Wolf-Dieter Peter

EINMAL WAGNER – IMMER WAGNER?

Ein Kommentar von Wolf-Dieter Peter

Rubrik: Thema
erschienen in: das Orchester 7-8/2026 , Seite 16

Sie suchen das originale No¯-Theater? Da gibt es in Japan mehrere, aber nur eine höchst traditionsreiche Institution, im 14.Jahrhundert von einem Meister gegründet, derzeit in der 26. Generation von seinen Nachkommen geleitet. Und jetzt spiegelbildlich: Wagner am Originalort? Da ist Bayreuth unumgänglich und jetzt sind dort „150 Jahre“ zu feiern. Also: Wagner forever? Zwar gibt Read more about EINMAL WAGNER – IMMER WAGNER?[…]

Verena Großkreutz

STUTTGART: Zwischen zwei Welten, das Herz geteilt

An der Stuttgarter Staatsoper wurde die Oper „Station Paradiso“ von Sara Glojnarić uraufgeführt

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 7-8/2026 , Seite 61

Eruptive, pulsierende, brodelnde, explosive Klänge, glitzernd, knisternd, quirlig, hämmernd, schreiend, schillernd; sich ständig verwandelnd, plötzlich schnell geschnitten; mal gleichzeitig, mal nacheinander. Die Partitur ist komplex: für Orchester, drei Synthesizer, dazu Tonbänder, Samples, Elektronik. Eingebettet darin Sprechgesang, operesker Gesang, Lieder, Chorisches (musikalische Leitung: Peter Rundel). Ein unruhiger Klangstrom, in den man in der Staatsoper Stuttgart, wo Read more about STUTTGART: Zwischen zwei Welten, das Herz geteilt[…]

Wolf-Dieter Peter

MÜNCHEN: Moderne Szene für Altes

Elisabeth I. und Mary Stuart in der Uraufführung von Brett Deans „Of one Blood“ an der Bayerischen Staatsoper

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 7-8/2026 , Seite 60

Während andere Opernhäuser gegenwärtige Zeiterscheinungen auf den Spielplan bringen (z. B. Nürnberg mit der Uraufführung der Mafia-Oper Cosa Nostra oder Frankfurt mit der Uraufführung Battaglia – Die Frauen von Palermo für die Opfer der sizilianischen ‘Ndrangheta), wendet sich die Münchner Staatsoper dem 16. Jahrhundert mit Elisabeth I. und Mary Stuart zu. Wenn die beiden Rivalinnen Read more about MÜNCHEN: Moderne Szene für Altes[…]

Roland Dippel

HILDESHEIM: Bunt und frei auch im Orchester

Am Theater für Niedersachsen gelangte die Bearbeitung von Stewart Wallaces „Harvey Milk reimagined“ zur deutschen Erstaufführung

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 7-8/2026 , Seite 59

Der am 27. November 1978 zusammen mit dem Bürgermeister George Moscone in San Francisco ermordete Queer-Aktivist Harvey Milk gehört zu den schwulen Ikonen des 20. Jahrhunderts. Die biografische Oper Harvey Milk reimagined von Stewart Wallace mit Abstechern zur queeren Sozial- und Sittengeschichte wurde zum satten Ereignis. Ältere erinnern sich an die Dortmunder Europa-Premiere 1998. Der Read more about HILDESHEIM: Bunt und frei auch im Orchester[…]

Jürgen Gahre

OSNABRÜCK: Im Schatten von Stars and Stripes

André Previns „Endstation Sehnsucht (A Streetcar Named Desire)" zeigt Parallelen zur Gegenwart auf

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 7-8/2026 , Seite 58

Es ist ja nicht nur eine literarische Vorlage, auf der das Libretto von Streetcar Named Desire basiert, sondern eben auch deren Verfilmung: Das 1947 in New York uraufgeführte Schauspiel von Tenessee Williams und der Film mit Vivien Leigh und Marlon Brando haben Streetcar (im Deutschsprachigen Raum als Endstation Sehnsucht bekannt) weltberühmt gemacht. Als der enorm Read more about OSNABRÜCK: Im Schatten von Stars and Stripes[…]

Uwe Kraus

HALBERSTADT: Theaterwelt aus den Fugen

Anders als man es kennt: Das Harztheater bringt „Das Phantom“ auf die Bühne

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 7-8/2026 , Seite 57

Ein letzter Schuss fällt, den Vorhang ziert ein blutiger Fleck. Erik stirbt auf den Stufen der Pariser Oper. Nach wenigen Sekunden traurigen Innehaltens bricht sich der Beifall im Harztheater Bahn. Das Publikum feiert das Halberstäder Musiktheater-Ensemble für die Erstaufführung eines Musicals, das bisher auf keiner Bühne mit festem Ensemble im deutschen Sprachraum zu erleben ist: Read more about HALBERSTADT: Theaterwelt aus den Fugen[…]

Michael Pitz-Grewenig

BREMERHAVEN: Im Labyrinth der Erinnerung

Neu gehört: Korngolds „“Die tote Stadt“ zwischen Illusion und Realität

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 7-8/2026 , Seite 56

Wie kann man einer Oper gerecht werden, deren Handlungsstrang so allgemein konstruiert ist wie Erich Wolfgang Korngolds Oper Die tote Stadt? Ein Werk über die Macht der Erinnerung, die Gefahren des Festhaltens an der Vergangenheit und die schwierige Suche nach einem Neuanfang. Über die psychologische Illumination, Stimmungszauberei und Gefühlsverdeutlichung der Musik hinaus – hat sie Read more about BREMERHAVEN: Im Labyrinth der Erinnerung[…]

Andreas Hauff

TRIER: Verratene Jugend

Engelbert Humperdincks „Königskinder“ in einer halbszenischen Aufführung am Theater Trier

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 7-8/2026 , Seite 55

Im Gegensatz zu Hänsel und Gretel steht Engelbert Humperdincks spätere Oper Die Königskinder selten auf dem Spielplan. Hexe und Besenbinder gibt es hier wie dort – was der Komponist durch Selbstzitate hervorhebt – und auch ein junges, im Wald verirrtes Paar. Doch während das Volksmärchen die Geschwister über die Hexe triumphieren lässt, endet Elsa Bernsteins Read more about TRIER: Verratene Jugend[…]

Roland Dippel

DÖBELN: Köstliche Zeit im Lortzing-Land

Der Waffe(l)nschmied als Konditor-, Kumpel- und Kampfstück am Mittelsächsischen Theater in Döbeln und Freiberg

Rubrik: Bericht
erschienen in: das Orchester 7-8/2026 , Seite 54

Die Torten-, Donut- und Barbiepracht in Pink ist um kein Haar besser als die oft gescholtene Biedermeier-Zeit zwischen Wiener Kongress und der Bürgerrevolution 1848. Am Ende dieser Ära schuf der Dichterkomponist Albert Lortzing seine Komische Oper Der Waffenschmied – ursprünglich für Leipzig, wo sein Theatervertrag auslief, und schließlich für Wien. Diese Dialogoper brachte das Mittelsächsische Read more about DÖBELN: Köstliche Zeit im Lortzing-Land[…]

Marco Frei

FÜR FRIEDLICHE KOEXISTENZ

Das Mizmorim-Festival in Basel drehte sich diesmal um das Thema „Jerusalem“

Rubrik: Zwischentöne
erschienen in: das Orchester 7-8/2026 , Seite 50

Die Mission des Kammermusik-Festivals Mizmorim in Basel, das dieses Jahr seinen zwölften Geburtstag feiert, ist eine generell versönliche. In diesem Jahr war diese Mission jedoch ein schwieriges Unterfangen, immerhin lautete das Oberthema „Jerusalem“. Als Heimat von drei monotheistischen Weltreligionen ist diese Stadt eine Weltkulturstätte im wahrsten Sinn. Auf sie beziehen sich Judentum, Islam und Christentum. Read more about FÜR FRIEDLICHE KOEXISTENZ[…]

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