Pegelhoff, Ralf

Mobbing

(K)ein Thema für Orchester?

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2009 , Seite 28

Die junge Kol­le­gin sitzt seit vier Wochen in ihrem neuen Orch­ester. Sie hat sich riesig gefreut, dass sie diese Stelle bekom­men hat, ist all­seits beliebt und fühlt sich schon etwas ver­traut mit den neuen Kol­le­gen. Heute Abend sitzt ein Kol­lege aus einem benach­barten Orch­ester neben ihr, den sie noch nicht ken­nt. Sie begrüßen sich, stellen sich vor und schon bald begin­nt ein Geplänkel zwis­chen den bei­den, welch­es in erster Lin­ie von dem wesentlich älteren Kol­le­gen aus­ge­ht. Die junge Kol­le­gin ist ein biss­chen pein­lich berührt, aber was soll sie machen, sie ist im Probe­jahr und da möchte man es sich mit nie­mand ver­scherzen. Kurz vor Beginn der Vorstel­lung wird der Orch­ester­graben abge­dunkelt. Plöt­zlich fühlt die junge Kol­le­gin eine Hand auf ihrem Knie und den fast unhör­bar ger­aun­ten Satz ihres Pult­nach­barn: “Im Dun­klen lassen sich auch andere schöne Dinge tun…”

Dost, Tilman

Wenn sich der Ton verändert…

Zur Ausgestaltung von Veränderungsprozessen im Orchestermanagement

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 10/2008 , Seite 30

Unternehmerisches Wirtschaften und betrieblich­es Man­age­ment vol­lziehen sich heute unter ganz anderen Voraus­set­zun­gen als noch vor weni­gen Jahren. Auch von Orch­estern wird immer stärk­er erwartet, sich auf der Grund­lage der eige­nen Tra­di­tion neu zu definieren und auf die Verän­derun­gen des Umfelds inno­v­a­tiv zu antworten. Einen Wet­tbe­werb­svorteil hat, wer diesen Prozess strate­gisch ange­ht. Das Change Man­ag­ment kann hier­bei als Unter­stützungssys­tem ange­wandt wer­den, in dem die Wün­sche der Mitar­beit­er und die Kom­plex­ität men­schlichen Ver­hal­tens und Miteinan­ders eben­so im Zen­trum ste­hen wie die Unternehmensziele.

Vongries, Caroline

Spitzenleistung unter Extrembedingungen

Wie bleibt man dennoch gesund? Niedersachsen ermöglicht Profimusikern entsprechende Weiterbildungsmaßnamen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2008 , Seite 23

Auftrittsangst? Burn-Out? Oder ein­fach “nur” der tägliche Wahnsinn? Nieder­sach­sen eröffnet Orch­ester­musik­ern im ganzen Land eine Möglichkeit, wie sie Spitzenkräften im Sport oder in der Wirtschaft seit Jahrzehn­ten ganz selb­stver­ständlich offen ste­ht: Die Musik­er kön­nen Kurse oder sog­ar eine indi­vidu­elle Betreu­ung in Anspruch nehmen, um zu erler­nen, wie man unter den Extrem­be­din­gun­gen, die ihr Beruf mit sich bringt, dauer­haft Höch­stleis­tung erbrin­gen kann. Und vor allem: wie man dabei gesund bleibt. Wie sehen die Musik­er das Exper­i­ment, was erwartet die Arbeitgeberseite?

Bohne, Michael

Viele Orchester bleiben unter ihren Möglichkeiten

Störendes Lampenfieber, Auftrittsstress und ein entwertender Kommunikationsstil sind Zeichen für ein geringes Selbstwertgefühl von einzelnen Musikern und ganzen Orchestern

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2008 , Seite 25

Orch­ester kön­nen emo­tionale Höch­stleis­tun­gen und musikalis­che Bestleis­tung nur dann brin­gen, wenn jed­er einzelne Musik­er die Fähigkeit besitzt, mit emo­tionalen Belas­tungsspitzen und Angrif­f­en auf sein Selb­st­wert­ge­fühl kreativ und selb­st­wertschätzend umzuge­hen. So lange Musik­er und ganze Orch­ester sich jedoch selb­st entwerten, den Glauben an sich ver­loren haben und einen entwer­tenden Kom­mu­nika­tion­sstil pfle­gen, wer­den sie nicht in der Lage sein, ihre men­schlichen und kün­st­lerischen Poten­ziale voll zu ent­fal­ten. Dies kann zu ein­er kün­st­lerischen und seel­is­chen Ver­wahrlosung der Orch­ester und zu inneren Kündi­gun­gen der Musik­er führen, was wiederum die Attrak­tiv­ität des Orch­esters auch für die Zuhör­er und Konz­ertbe­such­er schmälert.

Ruhnke, Ulrich

Hilfe zur Selbsthilfe

Mediation als wirkungsvolle Abhilfe bei Orchesterkonflikten

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2008 , Seite 27

Man kön­nte doch ein­fach nur wun­der­bare Musik zusam­men machen… wären da nicht diese ständi­gen unnöti­gen Quere­len!” – denken sich vielle­icht viele Musik­erkol­le­gen. Medi­a­tion bietet die Chance, störende orch­es­ter­in­terne Fak­toren wirk­sam zu beseit­i­gen und den Weg frei zu machen für ein von Spiel­freude getra­genes Musizieren. Ulrich Ruhnke im Gespräch mit der Medi­a­torin Ange­li­ka Kutz.

Pegelhoff, Ralf

Gesucht!

Kommunikationskultur für Orchester

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2008 , Seite 10

Das Bild des Orch­ester­musik­ers, der seine Töne zur recht­en Zeit am recht­en Ort platziert, dafür eine angemessene Wertschätzung erfährt, anson­sten aber wenig zu melden hat und sich in sein Schick­sal fügt, hat Risse bekom­men. Es gibt eine Rei­he von Kol­le­gen, die mehr sein wollen als ein Räd­chen im Getriebe, und die andere Antworten auf Kon­flik­te und Miss­man­age­ment suchen als frucht­lose Diskus­sio­nen oder Aus­sitzen. Es ist immer­hin ein Traum­beruf, auf den jed­er von uns lange hingear­beit­et hat und um den es sich zu kämpfen lohnt. Die Führungse­ta­gen unser­er Orch­ester haben das Poten­zial des kreativ mit­gestal­tenden Mitar­beit­ers noch nicht ent­deckt. Die Bedin­gun­gen für gelun­gene Kom­mu­nika­tion zum The­ma zu machen ist in unseren Insti­tu­tio­nen bis jet­zt eben­so wenig gelun­gen. Die Gründe sind vielschichtig, die Auswirkun­gen erheblich.

Vongries, Caroline

Reden miteinander statt übereinander

Wenn Musiker sich selbst zu Experten in eigener Sache weiterbilden – Nachahmung empfohlen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2008 , Seite 13

Wer­den Kom­mu­nika­tion­sprob­leme in Orch­estern nicht gle­ich unter den Tep­pich gekehrt, unter­liegt eine Lösung entwed­er der (mehr oder weniger zufäl­lig vorhan­de­nen) Kom­mu­nika­tion­skom­pe­tenz der han­del­nden Per­sön­lichkeit­en, oder man begin­nt – nach dem Vor­bild der Wirtschaft – allmäh­lich pro­fes­sionelle Hil­fe in Anspruch zu nehmen. In Biele­feld sind die Musik­er, mit ihrem Gen­eral­musikdi­rek­tor und dem Geschäfts­führer einen drit­ten Weg gegan­gen: Das Orch­ester hat sich in ein­er Arbeits­gruppe über mehrere Jahre hin­weg selb­st­ständig Grund­la­gen ein­er erwün­scht­en Gespräch­skul­tur im eige­nen Klangkör­p­er erar­beit­et. Car­o­line Von­gries war vor Ort und bekam Ein­blicke in die Möglichkeit­en und Gren­zen eines solchen Bildungsprojekts.

Pegelhoff, Ralf

Die Macht des scheinbar Nebensächlichen

Betriebsinterne Kommunikation beeinflusst die Produktivität wesentlich

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2008 , Seite 16

Otto… find’ ich gut.” Den bekan­nten Werbeslo­gan des Han­dels- und Dien­stleis­tungskonz­erns sollen dem Kalkül der Unternehmensleitung nach nicht nur die Kun­den zitieren. Auch die eige­nen Mitar­beit­er und den poten­ziellen Nach­wuchs will das Unternehmen für sich begeis­tern. So jeden­falls das Ziel ein­er neuen Per­sonal­mar­ket­ingstrate­gie, mit der die Han­dels­gruppe ihr Arbeit­ge­ber­im­age ins rechte Licht rück­en will. Zweck der Aktion: “Stärkung der Iden­ti­fika­tion der Mitar­beit­er mit den Unternehmenswerten.” Ein Beispiel auch für die Orchester?

Richwien, Daniel

Untergang im Tutti?

Musikstudium und Musikerberuf – zwei Welten treffen aufeinander

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2008 , Seite 18

Die Arbeitsweise im Orch­ester ist geprägt durch einen kollek­tiv­en Prozess, der für das einzelne Orch­ester­mit­glied mitunter recht prob­lema­tisch sein kann. Unzufrieden­heit­en und Kon­flik­te ergeben sich als mögliche Fol­gen dieser orch­ester­spez­i­fis­chen Arbeitsweise. Doch welche Lösungsan­sätze, welche Präven­tiv­maß­nah­men kön­nen Abhil­fe schaf­fen? Daniel Rich­wien hat sich in Orch­estern umgesehen.

Pegelhoff, Ralf

Und in dem “Wie”, da liegt der ganze Unterschied

Was macht eine Führungskraft zu einer guten Führungskraft?

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2008 , Seite 20

Jed­er Musik­er ken­nt das beson­dere Erleb­nis eines gelun­genen Konz­erts: Der Diri­gent hat eine klare Vision von der Architek­tur der Kom­po­si­tion. In den Proben besticht er durch klare Zeichenge­bung und ein­deutige Ansagen und ver­mit­telt so den Musik­ern seine Vorstel­lun­gen, schnörkel­los und unei­t­el. Er bün­delt die vielfälti­gen Ressourcen eines Orch­esters zu gemein­samen Klän­gen und treibt während des Konz­erts durch seine inspiri­erende Inter­pre­ta­tion die einzel­nen Musik­er zu Höch­stleis­tung an, die das Pub­likum schließlich zu Begeis­terungsstür­men hin­reißt. So ein­fach ist das, kann das sein. Doch wie kann es gelingen?