hat das Land eine große Tradition im Bereich Sponsoring, wovon seit jeher auch die Orchester, Opern- und Konzerthäuser profitieren. Doch auch die Schweizer Firmen und Konzerne bleiben nicht von der aktuellen ökonomischen Krise verschont. Das hat auch für das Kultursponsoring Konsequenzen.

Berner, Irmgard

Musikkollegiaten

Das Musikkollegium Winterthur

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 28

Die Schweiz war nie ein Land der Fürstenhöfe und Kirchenherrscher. Es ging immer bürgerlich-demokratisch und privatwirtschaftlich engagiert zu bei den Eidgenossen. Gleichwohl fehlte es nicht an gut organisierter Musikpraxis. Eine der ältesten Musikinitiativen der Schweiz ist das Musikkollegium Winterthur.

Berner, Irmgard

Winterthurer Modell

Im Gespräch mit Thomas Pfiffner, Direktor des Musikkollegium Winterthur

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 29

Seit 2005 leitet der 44-jährige Thomas Pfiffner das Musikkollegium Winterthur. Mit großem Elan und Traditionsbewusstsein führt der ausgebildete Pianist Neuerungen ein, knüpft Netzwerke für Jugendarbeit und denkt über Orchestermodelle der Zukunft nach.

Scherz-Schade, Sven

Zwischen Casino und Orchestergraben

Neuorientierung statt Fusion beim Berner Symphonieorchester

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 34

Bern ist die Bundesstadt der Schweiz. Seit 1877 musiziert hier das Berner Symphonieorchester (BSO). Es hat eine große Vergangenheit. Was die Zukunft bringen kann, wird momentan ausgehandelt. Seine Konzerte gibt das BSO im Konzertsaal Kultur-Casino; im Stadttheater Bern tritt es als Opernklangkörper auf. Und genau dort würde es gerne mehr Verantwortung übernehmen.

Scherz-Schade, Sven

Standort für zwei Spitzenorchester

Zürich hat die Tonhalle und die Oper

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 36

Die Kernstadt zählt 380.000 Einwohner und knapp eine weitere Million lebt in der umliegenden Metropolregion. Damit ist Zürich die größte Stadt der Schweiz und wichtigstes Wirtschaftszentrum. Auch was die Orchesterkultur betrifft, setzt Zürich Maßstäbe. 1985 trennte sich vom traditionsreichen Tonhalle-Orchester ein reines Ensemble für Musiktheater ab. Das Orchester der Oper Zürich mit seinen 118 Mitgliedern zählt heute zu den weltbesten Opern-Klangkörpern. Urs Dengler, seit 1992 Solo-Fagottist des Zürcher Opernorchesters, berichtet über aktuelle und althergebrachte hohe Anforderungen an die Musiker. Urs Dengler ist Präsident des Orchestervorstands der Oper Zürich.

Scherz-Schade, Sven

Vermittlung und Ausbildung

Schweizer Musikerziehung für Kinder und Studium für angehende Profis

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 38

Auch in der Schweiz haben Musikvermittlung und Konzertpädagogik Konjunktur. Konzerthäuser und Festivals bemühen sich, das junge Publikum für die Klassik zu gewinnen. Doch das Knowhow dazu konnten Schweizer Musikpädagogen bislang nur auswärts – in England oder Deutschland – bekommen. Erstmals bietet in der Schweiz die Zürcher Hochschule der Künste seit 2009 den Master of Advanced Studies in Musikvermittlung und Konzertpädagogik an. Generell ist die Musikausbildung in der Schweiz, speziell für angehende Orchestermusiker, in den vergangenen Jahren äußerst attraktiv geworden. Das hat mehrere Ursachen.

Scherz-Schade, Sven

Die Schweiz

Klassik im Alpenstaat

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 10

Die Schweiz ist weltweit bekannt als Reise- und Urlaubsland. Die Berge laden zu Wanderungen oder zum Skiurlaub ein. Auch die Kultur lockt Besucher in die Schweiz. Zahlreiche Klassik-Festivals ziehen internationales Konzertpublikum an. Die Alpenrepublik zählt insgesamt zwölf Berufssinfonieorchester. So viele haben jedenfalls unter dem Dach des Schweizerischen Musikerverbands (SMV) Gesamtarbeitsverträge abgeschlossen. Darüber hinaus gibt es vor allem in der Kammermusik auch freie Ensembles. Der Großteil der professionellen Orchesterlandschaft der Schweiz ist öffentlich finanziert. Allerdings stehen auch in der Schweiz Orchester zunehmend unter Legitimationsdruck. Sie müssen der Öffentlichkeit darlegen, dass sich ihre Finanzierung durch die öffentliche Hand lohnt. Probleme werden derzeit beim Orchestra della Svizzera italiana und in der Bundesstadt beim Berner Sinfonieorchester diskutiert. Doch es gibt auch sehr positive Entwicklungen: Mit dem Gstaad Festival Orchestra gab es 2009 eine Orchester-Neugründung.

Scherz-Schade, Sven

Lern von Luzern

Das LSO vom Vierwaldstättersee

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 14

Sie sind die Aufsteiger aus der Zentralschweiz. Das Luzerner Sinfonieorchester (LSO) hat in der ersten Dekade dieses Jahrhunderts einen enormen Aufschwung erlebt. Das bestätigen alle: Das Publikum ist fasziniert vom exzellenten Klang. Die Musiker freuen sich über ihre verbesserte Orchesterqualität. Private Finanziers und die Politik stärken dem erfolgreichen, engagierten Management den Rücken. Luzern zeigt, wie stark ein Orchester von der kulturellen Infrastruktur der Stadt und Region geprägt wird. Seit Eröffnung des Kultur- und Kongresszentrums Luzern (KKL) 1998 wurde das LSO immer besser.

Scherz-Schade, Sven

Die Besten hinter dem Röstigraben

Klassik in der französischsprachigen Schweiz

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2010 , Seite 17

Fährt man mit der Bahn von Bern kommend nach Lausanne, muss man nach dem großen Tunnel den Blick in Fahrtrichtung links halten: Die Weinberg-Terrassen von Lavaux geben ein malerisches Panorama! Weinreben, der Genfer See (der bitteschön Lac Léman heißt!) und dahinter schneebedeckte Alpen. So überwältigend wie liebreizend die Landschaft hier ist, so beeindruckend sind die beiden wichtigsten Orchester der Region. Das Orchestre de la Suisse Romande (OSR) spielt auf höchstem Niveau – ein Hörgenuss. Und das Orchestre de Chambre de Lausanne (OCL) liefert Kammermusik vom Feinsten.

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