Koch, Rüdiger

Funkisches” Singen

Rundfunkchor-Entwicklung vor 1945

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 07-08/2005 , Seite 25

Wed­er die Musik­wis­senschaft noch die Rund­funk­forschung haben bish­er die Entwick­lung des Rund­funk-Chor­we­sens in Deutsch­land unter­sucht. So kon­nte der Ein­druck entste­hen, die Rund­funkchöre seien eine Schöp­fung der Nachkriegszeit. Erken­nt­nis­s­plit­ter find­en sich nur in Spezial­ab­hand­lun­gen über die Pro­gram­mgeschichte (1) und die Wirtschafts­geschichte (2) des deutschen Rund­funks sowie in zeit­genös­sis­chen Almanachen. Seit Mitte der 90er Jahre hat in den Rund­funkchören Berlin (3) und Leipzig (4) eine Beschäf­ti­gung mit den geschichtlichen Wurzeln begonnen. Eine Zusam­men­fas­sung aller Ergeb­nisse ermöglicht es, die Grundlin­ien der Rund­funk­chor-Entwick­lung darzustellen.

Blankenburg, Elke Mascha

Dirigentinnen gestern und heute

Der vernachlässigte Anteil im Musikbetrieb

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2005 , Seite 15

Eine Frau am Diri­gen­ten­pult – was in Konz­ert- und Opernkri­tiken auch heute noch als etwas Beson­deres her­vorge­hoben wird, hat in Wirk­lichkeit schon eine lange Tra­di­tion. Elke Mascha Blanken­burg gibt einen his­torischen Überblick.

Corvin, Matthias

Ein Italiener in Madrid

Zum 200. Todestag von Luigi Boccherini

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 05/2005 , Seite 30

Jed­er ken­nt diese Melodie: Die gedämpfte Vio­line spielt ein lieblich­es The­ma über san­ften Pizzi­cati der Stre­ich­er. Es han­delt sich um den drit­ten Satz eines E‑Dur-Stre­ichquar­tetts, der als “das Menuett” welt­berühmt wurde. Doch der Kom­pon­ist Lui­gi Boc­cheri­ni, der hin­ter diesen Noten ste­ht, hat noch wesentlich mehr zu bieten. Neben bedeu­ten­der Kam­mer­musik hin­ter­ließ er auch Vokalw­erke und etliche Orch­ester­musik. Vor 200 Jahren ver­starb der Ital­iener in Madrid. Eine Würdi­gung von Matthias Corvin.

Laugwitz, Burkhard

Das musikalische Gedächtnis der Nation: Das Deutsche Musikarchiv in Berlin

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 03/2005 , Seite 26

Es ist ein Haus voller Musik. Eine uner­schöpfliche Fund­grube für Musik- und Schallplat­ten­ex­perten, für Musikhis­torik­er und ‑lieb­haber, ein wahres Paradies für Fre­unde der Musik aller Arten: das Deutsche Musikarchiv in Berlin. Hier lagert nicht nur das, was seit den 70er Jahren, dem Zeit­punkt der Archiv­grün­dung, auf Noten­pa­pi­er gedruckt wurde oder auf Ton­träger erschienen ist, son­dern auch etlich­es von dem, was seit der Erfind­ung der Tonaufze­ich­nung, in Klavier­rollen ges­tanzt, auf Phono­graphen-Walzen verewigt oder auf Ton­träger gepresst wor­den ist.

Ruzicka, Peter

Die eigene Art ist des Menschen Dämon

Gedanken zur heutigen Mahler-Rezeption

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: das Orchester 12/2004 , Seite 30

Nicht zu allen Zeit­en war die Musik Gus­tav Mahlers solcher­maßen wert­geschätzt wie heute. Die Verän­derung in der Mahler-Rezep­tion führte nicht nur zu ein­er Verän­derung des Konz­ert-Reper­toires und der musikalis­chen Inter­pre­ta­tion­skun­st, son­dern eröffnete auch einen tief­er­en Blick auf das Werk von Kom­pon­is­ten vor und nach Mahler.