Irmlind Capelle

Albert Lortzing

Eine Annäherung in 77 biografischen Stationen

Rubrik: Rezension
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 68

Auf heutigen Spielplänen tauchen die überwiegend heiteren Meisteropern von Albert Lortzing wie Zar und Zimmermann und vor allem Der Wildschütz leider kaum noch auf. Das ändert sich vielleicht wieder in diesem Jubiläums-Jahr 2026, denn am 21. Januar war Lortzings 175. Todestag und am 23. Oktober folgt sein 225. Geburtstag. Da kommt dieses neue Standardwerk von Read more about Albert Lortzing[…]

Frauke Adrians

BERLIN: Schwarz und Sacre

Das DSO Berlin nimmt mit einem Auftragswerk die Afrodiaspora in den Fokus

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 65

Uraufführungen sind Kassengift? Stimmt nicht. Jedenfalls dann nicht, wenn sie die Aura des Nochniedagewesenen, Klassik-Folk-Lounge-Grenzen-Sprengenden umweht. Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) präsentierte ein neues Werk der afroamerikanischen Komponistin Jessie Montgomery, eine Auftragskomposition, in zwei Konzerten in der Philharmonie und lud sich als Solisten den südafrikanischen Cellisten und Sänger Abel Selaocoe ein. Eingebettet war die Uraufführung Read more about BERLIN: Schwarz und Sacre[…]

Werner Kopfmüller

LEIPZIG: Beklemmend und bekenntnishaft

Dennis Russell Davies dirigiert beim MDR-Sinfonieorchester Werke von Angst und Tod

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 64

Das MDR-Sinfonieorchester stellt seine Konzerte gerne unter ein Motto. „Seelenleben“ ist das Programm am 1. März betitelt, womit die beiden sinfonischen Schwergewichte des Abends hinreichend vieldeutig beschrieben sind. Dass Peter Tschaikowsky mit der Komposition seiner 6. Sinfonie, der Pathétique, ein requiemhaft gestimmtes Zeugnis seines finalen Seelenzustands ablegte, ist von der Forschung längst widerlegt worden. Denn Read more about LEIPZIG: Beklemmend und bekenntnishaft[…]

Bernd Aulich

GELSENKIRCHEN: Musik beflügelt Zelluloid

Das Verhältnis von Orchester und Film beleuchtet Rasmus Baumann raffiniert mit der Neuen Philharmonie Westfalen

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 63

Filmmusik? Darüber ist schnell ein Urteil gefällt. Als trivial gilt sie gemeinhin. Als Erich Wolfgang Korngold im amerikanischen Exil den Soundtrack zu Hollywood-Streifen komponierte, sah er sich daheim in Österreich Schmähungen ausgesetzt. Bildungsbürgerliche Einfalt hat Rasmus Baumann, den Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen, nicht gehindert, der Filmmusik eine eigene Konzertreihe unter dem Motto „NPW goes Read more about GELSENKIRCHEN: Musik beflügelt Zelluloid[…]

Ralf-Thomas Lindner

HANNOVER: Begegnung

Die NDR Radiophilharmonie setzt Werke von Schumann und Tschaikowsky in Beziehung

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 62

St. Petersburg ist ein großes kulturhistorisches Museum, erinnert sich der Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie, Stanislav Kochanovsky, an seine dortige Studienzeit. Überall begegnen einem Statuen, Museen und ehemalige Herbergen so bedeutender Kulturschaffenden wie etwa Fjodor Dostojewski oder Pjotr Iljitsch Tschaikowsky. Tschaikowsky verehrt und bewundert seinen 30 Jahre älteren Komponistenkollegen Robert Schumann in einem Zeitungs-Feuilleton: „Man kann Read more about HANNOVER: Begegnung[…]

Claudia Irle-Utsch

STUTTGART: Das Vertraute im Fremden entdecken

Das Ensemble Constantinople verwob beim Bachfest Stuttgart die Werke von Johann Sebastian Bach und Omar Khayyam

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 61

Vier Zeilen genügen dem Dichter, um einen Kosmos zu öffnen. Sein Blick sucht nach dem, was hinter den Dingen liegt – in den Weiten des Universums und in dem Mysterium, dass „zwischen dir und mir“ alles, aber auch nichts möglich sein kann. Der persische Gelehrte Omar Khayyam (1048–1131) erforschte als Astronom, wie Himmelswelten das Erdenleben Read more about STUTTGART: Das Vertraute im Fremden entdecken[…]

Otto Paul Burkhardt

STUTTGART: Notre Dame und Rummelplatz

Echoes of Bach: Stuttgarter Kammerorchester schaut auch bei David Bowie vorbei

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 60

Die Musik des Thomaskantors gehört zur Gründungs-DNA des Stuttgarter Kammerorchesters (SKO). Eines der kompakten, genrefluiden Themenkonzerte, selbstbewusst „Sternstunden“ genannt, erkundete jetzt „Echoes of Bach“. Geprägt war der Abend – zwischen Barock und Moderne, Orgel und Viola, Klassik und Rock – auch von zwei Solisten, dem Orgelprofessor Kay Johannsen und dem SKO-Solobratscher Manuel Hofer, der das Read more about STUTTGART: Notre Dame und Rummelplatz[…]

Wolf-Dieter Peter

MÜNCHEN: Vielerlei endet in Allerlei

Das Rundfunkorchester und die Bayerische Theaterakademie feiern gemeinsam mit Raritäten

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 59

Auf 20 Jahre Zusammenarbeit können das Münchner Rundfunkorchester und die Bayerische Theaterakademie August Everding zurückblicken. Das gilt als „Porzellan-Hochzeit“ – und die Jubiläumsproduktion von zwei besonderen Werken verlangte feinste Modellierung, ähnlich wie beim ortsansässigen „Nymphenburger“ … Der mit „Auf und Ab – Über die unausweichliche Zunahme von Missverständnissen“ über­titelte Abend verband Nino Rotas Einakter I Read more about MÜNCHEN: Vielerlei endet in Allerlei[…]

Claudia Irle-Utsch

HAMBURG: Auf den Fährten des Orpheus

NDR Elbphilharmonie Orchester und NDR Vokalensemble widmen sich dem „Mythos Heldentum“

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 57

Der Blick zurück zeigt das Grauen: Orpheus hat seine Liebste verloren. Die Hölle, die er sah, brachte ihn um. Orpheus ist tot. Und lebt doch weiter: als Ideal eines singenden Helden. Orpheus’ Kunst konnte Herzen erweichen, Wege öffnen, Möglichkeiten schaffen. Eine Antwort auf die Frage, ob Musik eine Welt verändern kann, bessern vielleicht, kommt übers Read more about HAMBURG: Auf den Fährten des Orpheus[…]

Dieter David Scholz

DESSAU: Heuchlerische Moral der bürgerlichen Elite

Ein Monumentalwerk aus Brasilien: Santoros „Alma“ am Anhaltischen Theater

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 5/2026 , Seite 56

Cláudio Franco de Sá Santoro (1919–1989) gilt als einer der wichtigsten Komponisten Brasiliens. Er hat ein umfangreiches Œuvre geschaffen. Aber erst gegen Ende seines Lebens schrieb Santoro die sozialkritische Oper Alma; 1998 wurde sie im Teatro Amazonas in Manaus uraufgeführt. Im Rahmen des Kurt Weill Fests 2026 kam sie nun im Anhaltischen Theater Dessau zur Read more about DESSAU: Heuchlerische Moral der bürgerlichen Elite[…]

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