Ralf-Thomas Lindner

HANNOVER: Begegnung

Die NDR Radiophilharmonie setzt Werke von Schumann und Tschaikowsky in Beziehung

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 62

St. Petersburg ist ein großes kulturhistorisches Museum, erinnert sich der Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie, Stanislav Kochanovsky, an seine dortige Studienzeit. Überall begegnen einem Statuen, Museen und ehemalige Herbergen so bedeutender Kulturschaffenden wie etwa Fjodor Dostojewski oder Pjotr Iljitsch Tschaikowsky. Tschaikowsky verehrt und bewundert seinen 30 Jahre älteren Komponistenkollegen Robert Schumann in einem Zeitungs-Feuilleton: „Man kann Read more about HANNOVER: Begegnung[…]

Claudia Irle-Utsch

STUTTGART: Das Vertraute im Fremden entdecken

Das Ensemble Constantinople verwob beim Bachfest Stuttgart die Werke von Johann Sebastian Bach und Omar Khayyam

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 61

Vier Zeilen genügen dem Dichter, um einen Kosmos zu öffnen. Sein Blick sucht nach dem, was hinter den Dingen liegt – in den Weiten des Universums und in dem Mysterium, dass „zwischen dir und mir“ alles, aber auch nichts möglich sein kann. Der persische Gelehrte Omar Khayyam (1048–1131) erforschte als Astronom, wie Himmelswelten das Erdenleben Read more about STUTTGART: Das Vertraute im Fremden entdecken[…]

Otto Paul Burkhardt

STUTTGART: Notre Dame und Rummelplatz

Echoes of Bach: Stuttgarter Kammerorchester schaut auch bei David Bowie vorbei

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 60

Die Musik des Thomaskantors gehört zur Gründungs-DNA des Stuttgarter Kammerorchesters (SKO). Eines der kompakten, genrefluiden Themenkonzerte, selbstbewusst „Sternstunden“ genannt, erkundete jetzt „Echoes of Bach“. Geprägt war der Abend – zwischen Barock und Moderne, Orgel und Viola, Klassik und Rock – auch von zwei Solisten, dem Orgelprofessor Kay Johannsen und dem SKO-Solobratscher Manuel Hofer, der das Read more about STUTTGART: Notre Dame und Rummelplatz[…]

Wolf-Dieter Peter

MÜNCHEN: Vielerlei endet in Allerlei

Das Rundfunkorchester und die Bayerische Theaterakademie feiern gemeinsam mit Raritäten

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 59

Auf 20 Jahre Zusammenarbeit können das Münchner Rundfunkorchester und die Bayerische Theaterakademie August Everding zurückblicken. Das gilt als „Porzellan-Hochzeit“ – und die Jubiläumsproduktion von zwei besonderen Werken verlangte feinste Modellierung, ähnlich wie beim ortsansässigen „Nymphenburger“ … Der mit „Auf und Ab – Über die unausweichliche Zunahme von Missverständnissen“ über­titelte Abend verband Nino Rotas Einakter I Read more about MÜNCHEN: Vielerlei endet in Allerlei[…]

Claudia Irle-Utsch

HAMBURG: Auf den Fährten des Orpheus

NDR Elbphilharmonie Orchester und NDR Vokalensemble widmen sich dem „Mythos Heldentum“

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 57

Der Blick zurück zeigt das Grauen: Orpheus hat seine Liebste verloren. Die Hölle, die er sah, brachte ihn um. Orpheus ist tot. Und lebt doch weiter: als Ideal eines singenden Helden. Orpheus’ Kunst konnte Herzen erweichen, Wege öffnen, Möglichkeiten schaffen. Eine Antwort auf die Frage, ob Musik eine Welt verändern kann, bessern vielleicht, kommt übers Read more about HAMBURG: Auf den Fährten des Orpheus[…]

Dieter David Scholz

DESSAU: Heuchlerische Moral der bürgerlichen Elite

Ein Monumentalwerk aus Brasilien: Santoros „Alma“ am Anhaltischen Theater

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 56

Cláudio Franco de Sá Santoro (1919–1989) gilt als einer der wichtigsten Komponisten Brasiliens. Er hat ein umfangreiches Œuvre geschaffen. Aber erst gegen Ende seines Lebens schrieb Santoro die sozialkritische Oper Alma; 1998 wurde sie im Teatro Amazonas in Manaus uraufgeführt. Im Rahmen des Kurt Weill Fests 2026 kam sie nun im Anhaltischen Theater Dessau zur Read more about DESSAU: Heuchlerische Moral der bürgerlichen Elite[…]

Ingo Hoddick

HANNOVER: Krieg und Hunde

Die Staatsoper Hannover brachte die meisterhafte Oper „Penthesilea“ nach Heinrich von Kleist von Pascal Dusapin zur kongenialen deutschen Erstaufführung

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 55

Eine Frau und ein Mann, verbunden durch einen Krieg und wie besessen davon, den anderen zu besiegen: die Amazone Penthesilea und der Grieche Achilles. Als Heinrich von Kleist 1806/07 aus diesem antiken Mythos ein Theaterstück machte, kehrte er das grausame Ende der Geschichte um: Nicht Achilles erschlägt Penthesilea und verliebt sich anschließend in den Körper Read more about HANNOVER: Krieg und Hunde[…]

Christoph Schulte im Walde

BIELEFELD: Es geht auch klein

Gelungenes Experiment: Ligetis „Le Grand Macabre“ als halbszenische Aufführung

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 54

Der Tod erwacht zu neuem Leben und entsteigt seinem finsteren Grab. Seine brutale Mission: die restlose Zerstörung der Welt! Vollmundig annonciert er die Kollision des Planeten mit einem wuchtigen Kometen, danach sei dann Schluss mit der Menschheit. – Dies der Ausgangspunkt der durch und durch skurrilen, grotesken Geschichte, die György Ligeti in seiner Oper Le Read more about BIELEFELD: Es geht auch klein[…]

Bernd Aulich

DORTMUND: Held der Finsternis

Die bildertrunkene szenische Wiederbelebung der Grand opéra „Mazeppa“ von Clémence de Grandval gerät als großes Kino zum Sensationserfolg

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 53

In der Ukraine wird Iwan Mazeppa bis heute als Nationalheld verehrt. Ruhm erwarb die historische Figur des „Hetmans der Kosaken“ im Freiheitskampf für eine unabhängige Ukraine im späten 17. Jahrhundert in der konfliktträchtigen Gemengelage zwischen Polen und Russland. Inspiriert hat er so unterschiedliche Autoren wie Puschkin, Byron, Victor Hugo, Rilke und Brecht. Franz Liszt widmete Read more about DORTMUND: Held der Finsternis[…]

Jürgen Gahre

LÜBECK: Antike Straßenkämpfe

Kommentar zur Gegenwart in Lübecks „L’incoronazione di Poppea“

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 52

Das Theater Lübeck begeistert mit Claudio Monteverdis L’incoronazione di Poppea, einer 384 Jahre alten Oper, die dank ihrer erstaunlichen Aktualität in der Lage ist, uns Heutigen einen Spiegel vorzuhalten. Sie wurde 1642 in Venedig uraufgeführt, als in Mitteleuropa noch der Dreißigjährige Krieg tobte. An dieser Oper, die die weit verbreitete Korruption, Dekadenz und Machtgier im Read more about LÜBECK: Antike Straßenkämpfe[…]

Page Reader Press Enter to Read Page Content Out Loud Press Enter to Pause or Restart Reading Page Content Out Loud Press Enter to Stop Reading Page Content Out Loud Screen Reader Support