Marco Frei

München: Crossover vom Feinsten

Die „Münchner Spots“ der Münchner Symphoniker

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 10/22 , Seite 51

Mit symphonischen Crossover-Projekten ist das so eine Sache. In der Regel haben die beteiligten Orchester das Nachsehen, dürfen plump und beliebig begleiten. Das kann frustrieren, weil die Qualität der klassischen Klangkörper im Grunde gar nicht abgerufen wird. Eine Chance wird da vertan, obwohl sich solche symphonischen Crossover-Projekte beim Publikum eigentlich großer Beliebtheit erfreuen. Hier setzen Read more about München: Crossover vom Feinsten[…]

Michael Thumser

Hof: Neue Ufer unter Wasser

Die Hofer Symphoniker trotzen als Konzert- und Theaterorchester einer Zeitenwende voller Zwischenfälle

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 10/22 , Seite 50

Wer sich davon überzeugen will, wie sich während einer „Zeitenwende“ Geplantes und Fatales durchmischen, der muss nicht erst, wie gegenwärtig, auf die nationale und internationale Lage schauen. Oft genug reicht ein Blick auf die kleine Welt der Heimatkommune, manchmal der auf ihre Kultur. In Hof, zum Beispiel, teilte Ingrid Schrader im März 2021 nach dreizehn Read more about Hof: Neue Ufer unter Wasser[…]

Uwe Kraus

Sondershausen: Singspiel auf der Theaterwiese

Die Thüringer Schlossfestspiele Sondershausen

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 10/22 , Seite 48

Dass Antonia Bauersfeld als Mini-Meteorologin spielfreudig und unaufgeregt die Szenerie auf der Theaterwiese vor der Rotunde des Sondershäuser Schlosses als Sonne oder mit Regenschirm bereichert, hat Symbolik für das diesjährige Sommer-Open-Air des Theaters Nordhausen. Im Schlosshof der Thüringischen Kreisstadt erlebt das Publikum das Musical Die 3 Musketiere und Mozarts Così fan tutte. Eher Unbekanntes offeriert Read more about Sondershausen: Singspiel auf der Theaterwiese[…]

Frauke Adrians

Erfurt: Gefangenenchor in Blau-Gelb

Verdis „Nabucco“ bei den Erfurter Domstufen-Festspielen

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 10/22 , Seite 48

Vor etwa 15 Jahren trugen die Gefangenenchöre aus Nabucco und Fidelio nahezu serien­mäßig Anzüge in Guantanamo-Orange. Heute ist es nicht mehr das US-Lager auf Kuba, das die Bildwelten der Opernbühnen prägt, heute sind es der russische Angriffskrieg und die ukrainische Gegenwehr. Guy Montavon, Intendant des Theaters Erfurt und Regisseur der 29. Domstufen-Festspiele, setzte bei Verdis Read more about Erfurt: Gefangenenchor in Blau-Gelb[…]

Wolf-Dieter Peter

München: Grauen und Tändelei

Die Münchner Opernfestspiele bieten Neuinszenierungen von Krzysztof Penderecki und Richard Strauss

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 10/22 , Seite 47

Wie schon in ihrer ganzen ersten, eher durchwachsenen Spielzeit forderten Intendant Serge Dorny und GMD Vladimir Jurowski das Münchner Festspielpublikum heraus. Nur in einem Gastspiel war 1970 Pendereckis düsteres Musikdrama Die Teufel von Loudun im Nationaltheater zu erleben. In unseren aktuellen Neu-Wahn-Phasen also höchste Zeit: Der historische Fall von 1634, in dem ein Priester schließlich Read more about München: Grauen und Tändelei[…]

Frauke Adrians

Bayreuth: Umjubelter Notnagel

Bayreuths Festspiel-Publikum feiert einen dekorativ schlichten, aber musikalisch starken „Tristan“

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 10/22 , Seite 46

> Endlich wieder Bayreuth! Das Publikum hat seine Festspiele schmerzlich vermisst – in den beiden Corona-Jahren konnten sie mal gar nicht, mal nur in stark reduzierter Form stattfinden. Und nun, im Sommer 2022, trotz weiterschwelender Covid-Pandemie: gleich fünf Premieren! Die Gäste wirkten Ende Juli fest entschlossen, die Rückkehr auf den Grünen Hügel zu feiern und Read more about Bayreuth: Umjubelter Notnagel[…]

Roland Dippel

Leipzig: „Richard ist Leipziger!“

Mit allen dreizehn vollendeten Bühnenwerken Richard Wagners beendet Ulf Schirmer seine Intendanz an der Oper Leipzig

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 10/22 , Seite 44

Ein Kraftakt: In „Drei Wochen Unendlichkeit“ gelangten an der Oper Leipzig mit dem Gewandhausorchester vom 20. Juni bis 14. Juli alle dreizehn vollendeten Bühnenwerke des in Leipzig geborenen Richard Wagner zur Aufführung. Zehn Minuten nach dem Verklingen des Schlussapplauses für Parsifal war der Augustusplatz zwischen der Oper und dem Gewandhaus bis auf wenige wartende Tram-Passagiere Read more about Leipzig: „Richard ist Leipziger!“[…]

Claudia Irle-Utsch

Bewährter Brückenschlag

Gewandhausorchester und Boston Symphony Orchestra lassen Richard Strauss gemeinsam glänzen

Rubrik: Zwischentöne
erschienen in: das Orchester 10/22 , Seite 36

Leipzig, Juni 1926: Die Stadt feiert Richard Strauss. Zwar zwei Jahre nach vielerlei Ehrungen zum 60. Geburtstag, aber doch gebührend: „Ein schöner Platz im Park nach mir benannt mit Gedenkstein“, schreibt der 1864 geborene Komponist an seine Frau Pauline. Es ist kompliziert mit ihm und Leipzig. Harsche Kritik und nur zum Teil umjubelte Erstaufführungen, zunächst Read more about Bewährter Brückenschlag[…]

Ute Grundmann

„Was hätten Sie denn gerne?“

Gundolf Weber und sein Team haben eine besondere Werbung für den MDR-Musiksommer entwickelt

Rubrik: Über die Schulter
erschienen in: das Orchester 10/22 , Seite 17

„Guten Tag, was kann ich für Sie tun?“ Diese Frage wird an Service-Telefonen täglich x-fach gestellt. Auch die Antwort „Ich hätte gern …“ ist Hotline-Alltag. Die Fortsetzung allerdings, dessen Mitschnitt man jeweils eine Woche lang im Radio hören kann, ist schon eher ungewöhnlich. Denn der freundliche Herr mit der sonoren Stimme möchte „ein Konzertticket“. Das Read more about „Was hätten Sie denn gerne?“[…]

Uwe Mitsching

Erinnerung an die „Casa di Hans“

Zum zehnten Todestag: Auf den Spuren von Hans Werner Henze in Nürnberg und anderswo

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 10/22 , Seite 26

In Nürnberg lebt ein paar Straßenzüge hinter der Kaiserburg Michael Kerstan und ist für alle Fragen zu Hans Werner Henze ein kompetenter Gesprächspartner. Heute ist er der Geschäftsführer der „Hans Werner Henze Stiftung“, Mitglied des Stiftungsrats, lebt inmitten vieler Andenken an Henze. Er war auch im juristischen Sinne mit Henze verpartnert, aber die Villa La Read more about Erinnerung an die „Casa di Hans“[…]

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