Dmitri Shostakovich

String Quartets Vol. 4

Quartetto Noûs, Quartetto di Cremona

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 77

Die Musik von Dmitri Schostakowitsch ist in der Klassikwelt gerade allgegenwärtig. Nicht nur namhafte Orchester, sondern auch zahlreiche Kammermusikensembles hatten rechtzeitig zum 50. Gedenkjahr die bekannten Werke eingespielt. So auch das sich 2011 gegründete Quartetto Noûs, das sich auf die Fahnen schrieb, sich mit diesem bedeutungsreichen, altgriechischen Begriff (νοός bzw. νούς) in der Welt höchster Read more about String Quartets Vol. 4[…]

Morton Feldman

The Viola in My Life

Antoine Tamestit (Viola), Gürzenich-Orchester Köln, Ltg. François-Xavier Roth

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 75

Liest man im Booklet das Geleitwort von Bratschist Antoine Tamestit zur vorliegenden CD, dann drängt sich der Eindruck auf (der sich beim Hören des Albums bestätigen wird), dass es zwischen dem Solisten und dem Komponisten Morton Feldman (1926–1987) eine Wahlverwandtschaft gibt: „Die Bratsche ist zu meiner Stimme geworden […] und die Musik ist der Ort, Read more about The Viola in My Life[…]

Werke von Johann Sebastian Bach und Johann Adolph Scheibe

Bach vs. Scheibe. Arien und Instrumentalwerke

Marie-Sophie Pollak (Sopran), Concerto Köln, Ltg. Max Volbers

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 72

Bei Berlin Classics erschien 2025 eine aufschlussreiche CD zu den beiden musikalischen Kontrahenten Johann Sebastian Bach und dem vor allem in Dänemark wirkenden Kom­ponisten Johann Adolph Scheibe (1708–1776). Wenn hier auch der Bach-Kritiker und Bach höchstselbst auf einem Album vereint werden, so stellt man doch als Hörer fest, dass beider Werke durchaus gut zusammenpassen und Read more about Bach vs. Scheibe. Arien und Instrumentalwerke[…]

Dobrinka Tabakova

Sun Triptych

Maxim Rysanov (Viola), Dasol Kim (Klavier), Roman Mints (Violine), Kristina Blaumane (Violoncello), BBC Concert Orchestra, Ltg. Dobrinka Tabakova

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 76

Intensive Naturbeobachtungen und deren Transfigurationen in musikalische Rhetorik sind für die britische Komponistin bulgarischer Herkunft Dobrinka Tabakova zugleich Inspiration und Trost. So sind die zirkadianen Sonnenlichtphasen das Sujet des Sun Triptych für Violine, Cello und Streichorchester: Aufsteigende Linien der Soloinstrumente in heiteren Ensemble-Timbres symbolisieren den Aurora-Gang während der Morgendämmerung, wobei sich die Klang-Photonen zum Zenit Read more about Sun Triptych[…]

Werke von Alessandro Marcello, Johann Sebastian Bach, Juri Vallentin, Antonio Vivaldi u. a.

Rush

Juri Vallentin und Sergio Sanchez (Oboe), ensemble reflektor, Ltg. Joosten Ellée

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 72

Noch eine CD mit barocken Oboenkonzerten? Als Konzertprofi weiß Juri Vallentin, wie rasch nach mehrmaligem Schnell-Langsam-Schnell Ermüdung bei den Zu­hö­rer:innen und vielleicht auch den Ausführenden einsetzen kann. Dem wirkt der Oboist auf dieser Berlin-Classics-CD mit einem sehr intelligent zusammengestellten Programm entgegen, das wunderbar gegen den Strich gebürstete musikalische „Störstellen“ (Vallentin nennt sie im tollen Begleitheft Read more about Rush[…]

Walter Fink

Mit Anlauf Glück

Lebenserinnerungen eines Musikenthusiasten

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 69

Er war weit mehr als ein „Musikenthusiast“. Der Unternehmer Walter Fink (1930–2018) wirkte als einer der wichtigsten Privatmäzene der Neuen Musik und war dabei selbst ein beachtlicher Musiker. Schon mit elf Jahren hatte er Gottesdienste an der Orgel begleitet, mit zwölf spielte er öffentlich als Solist des Mozart-Klavierkonzerts. Nach Kriegsende dann stürzte er sich voller Read more about Mit Anlauf Glück[…]

Alfred Stenger

Wagner und Tanz

Spuren des Tänzerischen in den Musikdramen Richard Wagners

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 69

Wagners Tanzformen wollen gesucht werden, denn oft zeigen sie sich nur sehr subtil, im Verborgenen. Alfred Stenger begibt sich in seinem kleinen aber sehr konzisen Buch auf Spurensuch. Akribisch und wissenschaftlich korrekt wird er erstaunlich fündig. Stenger unterscheidet sehr differenziert Tanzszenen, eindeutige Tänze, rhythmisch federnde Verläufe, Tanzstrukturen, Tanzgesten, Tanzstimmungen, Tanz als archaische Expression, Tanzgesten, Andeutungen Read more about Wagner und Tanz[…]

Bernd Buchner

Wagners Welttheater

Zur Geschichte der Bayreuther Festspiele zwischen Kunst, Politik und Religion. Wagner in der Diskussion Bd. 25

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 68

Unmengen von Veröffentlichungen haben dazu beigetragen, dass die Wagner-Literatur ins Gigantische anwuchs. Weit mehr als 100000 Titel verzeichnet die 2019 (von der Universitätsbibliothek Rostock) herausgegebene, opulente Bibliografie zu Leben und Werk Richard Wagners. Dennoch schwankt die Wagner-Literatur „zwischen ausschweifendem Reichtum und irritierenden Erkenntnislücken“, wie Bernd Buchner in der – soeben veröffentlichten – bis zur Gegenwart Read more about Wagners Welttheater[…]

Jürgen Karthe

Von der Concertina zum Bandoneón

Chemnitz – die Wiege des Bandoneóns

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 68

Liebe – das ist ein schwebend-entrückter Zustand zwischen rosaroter Brille, Scheuklappen auf der einen und grenzenloser scheinbar ewiger Glückseligkeit auf der anderen Seite. Für den Autor des vorliegenden Büchleins, Jürgen Karthe, ist die Diagnose klar: Er ist bis über beide Ohren verliebt in sein Instrument! Es ist eine kleine Formulierung, in der Karthe sein Buch Read more about Von der Concertina zum Bandoneón[…]

Werke von Johann Sebastian Bach, Steve Reich, Dorothea Hofmann, Leon Zmelty, Eva Kuhn und Julius von Lorentz

Intimacy

Sarah Luisa Wurmer, Tajda Krajnc (Zither)

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 3/2026 , Seite 77

Mit ihrem Debütalbum Intimacy legt die junge Musikerin Sarah Luisa Wurmer eine farbenreiche und zugleich äußerst persönliche künstlerische Visitenkarte vor. „Intimität und Musik drücken beide etwas aus, wofür uns oft die Worte fehlen“ – dieser Gedanke durchzieht das Programm wie ein innerer Leitfaden. Aus unterschiedlichen musikalischen Blickwinkeln betrachtet die Fanny-Mendelssohn-Preisträgerin 2025 das Thema Intimität und Read more about Intimacy[…]

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