Laugwitz, Burkhard

Musik nach Feierabend

Sinfonische Werksorchester in Deutschland

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2007 , Seite 29

Viele Werk­sor­ch­ester, zu Beginn der Indus­tri­al­isierung aus per­sön­lichem musikalis­chen Inter­esse von Beschäftigten und Werk­sleitung gegrün­det, haben die Zeit­en nicht über­dauert. Nicht sel­ten sind sie vom Unternehmen irgend­wann einges­part wor­den. Doch in jüng­sten Jahren gab es auch wieder einige Neu­grün­dun­gen. Ein Bericht von Burkhard Laug­witz.

Parolari, Reto

Magie der Manege

Zirkusmusik – eine unbekannte Kunst

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 04/2007 , Seite 31

Es gibt nicht viele musikalis­che Rich­tun­gen, über die so wenig Wis­sen und Mate­ri­alien existiert wie über die Zirkus­musik. Kaum jemand hat sich bish­er für die Prax­is und Geheimnisse dieser beson­deren Musik inter­essiert. Dabei kann sie, live erlebt, von ger­adezu magis­ch­er Wirkung sein. Ein Ein­blick von Reto Paro­lari, u. a. Musikalis­ch­er Ober­leit­er des Inter­na­tionalen Zirkus­fes­ti­vals Mona­co.

Frei, Marco

Die Heimat in der Fremde

Ausländische und immigrierte Orchester in Deutschland

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2007 , Seite 08

Sie gehören zur Real­ität des deutschen Musik- und Orch­ester­lebens. Die Rede ist von aus­ländis­chen Ensem­bles, die sich in Deutsch­land gegrün­det oder niederge­lassen haben. Doch wie sind die Bedin­gun­gen in den Klangkör­pern, welche kün­st­lerischen Pro­file weisen sie auf? Am Beispiel des Geor­gis­chen Kam­merorch­esters Ingol­stadt, der Rus­sis­chen Kam­mer­phil­har­monie St. Peters­burg sowie der Inter­na­tionalen Sym­phoniker Deutsch­land wird dieser Frage nachge­gan­gen.

Laugwitz, Burkhard

Spielball der Zeitgeschichte

Die Philharmonia Hungarica

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2007 , Seite 14

In diesen Tagen jährt sich zum 50. Mal der Tag, an dem sich in Öster­re­ich ein neues Orch­ester formierte. Ein Klangkör­p­er, dessen Geburt und Tod in gle­ichem Maße durch die Zeitläufe der europäis­chen Geschichte bes­timmt war. Dessen Tragik als so genan­ntes “Flüchtling­sor­ch­ester” darin lag, dass seine Geburtshelfer und Leben­sret­ter aus den gle­ichen Rei­hen kamen wie seine Toten­gräber.

Buhles, Günter

Das Orchesterlied

Facetten einer faszinierenden Gattung

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 12/2006 , Seite 33

Der Durch­bruch der Musik Gus­tav Mahlers in den 1950er bis 1970er Jahren, wesentlich durch den Ein­satz des Diri­gen­ten Leonard Bern­stein bewirkt, brachte dem Pub­likum auch Mahlers Orch­ester­lieder nahe. Gewiss haben auch die eng ver­wandten Kom­po­si­tio­nen von Mahlers Zeitgenossen, Kol­le­gen und per­sön­lichem Bekan­nten Richard Strauss davon prof­i­tiert – wie auch die Orch­ester­lieder ander­er Ton­set­zer. Gün­ter Buh­les betra­chtet das Orch­ester­lied als Gat­tung mit vie­len Facetten.

Frei, Marco

In der Ferne so nah

Dmitri Schostakowitsch und die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 09/2006 , Seite 35

Am 25. Sep­tem­ber 2006 feiert die Musik­welt den 100. Geburt­stag des rus­sis­chen Kom­pon­is­ten Dmitri Schostakow­itsch – ruhiger natür­lich als das Mozart-Jubliäum, doch immer­hin mit etlichen Son­der­pro­gram­men. Was ist musikhis­torisch von Schostakow­itschs Musik geblieben? Ist sie wirk­lich so gut bekan­nt, wie man gemein­hin annimmt?

Scholz, Dieter David

Plädoyer für einen “anderen” Wagner

Neue Wagner-Impulse aus Amsterdam. Dieter David Scholz im Gespräch mit Hartmut Haenchen

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 02/2006 , Seite 27

Hart­mut Haenchen wurde 1943 in Dres­den geboren, wurde Mit­glied des Dres­d­ner Kreuz­chores und studierte Dirigieren und Gesang an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dres­den. Er begann als 1. Kapellmeis­ter an den Büh­nen der Stadt Zwick­au, wurde Gast­diri­gent der Berlin­er Staat­sop­er, der Dres­d­ner Phil­har­monie und der Staat­sop­er Dres­den sowie der Säch­sis­chen Staatskapelle, schließlich Chefdiri­gent der Meck­len­bur­gis­chen Staatskapelle und Musikdi­rek­tor des Meck­len­bur­gis­chen Staat­sthe­aters. Von 1980 bis 1996 war er ständi­ger Gast­diri­gent der Komis­chen Oper Berlin. 1980 grün­dete er das Kam­merorch­esters Carl Philipp Emanuel Bach und begann mit sein­er Lehrtätigkeit an der Dres­d­ner Hochschule für Musik (Dirigieren). 1986 ver­ließ Hart­mut Haenchen die DDR und wurde zum Gen­eral­musikdi­rek­tor der Nieder­ländis­chen Oper berufen. Das Amt hat­te er bis 1999 inne. 1986 bis 2002 war er auch Chefdiri­gent der Nieder­ländis­chen Phil­har­monie und des Nieder­ländis­chen Kam­merorch­esters, daneben einige Jahre auch Gast­diri­gent des Roy­al Opera House Covent Gar­den, Lon­don. Seit 1999 ist er Erster Gast­diri­gent der Nieder­ländis­chen Oper, Ams­ter­dam. Im Jahr 2003 wurde er Inten­dant der Dres­d­ner Musik­fest­spiele. Hart­mut Haenchen ist ein gefragter Gast­diri­gent an allen großen Opern- und Konz­erthäusern in Europa und Übersee und hat zahlre­iche Preise gewon­nen und Ausze­ich­nun­gen erhal­ten. Köni­gin Beat­rix ver­lieh ihm 2005 für seine Ver­di­en­ste um das Nieder­ländis­che Musik­leben die nieder­ländis­ch­er Staats­bürg­er­schaft. Hart­mut Haenchen hat mehr als hun­dert Schallplat­ten und/oder CDs und Büch­er veröf­fentlicht.

Klapproth, Georg Otto

Ein ganz neuer Typ muss entstehen!”

Vor hundert Jahren wurde das Heckelfon erfunden

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 12/2005 , Seite 21

Die Kom­pon­is­ten zu Beginn des 20. Jahrhun­derts schätzten es sehr, Richard Strauss gab ihm in “Salome” eine promi­nente Auf­gabe: das Heck­el­fon. Nach­dem es in der Zeit nach dem Zweit­en Weltkrieg zunächst etwas stiller um das Instru­ment gewor­den war, ent­deck­en es zeit­genös­sis­che Kom­pon­is­ten in den jüng­sten Jahren wieder neu.

Lesle, Lutz

Im Stil der Zeit arbeiten

Ein Porträt der Orchesterlandschaft Estlands, Lettlands und Litauens, fünfzehn Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 11/2005 , Seite 17

In Sow­jetrus­s­land führten die Musen, sofern sie die Dok­tri­nen der Partei beherzigten oder die Kun­st der Ver­hül­lung beherrscht­en, ein sor­glos­es Leben. Um auf gute Gedanken zu kom­men, kon­nten sich Kom­pon­is­ten in natur­na­he Refugien zurückziehen, die ihr Ver­band zu diesem Zweck unter­hielt. Die Kul­tur­min­is­te­rien der Union­sre­pub­liken kauften etliche Par­ti­turen, der Staatsver­lag druck­te einige. Der Kom­pon­is­ten­ver­band ver­mit­telte Auf­führun­gen, arrang­ierte ganze “Autorkonz­erte”. Nie­mand fragte, woher das Geld kam und ob die Musik Anklang fand. Mit dem Zusam­men­bruch Sow­je­tu­nion zer­riss das sozial­is­tis­che Sicher­heit­snetz der “Kul­turschaf­fend­en”. Plöt­zlich waren die Kün­stler auf sich gestellt. Müh­sam mussten sie ler­nen, ihre Kun­st selb­st zu Mark­te zu tra­gen und sich im freien Wet­tbe­werb zu behaupten, um nicht unter die Ver­lier­er zu ger­at­en.