Sinsch, Sandra

Keine Experimente auf dem Notenständer

Kurorchester verändern sich, das Repertoire nicht

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 01/2010 , Seite 28

Helge Napieralla ist der Mann, der weiß, was Kurorchester wünschen. Seit knapp 30 Jahren betreut und berät der Angestellte, dessen Beruf man früher unter dem Namen Kapellenberater kannte, im Auftrag des Berliner Traditionsverlags Meisel die Musiker in den Heilbädern der Republik. Dabei kristallisiert sich über die Jahre vor allem eines heraus: Die Ensemblestruktur ändert sich, das Repertoire bleibt.

Sinsch, Sandra

Eine Plattform für die Kurmusik

Die Vereinigung Österreichischer Kurorchester

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 01/2010 , Seite 30

Anfang der 1990er Jahre stand es um die Kurmusik in Österreich gar nicht gut. Um den Niedergang aufzuhalten, wurde die Vereinigung Österreichischer Kurorchester ins Leben gerufen. Das sichert nicht nur den Fortbestand einer Musiktradition, sondern auch Ausbildungsmöglichkeiten für den Orchestermusikernachwuchs.

Buhles, Günter

The Great American Songbook

Eine Liedtradition der Moderne

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 01/2010 , Seite 37

Ein Genre, eine Entwicklungslinie, eine Gattung von gelegentlich verkannter Bedeutung ist der “American Standard” oder – in engerem Sinn – der Broadwaysong. Man könnte von einer anderen Liedtradition sprechen; denn tatsächlich zeitigte sie – neben Minderem – auch Kunstwerke vom Kaliber des hoch bewerteten Kunstlieds der europäischen Romantik. Günter Buhles über den US-Standard des 20. Jahrhunderts.

Wiese, Henrik

“Was ist schlimmer als eine Flöte?”

Stammt die abschätzige Bemerkung über die Flöte von Mozart?

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 10/2009 , Seite 38

“Was ist schlimmer als eine Flöte?” Auch dem Philosophen Friedrich Nietzsche war diese Scherzfrage bekannt. Was hat sie eigentlich mit Mozart zu tun? Eine kleine Entdeckungs­reise in die Biedermeierzeit.

Gaiser, Sigrid

Das ist doch wieder mal klassisch…

Ergebnisse und Konsequenzen aus einer Studie zu "Einstellungen zum Begriff klassische Musik"

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2009 , Seite 35

Unzählige Definitionsversuche für die klassische Musik liegen seit der Entstehung des Begriffs vor. Doch wie ist sein historischer Werdegang und was stellen sich die Menschen heutzutage unter klassischer Musik vor? Was bewirkt unterschiedliche oder gleiche Einstellungen, wie sind sie entstanden und welche Auswirkungen haben sie in Bezug auf die klassische Musik? Sigrid Gaiser ist diesen Fragen nachgegangen.

Graber, Oliver Peter

Ballettmusik – die ungeliebte Gattung

Anmerkungen zu einem Spezialfall funktioneller Musik

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 01/2009 , Seite 42

Kaum eine andere musikalische Gattung wurde im Laufe ihrer Geschichte derart kontrovers diskutiert wie die Ballettmusik. Oftmals belächelt, tendiert die kompositorische Neuproduktion auf diesem Gebiet gegenwärtig global de facto gegen Null. Doch woran liegt dies und welche Entwicklungen lassen sich für die Zukunft dieser Kunstform erwarten?

Frei, Marco

Die Gegenwart der Vergangenheit

Mariss Jansons führt durch das russische St. Petersburg

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 12/2008 , Seite 38

Als Mariss Jansons für eine Fernsehdokumentation des Bayerischen Rundfunks durch St. Petersburg führte, wollte der Chefdirigent des BR-Symphonieorchesters und des Concertgebouw-Orchesters Amsterdam eigentlich seine schöne Heimat zeigen. Doch präsentierte sich eine Metropole der Widersprüche und Mängel, auch im Musikleben. Und mit einer Vergangenheit, die noch nicht aufgearbeitet ist.

Mertens, Gerald

Am Anfang war die Musik

Die Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die deutsche Orchester- und Musikkultur

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2008 , Seite 26

“Am Anfang war nicht das Wort, sondern die Musik.” So kurz und bündig könnte man in leichter Abwandlung der Einleitungssätze des Johannesevangeliums das historische Verhältnis des Rundfunks zu seinen Klangkörpern zusammenfassen. Der geschichtliche Rückblick auf die Entwicklung des deutschen Rundfunks und seiner Klangkörper vermittelt einen intensiven Eindruck von seiner besonderen Bedeutung für die Musikkultur – bis in unsere Zeit.

Schultz, Wolfgang-Andreas

Tonalität heute — warum nicht?

Ein Plädoyer für die Vielfalt der Stile

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 09/2008 , Seite 36

Seit den 1950er Jahren ist das Komponieren umstellt von Verboten der Art: Man kann heute nicht mehr tonal komponieren, Melodien schreiben, harmonische Klänge verwenden. Längst ist es Zeit zum Umdenken. Auch in Deutschland sollte der Weg endlich frei werden für eine Pluralität der Stile.

Breidenstein, Helmut

Mälzels Mord an Mozart

Die untauglichen Versuche, musikalische Zeit zu messen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2007 , Seite 08

Für Haydn und Mozart war die Geschwindigkeit ihrer Werke durch Taktart, kleinste Notenwerte und Tempowort gemeinsam definiert. Selbst Beethoven hat trotz aller Begeisterung für Mälzels Erfindung nur etwa sechs Prozent seiner Werke metronomisiert. Helmut Breidenstein über die untauglichen Versuche, musikalische Zeit ins starre, lineare Schema der physikalischen Zeit zu zwängen.

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